Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kreis: Sicheres E-Biken - kostenlose Trainings

Mit dem Pedelec unterwegs
Auch Autor Martin Winterling fährt gerne und sicher mit seinem E-Bike. © Gabriel Habermann

Radeln macht Spaß. Sicher auf zwei Rädern unterwegs zu sein, macht noch mehr Spaß. „Radspaß - Sicher E-Biken“ geht im Rems-Murr-Kreis in die dritte Saison. Rund ein Dutzend Radspaß-Trainer haben am Donnerstag an der Online-Auftaktveranstaltung teilgenommen und eine neue Runde der Sicherheitstrainings eingeläutet. Ziel der Kurse ist es, die Fahrtechnik der Pedelec-Radler zu verbessern und damit ihre Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dank der Förderung durch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg sind die halbtägigen Trainings kostenlos.

Der „Rückenwind“ hat Tücken

Immer mehr Menschen steigen auf ein „Rad mit Rückenwind“ um, wie der Charme von Pedelecs gern beschrieben wird. Doch der Rückenwind hat Tücken, zeigt der Blick in die Unfallstatistik der Polizei. Die weist für 2021 zwar einen leichten Rückgang der Fahrrad- und Pedelec-Unfälle auf. Aber mit steigendem Alter der Pedelec-Fahrer nimmt das Risiko zu, sich bei einem Unfall zu verletzen. Ein Viertel der Unfälle geht laut Polizeistatistik auf die Ursache „Geschwindigkeit“ zurück. Gerade für Fahranfänger sind Pedelecs oft ungewohnt schnell - im Vergleich zu unmotorisierten Fahrrädern.

Die Antwort auf die vielen Unfälle

„Radspaß“ nennt sich die Initiative, die eine Antwort auf die vielen Unfälle von ungeübten Radlern sein will, ohne den Leuten die Lust am Radeln zu vermiesen. Der Rems-Murr-Kreis war eine von vier Modellregionen im Land, in denen im Sommer 2020 erstmals Trainerinnen und Trainer ausgebildet wurden, die mehr Sicherheit auf dem Pedelec mit viel Spaß verbinden wollen.

„Corona hat vieles ausgebremst“, stellte Landrat Richard Sigel beim Auftakt in die neue Saison fest. Sigel ist selbst zertifizierter Radspaß-Trainer, ist inzwischen vom Rad aufs Pedelec umgestiegen und hat einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, den Trainer/-innen haben müssen, um Kurse anbieten zu dürfen. „Ich freue mich, dass der Radspaß hier gestartet ist - und immer noch läuft!“, sagte Sigel beim Auftakt.

Der Radler an der Spitze des Landratsamtes sorgt dafür, dass Radfahren im Rems-Murr-Kreis einen hohen Stellenwert hat, wie die Radwegeplanung zeigt - oder auch eine neue Fahrradgarage mit 200 Stellplätzen im Landratsamt am Alten Postplatz in Waiblingen, wo ab Mai 200 Beschäftigte ihre Pedelecs und Räder unterstellen können - samt Spind für die Radklamotten. Im Landratsamt Rems-Murr ist Sabrina Kuhnle als Projektkoordinatorin für den Radspaß zuständig und sorgt beispielsweise dafür, dass sich Trainer Materialboxen ausleihen oder einen der fünf Übungsplätze buchen können.

Dieses Jahr schon zehn Kurse

Im vergangenen Jahr zählte der Radspaß zwischen Rems und Murr fast 200 Kursteilnehmer - trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie, zog Lisa Baumgartl vom Württembergischen Radsportverband (WRSV) dennoch eine positive Bilanz. Der WRSV koordiniert die landesweiten Radspaß-Aktionen. Und in diesem Jahr seien zwischen Rems und Murr bereits mehr als zehn Kurse für 115 Teilnehmende ausgeschrieben.

Auf knifflige Situationen vorbereitet

Wer ein Radspaß-Training absolviert hat, ist zwar nicht gegen Unfälle gefeit, wird wie bei einem Sicherheitstraining mit dem Auto oder Motorrad jedoch besser auf knifflige Situationen vorbereitet. Die Teilnehmer kennen nach dem halben Tag die Grenzen ihres Pedelecs besser, haben schnelles Ausweichen ebenso geübt wie eine Vollbremsung. Und ganz wichtig: richtiges Verhalten im Verkehr, wozu ein Helm auf dem Kopf gehört, vorausschauendes, defensives Fahren - und die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung.

Radeln macht Spaß. Sicher auf zwei Rädern unterwegs zu sein, macht noch mehr Spaß. „Radspaß - Sicher E-Biken“ geht im Rems-Murr-Kreis in die dritte Saison. Rund ein Dutzend Radspaß-Trainer haben am Donnerstag an der Online-Auftaktveranstaltung teilgenommen und eine neue Runde der Sicherheitstrainings eingeläutet. Ziel der Kurse ist es, die Fahrtechnik der Pedelec-Radler zu verbessern und damit ihre Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dank der Förderung durch das Verkehrsministerium

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