Rems-Murr-Kreis

So funktioniert die wissenschaftliche Begleitung beim Konzert von Andrea Berg

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Wie läuft die wissenschaftliche Begleitung beim Konzert von Andrea Berg ab? © ZVW/Gabriel Habermann

Der Landkreis Rems-Murr begleitet das Modellvorhaben mit einer wissenschaftlichen Studie (wir berichteten). Projektleiterin vom Landkreis ist Anika Fritz. Sie wird die Ergebnisse in ein paar Wochen von Dr. Beate Kegler, die den wissenschaftlichen Aspekt mit ihren Kollegen beleuchtet, vorgelegt bekommen.

Was genau untersucht das Forschungsteam?

„Wir sind als Forschungsteam für die Konzerte von Andrea Berg gebucht und werden exemplarisch die beiden Konzerte am 16. und 17. Juli persönlich beobachten und untersuchen, die Befragung erfolgt aber für alle vier Abende“, stellt Dr. Beate Kegler dar. Sie und ihr Team werden beim Heimspiel untersuchen, wie die Besucher die unterschiedlichen Sicherheitsmaßnahmen wahrnehmen und wie sie sich dabei fühlen.

Wie die Konzertteilnehmer bei der Evaluation des Modellvorhabens mitmachen können, und was genau erforscht werden soll, erläutert Dr. Beate Kegler: „Jeder wird gebeten, sich an der Auswertung des Modellvorhabens zu beteiligen - denn nur so erhalten wir einen guten Überblick über den Erfolg des Modellvorhabens. Es geht ja nicht nur um die Überprüfung der ordnungsgemäßen Durchführung des Hygienekonzepts und die Einhaltung und Akzeptanz der Maßnahmen, sondern vor allem darum, durch dieses Modellvorhaben zu lernen, wie Großveranstaltungen auch in Pandemiezeiten sicher durchgeführt werden können, aber gleichzeitig auch ein umfassendes Kulturerlebnis für alle Besucher ermöglichen können.“

Die Ergebnisse werden nach diesen Konzerten in die Planung anderer Kulturveranstaltungen einfließen können und dienen damit allen, die schon so lange darauf verzichten mussten, selbst künstlerisch und kulturell aktiv zu sein. Kegler: „Bereits im Eingangsbereich erhält jeder Besucher der vier Andrea-Berg-Konzerte einen Info-Flyer mit einem QR-Code und der Bitte, diesen nach dem Konzerterlebnis einzuscannen. Über den QR-Code gelangt man zu einem Online-Fragebogen, der sich in rund fünf bis zehn Minuten ausfüllen lässt.“

Fragen zum allgemeinen Konzertablauf, zum Hygienekonzept, zum Sicherheitsempfinden werden da beispielsweise gestellt. Ebenso können Optimierungswünsche und -ideen geäußert werden. Zusätzlich werden mit einigen Menschen anlassbezogen kleine Kurzinterviews geführt, anonym und freiwillig. „Es geht hier darum, besondere Situationen noch einmal von den Zuschauern reflektiert zu bekommen. Beispielsweise ob es Situationen oder Orte gibt, in denen sie sich bezogen auf eine Ansteckung unsicher fühlen, oder inwiefern die Hygienemaßnahmen den Konzertgenuss beeinträchtigen oder aber auch erhöhen“, so die Wissenschaftlerin.

Es werden zwar ähnliche Fragen sein wie im Fragebogen, allerdings geben diese kleinen Gespräche anders als die Online-Befragung die Möglichkeit, sehr viel differenzierter zu antworten. Oder wissenschaftlich formuliert: Hier ergänzt die qualitative Befragung die quantitative und ermöglicht themenspezifische Tiefenbohrungen. Laut Kegler wird darüber hinaus ein Beobachter-Team die Umsetzung der Hygienemaßnahmen, die Akzeptanz und Einhaltung durch die Gäste und den Umgang miteinander im Hinblick auf diese besondere Situation in Augenschein nehmen. Es gehe dabei in erster Linie um die Einschätzung, wie sich Konzertgenuss und Sicherheit gleichermaßen garantieren lassen.

Die Endfassung der Studie ist Ende September zu erwarten

„Die Beobachtungen werden nicht personenbezogen, sondern als allgemeine Phänomene notiert und später ausgewertet“, betont Kegler. Sie ergänzen also die Ergebnisse der Online-Umfrage. „Wir sind zusätzlich mit einem eigenen Stand im Eingangsbereich der Arena präsent, so dass man sich gern an uns wenden kann, wenn man Ideen, Anmerkungen, Kritik oder Sonstiges an uns weitergeben möchte. Diese qualitativen Forschungsansätze – Interviews/Gespräche und Beobachtungen – werden ebenso für die Studie analysiert wie die quantitativen Daten aus der Befragung, um so ein umfassendes Bild zu erhalten und die jeweiligen zentralen Ergebnisse miteinander abzugleichen.

„In Beobachtungen fließt stets ein persönliches Empfinden mit ein“, gibt die Wissenschaftlerin zu. „Da wir mit einem Team von fünf Forschenden anreisen und vor Ort durch einige Hilfskräfte unterstützt werden, werden wir die Gelegenheit haben, hier in der Bandbreite unterschiedlichen persönlichen Empfindens einen guten Abgleich zu finden.“ Was sich durch die wissenschaftliche Begleitung ergeben wird, darauf ist Beate Kegler selbst gespannt. Die Studie geht nach der Fertigstellung an den Landkreis. Ein Zwischenstand wird Ende August vorliegen, die Endfassung Ende September.

Der Landkreis Rems-Murr begleitet das Modellvorhaben mit einer wissenschaftlichen Studie (wir berichteten). Projektleiterin vom Landkreis ist Anika Fritz. Sie wird die Ergebnisse in ein paar Wochen von Dr. Beate Kegler, die den wissenschaftlichen Aspekt mit ihren Kollegen beleuchtet, vorgelegt bekommen.

Was genau untersucht das Forschungsteam?

„Wir sind als Forschungsteam für die Konzerte von Andrea Berg gebucht und werden exemplarisch die beiden Konzerte am 16. und 17. Juli

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