Rems-Murr-Kreis

Wirkt der Teil-Lockdown? - Einschätzungen aus dem Rems-Murr-Kreis und vom Land

neuen Corona-Verordnungen
So trist wird es noch eine ganze Weile aussehen. © Alexandra Palmizi

Die Werte scheinen sich „auf einem hohen Level eingependelt“ zu haben, das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen ist gestoppt: Diese Zwischenbilanz zieht Dr. Peter Zaar nach nun drei Wochen Teil-Lockdown. Laut dem Gesundheitsdezernenten des Rems-Murr-Kreises ist allerdings „der erhoffte Abwärtstrend der Fallzahlen“ noch immer nicht sichtbar, obwohl bereits fast drei Wochen ins Land gegangen sind, seit die verschärften Kontaktbeschränkungen gelten: „Wir blicken daher mit großem Interesse nach Berlin und sind gespannt, wie dort die Lage eingeschätzt wird und wie das weitere Vorgehen aussehen wird.“

Zuwachs hat sich verlangsamt

Das baden-württembergische Sozialministerium spricht unterdessen von einer „leichten Tendenz, dass das Infektionsgeschehen abnimmt“. Es sei noch zu früh, von einer Trendwende zu sprechen, teilt ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage mit. Zumindest habe sich der Zuwachs der Fallzahlen in den vergangenen zwei Wochen verlangsamt: „Ein zumindest vorläufiger Höhepunkt der aktuellen Welle scheint erreicht.“

Es gibt keine fixen Kriterien, wonach beurteilt wird, ob der Teil-Lockdown nun wirkt oder nicht. Nirgends wurden Ziel-Infektionszahlen festgelegt, anhand derer die Entwicklung als Erfolg oder Misserfolg gewertet werden könnte. Die Frage, ob das Land ein klar formuliertes Ziel habe, was die Infektionszahlen zum 30. November angeht, ließ das Ministerium unbeantwortet. Der Sprecher verweist darauf, dass für die Bewertung der Infektionslage nicht nur die Zahl der Neuinfektionen oder die Inzidenz eine Rolle spiele. Die Lage in den Gesundheitsämtern und die Situation in den Kliniken gilt’s ebenfalls in die Beurteilung mit einzubeziehen.

„Lange, harte Wintermonate“

Vor der Presse sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 16. November, vor zwei Wochen sei das Land mit einer Lage konfrontiert gewesen, die sich dramatisch zugespitzt habe. Die Zahl der Intensivpatienten habe sich im Wochentakt verdoppelt: „Unsere Krankenhäuser wären innerhalb kürzester Zeit überlastet gewesen.“ Das sprunghafte Anwachsen der Infektionszahlen konnte ausgebremst werden, aber die Infektionszahlen stagnieren bisher nur.

Wenn sich kein deutlicher Abwärtstrend zeigt, „werden wir um strengere Maßnahmen nicht herumkommen“, kündigte Kretschmann an. Es zeige sich, dass die zweite Welle stärker sei als die erste: „Wir müssen uns auf lange, harte Wintermonate einstellen.“ Zumindest sei ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen, „weil wir auf eine wirksame Impfung hoffen dürfen“, so Winfried Kretschmann weiter: „Wir tun also gut daran, weiter durchzuhalten und unsere Vorsicht und Umsicht noch zu verstärken.“

Kommenden Mittwoch weiß man mehr

Nun blicken alle gespannt auf den kommenden Mittwoch, 25. November. An jenem Tag wird die Bundeskanzlerin erneut mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten. „Inwieweit die Maßnahmen ausreichen, um die Zahl der Neuinfektionen zügig zu senken, ist zurzeit noch nicht präzise vorherzusagen“, hieß es diese Woche. Kommende Woche wolle man „über konkrete Schlussfolgerungen sowie die weitere Perspektive für Dezember und Januar diskutieren und entscheiden“. „Ein Stück Berechenbarkeit und Planbarkeit auch über den Jahreswechsel hinaus“ verspricht Angela Merkel.

Die Werte scheinen sich „auf einem hohen Level eingependelt“ zu haben, das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen ist gestoppt: Diese Zwischenbilanz zieht Dr. Peter Zaar nach nun drei Wochen Teil-Lockdown. Laut dem Gesundheitsdezernenten des Rems-Murr-Kreises ist allerdings „der erhoffte Abwärtstrend der Fallzahlen“ noch immer nicht sichtbar, obwohl bereits fast drei Wochen ins Land gegangen sind, seit die verschärften Kontaktbeschränkungen gelten: „Wir blicken daher mit großem

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