Rems-Murr-Kreis

Verkauf des Rudersberger Fensterbauers Weru: Offene Fragen werden noch nicht beantwortet

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"Weru" und "Unilux" steht auf den Klebestreifen, die den Fensterrahmen noch schützen. Geschäftsführer Stefan Löbich ist für diese beiden Marken des Rudersberger Unternehmens verantwortlich. © Gabriel Habermann

Was wird aus Weru, dem Rudersberger Fenster- und Türenbauer? Am Dienstag, 6. Juli, erschütterte eine Pressemitteilung den Rems-Murr-Kreis: Das Traditionsunternehmen soll nach Dänemark verkauft werden. Der bisherige Eigentümer H.I.G. Capital, eine milliardenschwere US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft, und Dovista, ein Unternehmen, das in Skandinavien, Großbritannien und Irland Fenster aus Holz und Holz/Aluminium vertreibt, sind sich einig. Zustimmen müssen jetzt noch die Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Österreich – ein übliches Vorgehen.

Zusammen mit Weru wird Dovista über 5000 Mitarbeiter haben

Weru, so hieß es in der offiziellen Mitteilung, ermöglicht es Dovista, seine Präsenz „in Deutschland auszuweiten“. Die Weru Group hat zwei Marken, Weru und Unilux. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Rudersberg, dort arbeiten rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 800 außerdem im thüringischen Triptis und in Salmtal in Rheinland-Pfalz. Dovista produziert in Dänemark, Litauen, Norwegen, Polen und Schweden. Insgesamt arbeiten mehr als 4000 Menschen für das Unternehmen.

Kein Statement: Eine Rechtsfrage

Was bedeutet es für die Rudersberger, Teil eines so großen Unternehmens zu werden, das schon neun Marken sein Eigen nennt? Bleibt Rudersberg als Hauptsitz bestehen? Bleiben die zwei Marken Weru und Unilux erhalten? Wie wird der neue Gesellschafter Einfluss nehmen? Und müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen?

Die Fragen, sagt Stefan Löbich, Geschäftsführer von Weru, seien berechtigt. Und dennoch darf er bislang keine Antworten darauf geben. Wettbewerbsrechtliche Gründe, so erklärt er, verbieten ihm das. „Wir wollen gesetzeskonform agieren“ – bis die Wettbewerbsbehörden dem Verkauf zugestimmt haben und alles in trockenen Tüchern ist, wird es aus Rudersberg keine Stellungnahme geben. Im September soll es so weit sein, dann steht Löbich für ein Gespräch zur Verfügung.

Was wird aus Weru, dem Rudersberger Fenster- und Türenbauer? Am Dienstag, 6. Juli, erschütterte eine Pressemitteilung den Rems-Murr-Kreis: Das Traditionsunternehmen soll nach Dänemark verkauft werden. Der bisherige Eigentümer H.I.G. Capital, eine milliardenschwere US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft, und Dovista, ein Unternehmen, das in Skandinavien, Großbritannien und Irland Fenster aus Holz und Holz/Aluminium vertreibt, sind sich einig. Zustimmen müssen jetzt noch die

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