Rems-Murr-Kreis

Rot-Kreuz-Engagierte im Glück: Wer will noch dabei sein?

Jugendrotkreuz Erlebnistage 2022
Groß war die Freude, dass die Erlebnistage des DRK im Sommer stattfinden konnten. Hier wird den Kindern der Rettungsdienst vorgestellt. © Siekmann

Endlich wieder Druckverband, stabile Seitenlage und nette Gespräche: Im März treffen sich in vielen Städten und Gemeinden im Kreis wieder Jugendrotkreuz-Gruppen. In den vergangenen zwei Jahren standen die Gruppenleitungen vor der großen Herausforderung, Kinder und Jugendliche in Zeiten regelmäßiger Lockdowns für das Thema Helfen zu begeistern, heißt es in einer Mitteilung des Roten Kreuzes Rems-Murr: Die Gesellschaft und die Hilfsorganisationen benötigen die Retter von morgen.

Die Erleichterung ist groß und die Hoffnung ebenfalls, dass dies der letzte Neustart ist, sagt Philip Falliano von der Kreisjugendleitung des DRK Rems-Murr. Lockdown, Hygienekonzepte, Neustart, Lockdown. Für das Jugendrotkreuz (JRK) bedeutet Corona ein Auf und Ab. Rund 300 Kinder und Jugendliche im Kreis engagieren sich für die Themen Helfen und Gemeinschaft. Viel wurde unternommen, um die Kinder weiterhin für das DRK zu begeistern.

Enge Verbindungen haben sich über die Jahre hinweg ergeben

„Es war anstrengend, gemeinsam neue Hygienekonzepte zu entwerfen, wenn sich die Regelungen und Vorgaben gefühlt alle zwei Wochen geändert haben“, sagt der 22-Jährige. „Ich bin selbst Gruppenleiter in Schorndorf und es war sehr schade, dass wir uns über Wochen und Monate nicht sehen konnten, denn über die Jahre haben sich enge Verbindungen ergeben.“

„Wir haben Themen vorbereitet, die man auch online präsentieren konnte; Quiz, Basteln, Vorträge.“ Aber die Vorbereitung sei aufwendig gewesen und viele Kinder schätzen am Jugendrotkreuz eben das praktische Arbeiten, das Üben für den Ernstfall. „Wer in der Schule online ist, wer sich nur digital mit Freunden austauschen kann, der will nicht auch noch beim JRK online sein“, weiß Philip Falliano. Da hätten einige Kinder, Jugendliche oder auch Eltern geblockt. „Das Zwischenmenschliche fehlt. Viele Kinder sind scharf darauf, Verbände anzulegen, Erste Hilfe zu üben und eben dieses Gruppengefühl zu spüren. Wer vorm Computer sitzt, kann nicht mal eben mit der Sitznachbarin tuscheln oder Witze machen.“ Auch große Events wie das Kreisjugendzeltlager und eine 24-Stunden-Übung mussten Corona-bedingt ausfallen. Auch beim JRK stand die Gesundheit im Fokus. „Wir sind für die Kinder verantwortlich und haben als JRK eine besondere Vorbildfunktion.“

Mund-zu-Mund-Werbung hat gefehlt

Hat das DRK und damit der Landkreis nach zwei Jahren Corona-Pandemie potenzielle Retter eingebüßt? Vielleicht. In manchen Gemeinden und Städten haben Gruppenleitungen aufgehört, meistens aus privaten Gründen, berichtet Philip Falliano. Einige Gruppen seien kleiner, andere auch größer geworden. Hier gebe es regionale Unterschiede. Was fehlt, war die Mund-zu-Mund-Werbung. „Wenn nichts stattfindet, kann man auch nicht überzeugen.“ Das soll sich jetzt wieder ändern, sagt auch DRK-Jugendreferentin Heidrun Hellmuth. Die Verantwortlichen hoffen auch, neue Gruppenleitungen zu finden, junge Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere engagieren. Warum ist das attraktiv? „Es ist das Gruppengefühl. Hier kann man Freundschaften schließen und natürlich ist es der Spaß an der Ersten Hilfe“, sagt Philip Falliano.

Derzeit gibt es im Rems-Murr-Kreis 20 JRK-Gruppen. Kinder und Jugendliche (6 bis 27 Jahre) können hier mitmachen. Auch Gruppenleitungen werden gesucht. Wer mindestens 16 Jahre alt ist, kann sich hier engagieren. Der DRK-Kreisverband ermöglicht entsprechende Aus- und Fortbildungen. Informationen auf: www.drk-rems-murr.de/jrk, jrk@drk-rems-murr.de / und bei Philip.falliano@drk-rems-murr.de sowie unter 0 71 51 / 20 02-24.

Endlich wieder Druckverband, stabile Seitenlage und nette Gespräche: Im März treffen sich in vielen Städten und Gemeinden im Kreis wieder Jugendrotkreuz-Gruppen. In den vergangenen zwei Jahren standen die Gruppenleitungen vor der großen Herausforderung, Kinder und Jugendliche in Zeiten regelmäßiger Lockdowns für das Thema Helfen zu begeistern, heißt es in einer Mitteilung des Roten Kreuzes Rems-Murr: Die Gesellschaft und die Hilfsorganisationen benötigen die Retter von morgen.

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