Rems-Murr-Kreis

Urlaubsmesse CMT präsentiert Rems-Murr-Sehnsuchtsorte mit Potenzial

CMT
Auf der CMT in Halle 6 zu finden: Sämtliche Infos zum Schwäbischen Wald und ein echter Vertreter der Limes-Cicerones. © Benjamin Büttner

Solch ein Gewusel wie am ersten Tag der CMT wird man im magischen Dreieck rund um Großerlach, auf den Feenspuren im Welzheimer Wald oder im Murrhardter Felsenmeer kaum vorfinden. Tatsächlich sehnt man sich inmitten des Trubels auf der Stuttgarter Messe genau dorthin, wofür sie mit Charme die Werbetrommel schlagen: in den Schwäbischen Wald. Dort kann der Mensch durchatmen, sich wandernd besinnen, an Bachläufen vorbeistreifend das Kind in sich entdecken, auf Trab kommen, gesunden.

Zuerst aber CMT. Ein bisschen bezeichnend ist es schon, dass am Morgen des Eröffnungstages eine Blechlawine aufs Messegelände zurollt, während sie drinnen die letzten Vorbereitungen treffen, um dem urlaubswilligen Publikum den jeweils allerneuesten Schrei zu präsentieren, dem man mit Wanderschuhen an den Füßen oder einem Fahrradsattel unterm Hintern folgen kann. Alle scheinen die Coronazeit genutzt zu haben, um ihre Wanderwege in Premiumzustand zu bringen, die Schönheiten ihrer Gegenden in Szene zu setzen: Die Konkurrenz ist groß.

Konkurrenz der Regionen – und mittendrin der Schwäbische Wald

Der Schwäbische Wald hält locker mit, das weiß jeder, der schon mal dort war, und wer noch nicht dort war, ist selber schuld. Welche Neuheiten sie dort auf den Weg gebracht haben, konnte man bei der Schwäbische-Wald-Pressekonferenz diesen Samstag nur erfahren, sofern man sich zuvor einen Mini-Lautsprecher vors Ohr geklemmt hatte. Viele Menschen verursachen viele Geräusche, doch mit Hilfe des Ohrgestecks waren Landrat Dr. Richard Sigel, Dr. Martina Spichal-Mößner, Wirtschaftsförderin in Rudersberg, sowie die Rathauschefs von Allmersbach im Tal, Berglen und Murrhardt gut zu hören.

Ihre Botschaft: Kommt zu uns, bei uns ist es schön. Wo genau es wie schön ist, zu welchem Anlass sich Besucherinnen und Besucher sagen wir mal nach Berglen oder Murrhardt oder Rudersberg aufmachen könnten und vor allem, wo sie die nötigen Infos, Karten, Routenvorschläge und Gaststättenadressen finden, darum ging’s unter anderem bei der Pressekonferenz.

Rudersberg: zwei neue Wanderwege in Premiumqualität

Prominent vertreten: Die Gemeinde Rudersberg, denn sie wartet in diesem Jahr mit zwei neuen Wanderwegen auf, welche die Wanderweg-Reihe namens „Feenspuren“ ergänzen werden. Dahinter steckt mehr als ein pfiffiger Name, denn die Auszeichnung „Premiumwanderweg“ erhält nur, wer sich Mühe macht: Von „sagenhafter Wegbeschaffenheit“, „vielfältigen Landschaftsbildern“ und nicht zuletzt „hervorragender Ausschilderung“ schwärmte Martina Spichal-Mößner. Noch allerdings ist es nicht ganz so weit: Erst im Lauf des Frühjahrs oder im Sommer wird Rudersberg die neuen „Feenspuren“ in Betrieb nehmen können.

Mehr als 700 Wanderwege und Radrouten

Den bereits bestehenden „Feenspuren“ hat der Tourismusverein Schwäbischer Wald eine eigene Gästezeitschrift gewidmet. Der Drei-Schluchten-Premiumweg in Welzheim, gut 13 Kilometer lang und mit fast 600 zu überwindenden Höhenmetern durchaus anspruchsvoll, ist dort im Detail beschrieben. Oder der „Sagenhafte Femelwald“ in Sulzbach an der Murr. Sieben Premiumwege umfasst die Feenspuren-Reihe mittlerweile, doch hat Landrat Sigel noch weitaus beeindruckendere Zahlen zu verkünden: Im digitalen Tourenportal Q-vadis sind mehr als 700 Wanderwege und Radrouten sowie sage und schreibe gut 3000 POIs zu finden. POI steht für "points of interest", oder einfacher: Sehenswürdigkeiten.

