Rems-Murr-Kreis

Schutz-Pläne gegen Starkregen: Es tut sich was in Leutenbach und längs der Rems

Regen
Starkregen ist unberechenbar und kann zu Überschwemmungen führen. © Gabriel Habermann

Im Landesvergleich sind sie hintendran - aber auch bei den Städten und Dörfern direkt an der Rems tut sich mittlerweile etwas in Sachen Starkregen-Management. Und die Gemeinde Leutenbach arbeitet ebenfalls an einem Konzept. Für das große interkommunale Projekt und das kleinere Vorhaben in Leutenbach gibt es insgesamt mehrere Hunderttausend Euro Zuschuss vom Land.

Verspätung: Die Rems-Murr-Kommunen im Landesvergleich

Seit 2017 übernimmt das Land 70 Prozent der Kosten, wenn eine Kommune oder auch ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden eine Risiko-Kartierung erstellen will, um Gebiete zu identifizieren, die bei einem Starkregen besonders überschwemmungsgefährdet sein könnten.

Unlängst hat das Land eine Zwischenbilanz vorgelegt, wie stark das Zuschuss-Angebot in den ersten fünf Jahren nachgefragt wurde (wir berichteten). Dabei ergab sich, dass bis Ende 2021 die Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis deutlich hinterherhinkten. Nur Weinstadt und das Team Backnang/Oppenweiler hatten laut einer Auflistung des baden-württembergischen Umweltministeriums die Fördermittel bereits abgerufen. In anderen Landkreisen, zum Beispiel Heilbronn, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen und Hohenlohe, hatten manche Kommunen hingegen bereits 2017 Zuschüsse abgegriffen und die Risikoanalyse in Sachen Starkregen in Angriff genommen.

Gute Nachrichten aus Leutenbach und den Rems-Kommunen

Der Leutenbacher Bürgermeister Jürgen Kiesl weist nun allerdings auf Folgendes hin: „Die Gesamtbotschaft“, dass die Rems-Murr-Kommunen bei diesem Thema nicht gerade Avantgarde sind, sei zwar „sicher nicht falsch“ – aber seine Gemeinde habe immerhin im Jahr 2021 die Fördermittel für eine entsprechende, 52 000 Euro teure Untersuchung beantragt; und mittlerweile auch vom Land die 70-Prozent-Zusage erhalten.

Auch die im Wasserverband Rems zusammengeschlossenen Kommunen längs des Flusses hätten mittlerweile ein Programm „aufgegleist“, teilt der Remshaldener Bürgermeister Reinhard Molt mit. Man sei zur Überzeugung gekommen, dass es sinnvoll sei, das Starkregen-Management „interkommunal“ zu organisieren, da es ja viele Seitenbäche gebe, die das Gebiet mehrerer Gemeinden durchqueren.

Wenn die gemeinsame „Starkregenrisikoanalyse“ vorliege, „werden dann auf örtlicher Ebene Maßnahmen abgeleitet, die im Extremfall Menschen und Sachwerte schützen sollen“.

Dass es an der Rems im Vergleich zu anderen Landkreisen lange gedauert hat, sei „schon richtig“, räumt auch Molt ein. Aber seit einigen Wochen liege für die Starkregen-Gefahrenkartierung entlang des Flusses ein 70-Prozent-Förderbescheid vom Land vor. Die Maßnahme soll 469 000 Euro kosten. Die Geschäftsführung des Wasserverbands Rems „bereitet derzeit eine EU-weite Ausschreibung vor“.

„Definitiv, es läuft“, versichert auch Sven Müller, Bürgermeister von Winterbach und Vorsitzender des Wasserverbands Rems: „Wir sind dran.“

Im Landesvergleich sind sie hintendran - aber auch bei den Städten und Dörfern direkt an der Rems tut sich mittlerweile etwas in Sachen Starkregen-Management. Und die Gemeinde Leutenbach arbeitet ebenfalls an einem Konzept. Für das große interkommunale Projekt und das kleinere Vorhaben in Leutenbach gibt es insgesamt mehrere Hunderttausend Euro Zuschuss vom Land.

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Seit 2017 übernimmt das Land 70 Prozent der Kosten, wenn

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