Rems-Murr-Kreis

So viel wurde im Rems-Murr-Kreis letztes Jahr getrunken

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Wenn die Corona-Zahlen sinken, könnte die Außengastronomie wieder öffnen. (Symbolfoto). © ZVW/Hardy Zürn

Waiblingen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat errechnet: 430 000 Hektoliter Bier wurden im Kreis im letzten Jahr vertilgt - und das nicht nur wegen WM und Rekordsommer. Ein Großteil davon stammt aus der Region.

Hier ist Hopfen und Malz mitnichten verloren: Im Rems-Murr-Kreis wurden im vergangenen Jahr rund 430.000 Hektoliter Bier getrunken – ein Großteil davon aus regionalen Brauereien. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) errechnet. Sie geht dabei von einem Pro-Kopf-Verbrauch von 101 Litern pro Jahr aus.

„Bier ist nach wie vor ein Lieblingsgetränk in der Region. Die Brauer im Ländle verzeichnen gute Umsätze – und das nicht nur wegen des Rekordsommers und der Fußball-WM. Davon sollen jetzt die Beschäftigten profitieren“, sagt Gewerkschafter Hartmut Zacher. Für die rund 2.000 Mitarbeiter in den baden-württembergischen Brauereien fordert die NGG in der laufenden Tarifrunde ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent.

Der Bierkonsum im Ländle steigt

„Von Branchengrößen wie Stuttgarter Hofbräu, Rothaus oder Dinkelacker-Schwabenbräu bis hin zur Hausbrauerei vor Ort – die Betriebe machen gute Geschäfte“, betont der Geschäftsführer der NGG Stuttgart. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzte die Branche in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 6,5 Millionen Hektoliter Bier ab. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Hinzu kommt der wachsende Markt mit alkoholfreien Sorten, die in der Bilanz nicht enthalten sind“, erklärt Zacher.

„Doch wo die Kassen klingeln, muss für die Mitarbeiter mehr drin sein. Die Beschäftigten klagen schon lange über eine steigende Arbeitsbelastung.“ Die Jobs in der Brauerei seien mittlerweile hoch technisiert und setzten immer höhere Anforderungen voraus. Das müsse sich für die Beschäftigten auszahlen. „Andernfalls wird es für Braumeister zunehmend schwerer, Azubis und Fachkräfte zu gewinnen.“

Nach ersten Gesprächen gehen die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern am 3. April in die nächste Runde.