Rems-Murr-Kreis

Tipps: So kann man beim Einkaufen und Tanken trotz steigender Preise Geld sparen

Erdbeeren
Bei saisonalen Produkten lohnt der Einkauf auf dem Wochenmarkt. © Gabriel Habermann

Ob im Supermarkt oder an der Tankstelle: Das Leben wird immer teurer. Die Inflation lässt die Preise seit Monaten steigen und durch den Ukraine-Krieg sind vor allem Benzin- und Gaspreise noch einmal nach oben geschnellt. Die hohen Energiekosten wirken sich wiederum nicht nur auf Heiz- oder Stromkosten für jeden Einzelnen aus, sondern lassen auch fast alle anderen Produkte wie zum Beispiel Lebensmittel teurer werden, weil für deren Herstellung und den Transport ebenfalls Energie benötigt wird. Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht, im Gegenteil: „Die Lebensmittelpreise werden weiter steigen“, prophezeit Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Sparen wird deshalb immer wichtiger. Ein paar Tipps, wie sich die steigenden Kosten abfedern lassen.

Einkaufen: Regional, saisonal und vorausschauend

Nach der Arbeit noch schnell im Supermarkt vorbeigehen und sich vom Angebot in den Regalen inspirieren lassen? Keine gute Idee, zumindest nicht, wenn man sparen will. Wer ziellos und womöglich sogar hungrig durch den Laden schlendert, kauft meist mehr und greift zu Produkten, die nicht unbedingt gebraucht werden. Besser ist es, sich einen Einkaufszettel zu schreiben und die Reihen systematisch abzulaufen. Vor allem bei Obst und Gemüse zu den Sorten greifen, die gerade Saison haben. Was gerade reichlich vorhanden ist, ist in der Regel günstiger. Das gilt jetzt erst recht, da alles, was weit transportiert werden muss, wegen der hohen Energiekosten eher noch teurer wird. Vor allem bei regionalen und saisonalen Produkten lohnt es sich auch oft, auf Wochenmärkten einzukaufen.

Kochen: Planen und Reste verwerten

Genau wie beim Einkaufen gilt: Am besten vorausschauend planen, was in den nächsten Tagen auf den Tisch kommt. So kauft man genau das, was wirklich benötigt wird und kann vielleicht sogar gezielt von einem günstigen Angebot profitieren. Fast alle Lebensmittel werden zurzeit teurer, besonders von Preissteigerungen betroffen sind unter anderem aber Fleisch und Wurst.

Es lohnt sich also, auch mal günstigere Grundnahrungsmittel wie zum Beispiel Reis oder Kartoffeln in den Mittelpunkt der Mahlzeit zu stellen. Reste unbedingt wiederverwerten statt wegwerfen. Ideen dafür, wie das richtig lecker wird, finden sich im Internet oder in Apps, falls man selbst nicht so kreativ ist.

Angebote: Genau informieren lohnt sich

Gezielt Angebote zu nutzen lohnt sich. Auch dafür ist eine gute Planung das A und O. Bei allen Supermarktketten kann man sich online oder in Prospekten über aktuelle und kommende Schnäppchen informieren. Schilder, die im Markt auf günstige Preise hinweisen, sind allerdings nicht immer wirklich ein Schnäppchen. Grundsätzlich kommt man häufig mit den Eigenmarken der Supermarktketten preislich gut weg, allerdings muss man sich dafür in der Regel etwas tiefer bücken, weil die günstigen Produkte häufig unten im Regal stehen. Bis zu 50 Prozent Einsparpotenzial verspricht beispielsweise die App „Too Good To Go“ (wir berichteten). Lebensmittelgeschäfte, Restaurants und Cafés können dort Angebote einstellen und Lebensmittel günstig abgeben, die sie sonst nicht mehr verkaufen können.

Strom: Im Alltag liegt viel Sparpotenzial

Grundsätzlich lohnt es sich, die Preise verschiedener Stromanbieter zu vergleichen. Vor allem, wer noch nie oder vor längerer Zeit zuletzt gewechselt hat, kann so oft ordentlich sparen. Aber auch wer bereits einen günstigen Tarif hat oder nicht wechseln möchte, kann im Alltag viel Strom und damit Kosten einsparen. Kochen sollte man beispielsweise stets mit Deckeln auf den Töpfen und die Restwärme von Herd und Ofen nutzen.

Wäsche nach Möglichkeit nicht im Trockner, sondern an der Luft trocknen lassen und sowohl bei Spül- als auch Waschmaschine die Ökoprogramme nutzen. Viele weitere Tipps hat das Landratsamt unter www.rems-murr-kreis.de/bauen-umwelt-und-verkehr/umweltschutz/klimaschutz-portal/energieeffizienz zusammengestellt. Dort findet man auch die Möglichkeit für einen Online-Stromcheck und eine Übersicht über sparsame Haushaltsgeräte.

Verkehr: Günstig tanken und das Auto mal stehenlassen

Tanken ist teuer wie nie. Da lohnt es sich, sich vor jeder Fahrt zu fragen, ob man wirklich das Auto nehmen muss. Für kürzere Strecken ist das Fahrrad eine gute Alternative, erst recht jetzt in der warmen Jahreszeit. Auch öffentliche Verkehrsmittel können beim Sparen helfen, besonders überlegenswert ist das ab Juni, wenn es das 9-Euro-Ticket zu kaufen gibt. Wer nicht aufs Auto verzichten kann oder will, kann sich über die aktuellen Spritpreise online oder in verschiedenen Vergleichsapps informieren. Grundsätzlich ist es in der Regel abends billiger als morgens. Laut ADAC kann man am günstigsten zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr tanken. Auch ein vorausschauender Fahrstil mit frühem Hochschalten und wenig Bremsen hilft Sprit zu sparen, damit man seltener tanken muss.

Verträge und Gebühren: Status quo überprüfen

Es lohnt sich nicht nur, die Preise der Stromanbieter oder der Tankstellen zu vergleichen. Auch beim Telefon- oder Mobilfunkanbieter kann ein Wechsel Geld sparen. Gleiches gilt für Versicherungen und sogar bei der Bank: Viele Banken verlangen Kontogebühren, es gibt aber auch nach wie vor kostenlose Girokonten.

Ob im Supermarkt oder an der Tankstelle: Das Leben wird immer teurer. Die Inflation lässt die Preise seit Monaten steigen und durch den Ukraine-Krieg sind vor allem Benzin- und Gaspreise noch einmal nach oben geschnellt. Die hohen Energiekosten wirken sich wiederum nicht nur auf Heiz- oder Stromkosten für jeden Einzelnen aus, sondern lassen auch fast alle anderen Produkte wie zum Beispiel Lebensmittel teurer werden, weil für deren Herstellung und den Transport ebenfalls Energie benötigt

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