Rems-Murr-Kreis

Welche Bürgermobile rund um Schorndorf und auf dem Welzheimer Wald noch unterwegs sind

Bürgerbus
Martin Weißert und Hans-Peter Kaiser vom Förderverein Urbacher Kranken- und Altenversorgung im Bürgermobil, das weiterhin verkehrt. © Gabriel Habermann

Die zweite Welle der Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Betrieb der Bürgerbusse und -mobile in der Region aus, mit denen Senioren von Ehrenamtlichen zum Arztbesuch, in den Supermarkt oder zum Kaffeekränzchen transportiert werden.

In Plüderhausen steht das Bürgermobil nach wie vor still

Beim Bürgermobil in Plüderhausen hat sich die Situation seit Ende März nicht mehr geändert. Zu diesem Zeitpunkt fand die letzte Fahrt mit dem BMW statt. Wie es weitergeht, ist im Moment unklar, sagt Karl Mayer vom Krankenpflegeverein Plüderhausen, der das „traurig“ findet. Denn der Bedarf ist nach wie vor da: Senioren würden sich regelmäßig beim Rathaus melden und nachfragen. Und auch er selbst werde immer wieder darauf angesprochen, wann es das Angebot denn wieder gebe. Doch zu viele fallen als ehrenamtliche Fahrer während der Corona-Pandemie aus, weil sie selbst oder Angehörige zur Risikogruppe gehören.

Nach wie vor werden zusätzliche Fahrer benötigt. Interessenten können sich unter der Telefonnummer 0 71 81 / 80 09 11 13 oder per Email an s.raeder@pluederhausen.de bei der Rathaus-Mitarbeiterin Sarah Raeder melden.

Urbach hält den Betrieb weiter aufrecht

In Urbach hat der vor einigen Wochen in dieser Zeitung gestartete Aufruf hingegen Wirkung gezeigt, wie Hans-Peter Kaiser vom Förderverein Urbacher Kranken- und Altenversorgung berichtet. „Der Artikel hat dazu geführt, dass wir zwei neue Fahrer gefunden haben, die zur weniger gefährdeten Altersgruppe gehören. Das hilft uns natürlich.“ Und deshalb sei es auch möglich, den Betrieb weiter aufrechtzuerhalten. Einige der bisherigen Fahrer hätten sich wegen der Pandemie nämlich zurückgezogen – sei es aus Angst vor einer Infektion, bestehenden Vorerkrankungen oder einer gerade generellen Zurückhaltung.

Wobei Kaiser die Ansteckungsgefahr im Bürgermobil für sehr gering hält. Denn zwischen Fahrer und Gast werde der maximale Abstand eingehalten und das Auto habe eine Klimaanlage mit Pollenfiltern. Für viel größer hält er die Gefahr, sich beim Besuch einer Arztpraxis zu infizieren. Und zu 99 Prozent handelt es sich bei den Fahrten des Bürgermobils auch um Praxisbesuche. Einkaufsfahrten werden in Urbach grundsätzlich nicht angeboten, um den Einzelhandel in Urbach-Nord durch Fahrten in die Mitte nicht weiter zu schwächen, so Kaiser.

Der Lockdown macht sich bei den Anmeldungen übrigens bereits bemerkbar. „Seit Montag sind sie schlagartig zurückgegangen“, sagt Kaiser. Wer das Bürgermobil nutzen möchte, muss sich spätestens zwei Tage vorher im Servicebüro des Rathauses anmelden. Buchungen sind möglich von Montag bis Donnerstag.

Rudersberg macht weiterhin Einkausfahrten

In Rudersberg hat man sich bereits im Frühjahr dazu entschieden, aus dem Bürgermobil ein Einkaufsmobil zu machen. Das wird auch während des Lockdowns so bleiben, wie Rose Bürkle von der Diakoniestation Wieslauftal/Welzheimer Wald bestätigt. Das Konzept lässt sich schließlich auch bei steigenden Infektionszahlen ohne Risiko weiterführen. Das Einkaufsmobil verkehrt im Moment zwei- bis dreimal pro Woche. Eine steigende Nachfrage sei in Rudersberg seit Montag zwar nicht zu spüren. „Bei Bedarf könnte es aber auch häufiger unterwegs sein.“ Genügend ehrenamtliche Fahrer stünden zur Verfügung. Das Einkaufsmobil kann telefonisch unter der Telefonnummer0 71 83 / 30 59 919 oder per E-Mail an die Adresse buerkle@diakoniestation-wieslauftal.de von Dienstag bis Freitag gebucht werden.

Bürgerbusse auf dem Welzheimer Wald haben den Betrieb eingestellt

Seit Montag komplett den Betrieb eingestellt haben indes die beiden Bürgerbusse auf dem Welzheimer Wald. Erst im September war nach der coronabedingten Pause der Betrieb wieder aufgenommen worden. Doch angesichts der steigenden Infektionszahlen war für Klaus Hinderer das Risiko zu groß geworden. Denn „man hat einfach Kontakt mit den Fahrgästen.“ Einige bräuchten Unterstützung beim Einsteigen oder Anschnallen. Da komme man sich dann recht nahe. „Leider Gottes“ habe er deshalb in Abstimmung mit den Bürgermeistern auf dem Welzheimer Wald die vorläufige Einstellung des Betriebs beschlossen.

Was gerade für die ländlich geprägten Gemeinden ein herber Verlust ist. Hier war die Nachfrage schließlich besonders groß. Vor der Pandemie waren regelmäßig rund 30 Fahrer unterwegs zwischen Kaisersbach und Walkersbach. „Manchmal sind wir da fast an unsere Grenzen gestoßen.“

Die zweite Welle der Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Betrieb der Bürgerbusse und -mobile in der Region aus, mit denen Senioren von Ehrenamtlichen zum Arztbesuch, in den Supermarkt oder zum Kaffeekränzchen transportiert werden.

In Plüderhausen steht das Bürgermobil nach wie vor still

Beim Bürgermobil in Plüderhausen hat sich die Situation seit Ende März nicht mehr geändert. Zu diesem Zeitpunkt fand die letzte Fahrt mit dem BMW statt. Wie es

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