Eine Reihe von Sehenswürdigkeiten sind selbst in der flächenmäßig kleinsten Kommune des Rems-Murr-Kreises zu finden. Patrizia Rall, Bürgermeisterin in Allmersbach im Tal, verweist auf den Sporterlebnispark, der auf dem Gelände des früheren Fußballplatzes entstanden ist. Dort befindet sich unter anderem ein frei zugänglicher Kletterblock, und selbst Gäste aus Übersee haben schon in einer der sieben Campinghütten übernachtet und über die Umgebung geschwärmt. Dieses Jahr wird die Bürgermeisterin einen Wanderrundweg einweihen, der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen alles bietet, was nötig ist.

Ausstellung, Spazierwege, Museum: Murrhardt in Bestform

Armin Mößner, Bürgermeister in Murrhardt, zählte bei der Pressekonferenz ebenfalls fleißig auf, was seine Kommune zu bieten hat: Neu eingerichtet ist der Malerweg, ein Spazierpfad durch die Stadt. Das Carl-Schweizer-Museum hat eine neue stadtgeschichtliche Abteilung erhalten, die „Wanderwelt Fornsbach“ bietet diverse Ausgangspunkte für unterschiedlich lange Touren. Ebenfalls neu: die Kalanag-Ausstellung mit mehr als 500 Exponaten. Nachgezeichnet wird das Leben des im 20. Jahrhundert weltbekannten Zauberkünstlers Helmut Schreiber alias Kalanag, der in Murrhardt-Fornsbach beigesetzt ist.

Die Gemeinde Berglen hat unter anderem das Kinder-Natur-Erlebnisfest am 1. Mai in Rettersburg zu bieten. Es wird 2023 ganz im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des Rems-Murr-Kreises stehen und aus einem weiteren Grund die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wie Bürgermeister Holger Niederberger sagte: Die neu gewählte Schwabische Waldfee wird in Rettersburg ins Amt eingeführt.

Die Eröffnungsgala der Winterkultur-Tage findet am 27. Januar in Gaildorf statt. Beginn ist um 20 Uhr in der Limpurghalle. Der Eintritt ist frei. Kabarett, Comedy und eine Reihe von Konzerten sind hernach bei den Winterkulturtagen geboten, die bis zum 1. April andauern. Infos gibt’s unter www.winterkulturtage.de.

Jetzt ausgezeichnet: Stromberg-Murrtal-Radweg

Fast wäre ein bedeutender Aspekt zu kurz gekommen bei der Pressekonferenz: Nicht nur wandernd lässt sich der Schwäbische Wald erkunden. Die Radwege sind auch nicht ohne. Fünf von insgesamt 21 ausgezeichneten Landesradfernwegen führen durch den Rems-Murr-Kreis. Fürs Qualitätsmanagement mit Blick auf den Remstal-Radweg und den Stromberg-Murrtal-Radweg zeichnet das Landratsamt verantwortliche. Der Stromberg-Murrtal-Radweg hat vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) nun auch das Vier-Sterne-Siegel erhalten. Ein ehemals als Gefahrenstrecke eingestufter Abschnitt ist jetzt zu einer Radfahr-Trasse ausgebaut.

Solch ein Gewusel wie am ersten Tag der CMT wird man im magischen Dreieck rund um Großerlach, auf den Feenspuren im Welzheimer Wald oder im Murrhardter Felsenmeer kaum vorfinden. Tatsächlich sehnt man sich inmitten des Trubels auf der Stuttgarter Messe genau dorthin, wofür sie mit Charme die Werbetrommel schlagen: in den Schwäbischen Wald. Dort kann der Mensch durchatmen, sich wandernd besinnen, an Bachläufen vorbeistreifend das Kind in sich entdecken, auf Trab kommen,

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