Rems-Murr-Kreis

S-Bahn-Chaos am ersten Praktikumstag: Maximilian Schöbel aus Schorndorf erzählt

SymbolfotoSBahn
S-Bahnen am Bahnhof Schorndorf. © Gaby Schneider

Eigentlich wollte er überpünktlich sein und brach entsprechend früh auf - aber dann landete Maximilian Schöbel auf dem Weg zu seinem ersten Praktikumstag beim Zeitungsverlag Waiblingen voll im ganz normalen Pendlerwahnsinn auf dem Bahnhof Schorndorf. Dies sind seine Erfahrungen ...

Anzeigetafel und Lautsprecher-Durchsage: Info-Wirren

„Information zu S 2 nach Filderstadt, Abfahrt 08:18, heute circa 10 Minuten später“, schallt aus dem Lautsprecher. Die Anzeige an Gleis 14 (der Verlängerung von Gleis 1) des Schorndorfer Bahnhofs wechselt derweil von „in 7 Minuten“ auf „in 17 Minuten“.

Um an meinem ersten Praktikumstag beim ZVW nicht zu spät zu kommen, möchte ich eine Bahn früher als nötig fahren. Da die S-Bahnen unter der Woche im Viertelstundentakt fahren, steht normalerweise an Gleis 1 sowie an Gleis 14 eine Bahn. Heute sind beide Gleise leer. Am Gleis gegenüber steht der Metropolexpress nach Stuttgart. Er steht nun auch schon zehn Minuten am Gleis. Ob es mir wohl noch hinüber reicht, bevor er losfährt? Hektisch laufen zwei Frauen entlang des Metropolexpresses, dieselbe Idee verfolgend wie ich. Doch weder sie noch ich passen in den vollen Zug.

Die Anzeige der S-Bahn auf Gleis 14 ist mittlerweile um weitere fünf Minuten gestiegen. Langsam werde ich nervös. Um 9 Uhr muss ich an meinem Praktikumsplatz sein. Aktuell liegen sechs Minuten zwischen der Ankunft in Waiblingen und der verabredeten Zeit beim ZVW.

Jubel brandet auf: Es tut sich was

Plötzlich ertönt großer Jubel vom gegenüberliegenden Gleis. Eine Grundschulklasse feiert die Einfahrt des verspäteten Regionalzugs in Richtung Aalen.

Sie gehören mit ihrer guten Laune zur Minderheit am Bahnhof. „Immer das Gleiche hier“, vernehme ich aus dem Telefonat einer Frau.

„Gleis 1, Einfahrt S 2 von Filderstadt. Ankunft ursprünglich 8.10 Uhr. Vorsicht bei der Einfahrt“. Sie kommt zwar nicht wie am Bahnsteig und in der VVS-App angezeigt auf Gleis 14, aber Hauptsache eine S-Bahn – sie ist eine Minute früher dran, als die folgende Bahn gekommen wäre. Diese fällt aus.

In der VVS-App lese ich nun die Abfahrt 8.36. Das sind noch vier Minuten. Aus dem Lautsprecher der S-Bahn erklingt leise und unverständlich die Stimme des Schaffners. „Versteht das hier irgendjemand?“, ruft ein Mann durch den Waggon.

Die Remsbahn und der ZVW: Eine Story nimmt Gestalt an

Eine einsteigende Frau mit Fahrrad wiederholt die Durchsage des Lautsprechers am Bahnhof: Die 9.03-Bahn werde ebenfalls ausfallen. Mein Blick senkt sich auf meine aktualisierte VVS-App. Die verspätete 8.18-Bahn ist auf dem Display verschwunden. Als nächste Verbindung wird die S-Bahn um 8.48 angezeigt. Mit einer Verspätung von zwölf Minuten. Längst habe ich meine Praktikumsstelle informiert, dass ich mich um unbestimmte Zeit verspäten würde. (Das hätte übrigens auch bei einer Anreise aus Richtung Winnenden passieren können ...)

Aus heiterem Himmel erklingt der Piepton der sich schließenden Türen. Wir fahren. Vier Minuten später als planmäßig – und acht Minuten früher, als in der App beschrieben. Der Bildschirm in der Bahn zeigt derweil weiterhin die Uhrzeiten der 8.18-Bahn an. So kann ich beobachten, wann ich planmäßig angekommen wäre.

Statt um 8.39 Uhr überpünktlich und gemütlich in Richtung ZVW-Gebäude zu spazieren, eile ich nun verspätet um 9.16 Uhr mit schnellen Schritten. Nun kann mein Praktikum beginnen. Die erste Geschichte bringe ich bereits mit.

Eigentlich wollte er überpünktlich sein und brach entsprechend früh auf - aber dann landete Maximilian Schöbel auf dem Weg zu seinem ersten Praktikumstag beim Zeitungsverlag Waiblingen voll im ganz normalen Pendlerwahnsinn auf dem Bahnhof Schorndorf. Dies sind seine Erfahrungen ...

Anzeigetafel und Lautsprecher-Durchsage: Info-Wirren

„Information zu S 2 nach Filderstadt, Abfahrt 08:18, heute circa 10 Minuten später“, schallt aus dem Lautsprecher. Die Anzeige an Gleis 14 (der

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