Rems-Murr-Kreis

Wie IT-Spezialisten aus dem Rems-Murr-Kreis Unternehmen fit für den digitalen Aufbruch machen

ITSpezialist Prisma Elektronik Robin Munkittrick
Robin Munkittrick ist IT-Spezialist bei Prisma Elektronik. Für die Probleme seiner Kunden hat er immer ein offenes Ohr. © Gaby Schneider

Die Home-Office-Verordnung der Bundesregierung hat viele Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt. Damit das Arbeiten von zu Hause aus problemlos funktioniert, setzen Firmen auf das Wissen von IT-Spezialisten. Wir haben zwei Experten gefragt, wie sie Betriebe fit für die Digitalisierung machen.

Robin Munkittrick ist IT-Spezialist bei Prisma Elektronik in Waiblingen. Er unterstützt und betreut Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen bei der Digitalisierung. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Schulen, Arztpraxen und eine Maschinenbau-Firma in Hertmannsweiler.

Bei vielen Firmen hapert es an der digitalen Infrastruktur

Bereits vor Corona hatte Munkittrick dafür gesorgt, dass viele seiner Kunden technisch gut aufgestellt waren. Dadurch war der Übergang zum Home-Office problemlos möglich. Woran es jedoch häufig hapert, ist die digitale Infrastruktur der Firmen. „Was den Netzausbau angeht, wurde die letzten Jahre geschlafen“, sagt der 27-Jährige.

Damit der Betrieb bei seinen Kunden nicht stillsteht, bietet der IT-Spezialist den Unternehmen Alternativen an. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, eine Satellitenschüssel auf dem Firmendach anzubringen. Das Problem dabei ist jedoch, dass häufig neben bereits bestehenden Verträgen zusätzliche Kosten auf Unternehmen zukommen.

Viele sind gerade in der Pandemie nicht bereit, mehr Geld zu investieren, sagt Munkittrick. Er macht seinen Kunden jedoch klar: „Ich bin Techniker. Ich bin an der Umsetzung und Unterstützung interessiert und nicht daran, irgendwelche dubiosen Produkte an den Kunden zu bringen“.

Beim Thema Datensicherheit Schwachstellen erkennen

Als extremen digitalen Wandel bezeichnet Dieter Behr von der Firma L-EDV mit Sitz in Waiblingen die derzeitige Situation in der Pandemie. Behr betreut nicht nur Kunden im Rems-Murr-Kreis, sondern auch in Ludwigsburg, Stuttgart und an einigen Außenstandorten der Kundenniederlassungen in München oder in der Eiffel.

„Als das Home-Office gesetzlich vorgeschrieben wurde, brauchten Kunden plötzlich für ihre Mitarbeiter einen verschlüsselten Zugang (Virtual Private Network) zum Firmen-Netzwerk“, sagt Behr. Hier komme er ins Spiel. Der IT-Experte kümmert sich nicht nur darum, dass der Zugang problemlos funktioniert, sondern er weist seine Kunden auch auf mögliche Gefahrensituationen hin.

Wenn es um die Sicherheit von Daten geht, ist der Mitarbeiter bzw. der Chef die größte Schwachstelle, erklärt er. „Das geht schon mit der ganz banalen Situation des aufgeklappten Laptops in der S-Bahn los. Wer kann dem Mitarbeiter über die Schulter schauen? Welche Daten sind für Dritte sichtbar?“ Hier bietet Behr seinen Kunden Abhilfe durch Sichtschutzprodukte.

Zudem sorgt er dafür, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter für das Thema Sicherheit sensibilisieren. Er erklärt seinen Kunden, worauf es beim Arbeiten mit dem privaten Laptop im Home-Office ankommt. Gerade im Umgang mit sensiblen Daten wie Passwörtern müssen sich Unternehmen auch mit der Frage auseinandersetzen, wer außer dem eigenen Mitarbeiter noch Zugriff auf dessen Gerät hat, sagt Behr.

Auch das beste Antivirenprogramm ist keine Garantie für hundertprozentigen Schutz

Auch Robin Munkittrick sieht im Mitarbeiter das größte Problem für die Datensicherheit. Aus Erfahrung weiß er zu berichten, dass ein Kunde mehrfach die Warnhinweise des Antivirenprogramms ignoriert hat. Die Folge davon: 15 Minuten später waren alle Daten verschlüsselt. Deswegen macht er seinen Kunden bewusst: „Das beste Antivirenprogramm nützt nichts, wenn ein Mitarbeiter einer Phishing-Mail auf den Leim geht.“

Um Unternehmen vor Cyberbedrohungen zu schützen, hilft Robin Munkittrick ihnen, Risikofaktoren zu erkennen. „Kriminelle versuchen häufig über gefälschte Mails gezielt Benutzerpasswörter auszuspähen“, erklärt er.

Ist ein Unternehmen gegen Hackerangriffe völlig machtlos?

Doch was passiert eigentlich, wenn der schlimmste Fall eintritt? Was, wenn ein Hacker es schafft, auf Server zuzugreifen und Daten zu verschlüsseln? Ist dann alles verloren?

Ein Datenverlust kann für Unternehmen unter Umständen sehr teuer werden. Aus diesem Grund bieten sowohl Munkittrick als auch Behr ihren Kunden Back-up-Lösungen an. Die IT-Spezialisten sorgen dafür, dass von den Firmendaten Kopien existieren und extern gespeichert werden. Als besonders bequeme Lösung empfehlen sie ihren Kunden Clouds, denn hier müssen die Kunden sich nicht um die Wartung kümmern, und im schlimmsten Fall können die IT-Spezialisten Daten wiederherstellen.

Mit Ausblick auf die Zukunft sind sich beide Experten einig: Wer jetzt nicht in die Digitalisierung investiert, verliert den Anschluss und wird im Wettbewerb abgehängt.

Die Home-Office-Verordnung der Bundesregierung hat viele Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt. Damit das Arbeiten von zu Hause aus problemlos funktioniert, setzen Firmen auf das Wissen von IT-Spezialisten. Wir haben zwei Experten gefragt, wie sie Betriebe fit für die Digitalisierung machen.

Robin Munkittrick ist IT-Spezialist bei Prisma Elektronik in Waiblingen. Er unterstützt und betreut Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen bei der Digitalisierung. Zu seinen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper