Rems-Murr-Kreis

"Waldluft ins Herz schütten": Warum "Waldbaden" so gesund ist

Waldbaden
Karl-Josef Hartmann lädt Teilnehmende seiner Kurse ein, sich mit der Kraft des Waldes zu verbinden. © Gabriel Habermann

Über das geführte „Waldbaden“ in eine „andere Welt eintauchen“: Das übten der „Vizepräsident Bildung und Kultur“, Diethard Fohr, sowie der „zertifizierte Kursleiter für Waldbaden und Achtsamkeit im Wald“, Karl-Josef Hartmann vom Turngau Rems-Murr, mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Kurses in einem Wald bei Winnenden.

"Schön, dass wir zusammen in den Wald gehen"

„Karl, leg’ los“, konnte Diethard Fohr sagen, als die Anfahrt über viele Baustellen von Menschen mit Autos und E-Bikes bewältigt war. „Schön, dass wir zusammen in den Wald gehen“, begrüßte Diethard Fohr die Kursteilnehmer. Waldbaden stärke das Immunsystem und die Sinne, und „wir kommen energiegeladen wieder aus dem Wald heraus“.

In den Wald hinein ging es mit Karl-Josef Hartmann an einer „imaginären Garderobe“ vorbei, an der jeder ablegen konnte, was er nicht mit in den Wald hineinnehmen möchte. „Ankommen im Hier und Jetzt“ lautete die erste Aufgabe. „Bewusst in den Wald hineintreten.“

„Einmal durchs linke und einmal durchs rechte Nasenloch tief einatmen und durch den Mund lange wieder aus.“ Mit den richtigen Fingern auf jedem Nasenloch und einem dritten Finger auf der Stirn klappte der Eintritt in den Wald. Karl-Josef Hartmann machte weiter mit seinem „Shinrin Yoku“. Das ist japanisch und bedeutet übersetzt „Baden in der Luft des Waldes“. „Waldbaden“, erklärte Kursleiter Karl-Josef Hartmann in dem Wald bei Winnenden weiter, gebe es „in Japan sogar schon auf Krankenschein“, und zwei Betriebskrankenkassen in Deutschland machten auch schon mit.

Jeder und jede schlendert im eigenen Tempo

„Umweltgeräusche ausblenden“ hieß eine weitere Übung im „Shinrin Yoku“ mit der Ansage „schlendert mal zu diesem Baum, jeder in seinem Tempo“. Die Teilnehmer konnten ihre Laufgeschwindigkeit nicht gleich mindern, also folgte eine zweite Runde an einem extra errichteten Holzkunstwerk vorbei mit einem Reh und einem Tannenbaum.

Gedanken abschalten, die Gerüche des Waldes wahrnehmen, Botenstoffe aus Waldboden, Waldbäumen und aus der Waldluft aufnehmen, um „Killerzellen“ selbst gegen Krebskrankheiten aufzubauen, waren weitere Übungen. Wer wollte, konnte seine Wanderschuhe abseits eines Weges ausziehen, um sich im Wald richtig wohlfühlen und entspannen zu können, als es um die „Verwurzelung und Erdung“ von Menschen im Wald ging. Karl-Josef Hartmann ließ den japanischen Gong erklingen, aus dem Wurzeln aus menschlichen Füßen in die Erde wachsen und in der Vorstellung aus diesen wieder in den menschlichen Körper hineinwachsen sollten.

Sich mit der Kraft des Waldes verbinden

Beim Energieschöpfen ging es mit einer gymnastischen Übung um „Waldluft ins Herz schütten“. Schon der Blick auf etwas Grünes, führte der Kursleiter weiter aus, reiche Menschen, damit sie weniger Medikamente nehmen müssten. Das „Maigrün“ zum Beispiel schenke in jedem Frühling „viel Kraft und Energie“. „Beim Waldbaden lehrt Sie der Wald, ihn als Wohlfühlort, als Kraftquelle und Ruhequelle zu sehen und zu nutzen“, heißt es auf Karl-Josef Hartmanns Homepage: „Den Wald sehen wir mit unseren Augen und versuchen, ihn über unseren Verstand zu begreifen. Das ist alles gut so, aber viel wichtiger ist es, den Wald mit unseren Herzen zu sehen. Wir spüren den Wald intuitiv und sollten uns dabei auf unsere Achtsamkeit konzentrieren. Dadurch verbinden wir uns mit der Kraft des Waldes. Nur mit offenem Herzen gelingt es uns, die Vielfalt des Waldes in Form von Düften, Vogelgesängen, Blätterrauschen, reiner Luft und der Stille in uns aufzunehmen.“

Über das geführte „Waldbaden“ in eine „andere Welt eintauchen“: Das übten der „Vizepräsident Bildung und Kultur“, Diethard Fohr, sowie der „zertifizierte Kursleiter für Waldbaden und Achtsamkeit im Wald“, Karl-Josef Hartmann vom Turngau Rems-Murr, mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Kurses in einem Wald bei Winnenden.

"Schön, dass wir zusammen in den Wald gehen"

„Karl, leg’ los“, konnte Diethard Fohr sagen, als die Anfahrt über viele Baustellen von Menschen mit Autos

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