Rems-Murr-Kreis

So viel Kokain wie noch nie in BW: Über 300 Kilo Drogen in Urbach sichergestellt

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336 Kilo Kokain: Polizeibeamte wurden in einer Urbacher Bananenreiferei fündig. © Landeskriminalamt

Polizeibeamte haben in einer Bananenreiferei in Urbach die bisher größte je in Baden-Württemberg sichergestellte Kokainmenge gefunden: 336 Kilogramm waren in einem Container voller Bananenkartons versteckt. Das Landeskriminalamt gibt das aktuell in einer Pressemitteilung bekannt. Der Erfolg der Polizei war allerdings schon Ende Januar gewesen. Laut Pressestelle des Landeskriminalamts war das Rauschgift in Ein-Kilo-Pakete abgepackt und in den Kartons zwischen den unreifen Bananen verstaut worden.

Kein Mitarbeiter der Bananenreiferei war an dem Drogendeal beteiligt

Der Leiter der Pressestelle des Landeskriminalamts, David Fritsch, betont, dass er ausschließen kann, dass ein Mitarbeiter der Bananenreiferei an dem Kokain-Deal beteiligt ist. Der Vorgang bei solchen großen Drogenverschiffungen sei letztlich immer ähnlich: Die Drogen würden im Versandhafen, verpackt in Exportgütern wie Kaffee, Tee oder eben Bananen, in Containerschiffe geladen und gingen auf See zum Zielhafen. In diesem Fall stammte das Obst aus Zentralamerika und der Zielhafen war Vlissingen in den Niederlanden. Dieser Hafen sei ein bedeutender Umschlagplatz für Bananen, die anschließend an verschiedene Zielorte in Nordeuropa verteilt werden.

Die Bananen mit den Drogen kamen aus Vlissingen in den Niederlanden nach Urbach

In Vlissingen wurde die Bananenladung inklusive Kokain vom Schiff geholt und weitertransportiert. Das Zwischenlager war in diesem Fall die Reiferei in Urbach. Dort stand der Container und sollte wieder abgeholt werden. Er wäre, sagt David Fritsch, außerhalb von Baden-Württemberg gelandet. Diesmal seien die Polizeibeamten jedoch schneller gewesen. Genauere Angaben kann er noch nicht machen. Es werde noch ermittelt.

Damit der Empfänger des Kokain-Bananencontainers auch den richtigen in Urbach hätte abholen können, sei der Container, so Fritsch, markiert gewesen.

Das Kokain hat einen Straßenverkaufswert von weit über 20 Millionen Euro

Die 336 Kilo Kokain haben einen Straßenverkaufswert von weit über 20 Millionen Euro. Die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Landeskriminalamts und des Zollfahndungsamts Stuttgart hat die Drogen beschlagnahmt. Das Kokain wird bis zum Ende der Ermittlungen und der sich daran anschließenden Gerichtsverfahren zwischengelagert. Am Ende des Verfahrens werde das Kokain, so Fritsch, in einer Müllverbrennungsanlage unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen verbrannt.

Polizeibeamte haben in einer Bananenreiferei in Urbach die bisher größte je in Baden-Württemberg sichergestellte Kokainmenge gefunden: 336 Kilogramm waren in einem Container voller Bananenkartons versteckt. Das Landeskriminalamt gibt das aktuell in einer Pressemitteilung bekannt. Der Erfolg der Polizei war allerdings schon Ende Januar gewesen. Laut Pressestelle des Landeskriminalamts war das Rauschgift in Ein-Kilo-Pakete abgepackt und in den Kartons zwischen den unreifen Bananen verstaut

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