Rems-Murr-Kreis

Vor dem Rathaus Proteste, auf dem Podium aber kein Wort zum Streit über die Teilnahme des AfD-Kandidaten

Kundgebung auf dem Marktplatz in Winnenden
Protest gegen die AfD auf dem Winnender Marktplatz. © Benjamin Büttner

Die Kandidierenden des Wahlkreises Waiblingen haben sich am Donnerstag ein weiteres Mal auf Einladung der Winnender Jugend zu einer Podiumsdiskussion getroffen. Anfang Februar war es die Initiative Friday for Future, jetzt der Jugendgemeinderat in Kooperation mit der Volkshochschule Winnenden. Einziger Unterschied der Gesprächsrunde war, dass sich statt des Linken-Kandidaten Sören Weber der AfD-Bewerber Marc Maier befragen ließ.

Weber hatte eine Teilnahme Seite an Seite mit einem AfD-Politiker verweigert. Seine Ankündigung führte im Vorfeld zu einiger Aufregung und Ankündigungen von Protesten linker Gruppen. Um eine Konfrontation zu vermeiden, verlegten die Veranstalter das Podium aus dem Rathaus ins Internet. So saßen Swantje Sperling (Grüne), Siegfried Lorek (CDU), Julia Goll (FDP), Sybille Mack (SPD) und eben Marc Maier (AfD) vor einem digitalen Endgerät in einem Raum ihrer Wahl.

Zu viel mediale Aufmerksamkeit

VHS-Leiter und Moderator Andreas Frankenhauser betonte zu Beginn, dass er sich „die mediale Aufmerksamkeit so gar nicht gewünscht habe“. Im Verlauf der virtuellen Veranstaltung ist weder die Abwesenheit des Linken-Kandidaten noch die Anwesenheit des AfD-Politikers in irgendeiner Form aufgegriffen worden. Der über zweistündige Meinungsaustausch verlief sehr ruhig, kannte weder Höhen noch Tiefen. Co-Moderatorin des Abends war die Vorsitzende des Jugendgemeinderats, Jil Emilia Weber. Sie stellte eigene Fragen und solche, die Schulklassen zusammengetragen hatten. Themenblöcke waren die Corona-Politik, Schule und Bildung sowie der Umwelt- und Klimaschutz. Unterm Strich war es keine Diskussion, sondern es waren Frage-Antwort-Runden, in denen selten große Meinungsunterschiede zu erkennen waren. Kandidat Maier bot keinerlei Anlass, sich an bekannten AfD-Positionen zu reiben. Der Waiblinger Unternehmer hätte gut als CDU-, FDP- oder eventuell als SPD-Mitglied durchgehen können. Auch von der Grünen-Kandidatin trennten ihn nicht Welten.

Die Kandidierenden des Wahlkreises Waiblingen haben sich am Donnerstag ein weiteres Mal auf Einladung der Winnender Jugend zu einer Podiumsdiskussion getroffen. Anfang Februar war es die Initiative Friday for Future, jetzt der Jugendgemeinderat in Kooperation mit der Volkshochschule Winnenden. Einziger Unterschied der Gesprächsrunde war, dass sich statt des Linken-Kandidaten Sören Weber der AfD-Bewerber Marc Maier befragen ließ.

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Weber hatte eine Teilnahme Seite an Seite mit

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