Remshalden

Rohrbronn feiert rund ums Gemeindehaus: 150 Jahre Feuerwehr

Feuerwehr Rohrbronn
Auch in Sachen „Sicherheitskleidung“ hat sich viel getan in den vergangenen Jahrzehnten. Die einstigen Uniformen schützten kaum. © Privat

Klar, die Rohrbronner haben auch schon vor 1872 ihre Feuer gelöscht. Dies aber eben mit Wassereimern und Fässern, mit Butten aus offenen Brunnen und gar Jauchegruben.

Das haben ältere Rohrbronner überliefert. Vor 150 Jahren allerdings gab’s eine entscheidende Neuerung, und so gilt dieses Jahr als Gründungsjahr der örtlichen Feuerwehr – hier oben auf dem idyllischen Buckel. Damals wurde nämlich eine zweizylindrige, handbediente Pumpe beschafft. Diese war auf einen von Hand gezogenen einachsigen Karren gebaut.

Schlauchleitung bringt Sicherheit

Die Pumpe musste zwar immer noch von Hand befüllt werden, dennoch mussten die Feuerwehrkameraden bei ihren Einsätzen dank der Schlauchleitung nicht mehr so nahe an den Brandherd heran. Weitere Verbesserungen ergaben sich Anfang des 20. Jahrhunderts, als ein Wasserhochbehälter an der Straße nach Hößlinswart gebaut werden konnte. Im Zusammenspiel mit einem neuen Hydrantenkarren konnte das Wasser nun noch schneller zum Einsatzort transportiert werden.

Stück für Stück verbessert: Die Ausrüstung in Rohrbronn

Mitte der 1930er Jahre wurde ein Löschteich angelegt, um auch bei Trinkwasserknappheit in Trockenperioden noch ausreichend Löschwasser zu haben. Der Teich eignete sich im Übrigen auch als Schwimmbad, nachdem er 1949 betoniert worden war. Mittels einer Pumpe mit Benzinmotor wurde das Wasser bei Bedarf herausgepumpt.

Während des Zweiten Weltkriegs musste die Wehr zeitweise aufgelöst werden, weil beinahe alle Aktiven zur Wehrmacht einberufen worden waren. Im Juli 1946 schließlich wurde die Wehr mit 29 Mann wieder aufgestellt. Der Hornist, der bislang im Brandfall alarmierte, wurde bald durch die Luftschutzsirenen abgelöst.

Immer wieder Umzüge

Es folgten weitere moderne Anschaffungen: ein Tragkraftspritzen-Anhänger, eine Anhängerleiter und 1976 der erste motorisierte Wagen, ein Ford Transit. Und so ging es immer weiter mit der Modernisierung. Das aktuelle Fahrzeug aus dem Jahr 2010 hat eine Pumpenleistung von 2000 Litern pro Minute. Und seit dem Bau des Gemeindehauses im Jahr 1989 hat die Feuerwehr auch eine zweckmäßige Unterkunft – dies nach etlichen Übergangslösungen im Schul- und Rathaus, neben dem Backhaus und über dem Wasserbehälter.

Derzeit besteht die Wehr aus 18 aktiven Männern und einer Frau. Vier Jugendliche stehen außerdem in der Jugendfeuerwehr in den Startlöchern. Erst zuletzt hatte man in Rohrbronn eine Werbeaktion unternommen, bei der tatsächlich sechs neue Aktive gewonnen werden konnten, berichtet Zugführer Timo Oberneder. Angesichts der geringen Einwohnerzahl im Flecken sei’s auch in der Vergangenheit immer wieder eine Wackelpartie gewesen, ausreichend Kameradinnen und Kameraden zu finden. Aktuell sei man aber „eine gute Truppe“.

Fest am Samstag und Sonntag

Und am Wochenende wird nun rund ums Gemeindehaus gefeiert. Am Samstag geht’s um 17 Uhr los mit der Bewirtung, abends gibt’s Barbetrieb. Am Sonntag geht der Festbetrieb ab 11 Uhr weiter. Am Nachmittag gibt’s zudem ein Kinderprogramm mit Feuerwehrfahrten und vielem mehr.

Klar, die Rohrbronner haben auch schon vor 1872 ihre Feuer gelöscht. Dies aber eben mit Wassereimern und Fässern, mit Butten aus offenen Brunnen und gar Jauchegruben.

Das haben ältere Rohrbronner überliefert. Vor 150 Jahren allerdings gab’s eine entscheidende Neuerung, und so gilt dieses Jahr als Gründungsjahr der örtlichen Feuerwehr – hier oben auf dem idyllischen Buckel. Damals wurde nämlich eine zweizylindrige, handbediente Pumpe beschafft. Diese war auf einen von Hand gezogenen

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