Rems-Murr-Kreis

Zahl der Geflüchteten im Rems-Murr-Kreis steigt stark: Hilfe dringend benötigt

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In der Sporthalle am Beruflichen Schulzentrum in Waiblingen versuchen die Menschen, mit Hilfe von Bettlaken wenigstens ein kleines bisschen Privatsphäre zu schaffen. © Gaby Schneider

Ohne die Unterstützung ehrenamtlich engagierter Menschen wäre das alles nicht möglich: Der Rems-Murr-Kreis muss aktuell außerordentlich viele geflüchtete Menschen aufnehmen. Ein Großteil der Menschen kommt aus der Ukraine, doch auch die Zahl der Asylsuchenden aus Ländern wie Syrien oder der Türkei steigt momentan stark an.

Kommunen im Kreis signalisieren: Belastungsgrenze bald erreicht

Im Herbst kommen, so die Erfahrung aus früheren Jahren, nochmals mehr Menschen in Baden-Württemberg an. Die Landeserstaufnahmeeinrichtungen sind belegt, obwohl das Land die Kapazitäten ausgeweitet hat, weshalb Geflüchtete aus der Ukraine seit kurzem direkt von der Erstaufnahme in die Landkreise weitergeschickt werden.

Zu Beginn der Sommerferien hatte Landrat Richard Sigel noch die Hoffnung geäußert, zum Schuljahresbeginn die Hallen, in welchen Geflüchtete untergekommen sind, wieder für den Schulsport bereitstellen zu können. Angesichts des Zustroms ist es nun anders gekommen, und die Kommunen haben längst signalisiert, dass sie an ihre Belastungsgrenzen kommen.

Im Ankunftszentrum in Waiblingen werden helfende Hände gebraucht

Ob sich der Bund stärker einbringt und für eine gerechtere Verteilung sorgt, wird man sehen, doch bis dahin können weder die Betroffenen selbst noch die für die Unterbringung zuständigen Verwaltungen warten. Die Menschen müssen versorgt werden. Speziell fürs Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Waiblingen sucht die Landkreisverwaltung jetzt dringend weitere ehrenamtlich Engagierte.

„Mögliche Aufgaben des Engagements sind beispielsweise eine Mithilfe in der Kleiderkammer bei der Kleiderausgabe, das Sortieren der gespendeten Kleidung oder die Annahme von Kleider- und Sachspenden“, teilt das Landratsamt mit. Das Engagement sei zeitlich befristet und laut der Mitteilung können alle Ehrenamtlichen, sofern sie das möchten, an Schulungen und Fortbildungen teilnehmen. Zudem werden sie vor Ort von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern unterstützt, verspricht die Behörde.

Ein Spätsommertreff als Dankeschön

Interessenten können sich an Juliane Beckhoff von der Servicestelle Ehrenamt Asyl Rems-Murr der Caritas wenden. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 01 51 /  70 90-12 07 oder per Mail: beckhoff.j@caritas-ludwigsburg-waiblingen-enz.de. Sandra Kreb, Integrationsbeauftragte und Ehrenamtsförderin, steht Interessierten ebenfalls für Auskünfte zur Verfügung. Ihre Telefonnummer: 0 71 51 / 501-14 17. Sandra Krebs Mailadresse lautet s.kreb@rems-murr-kreis.de.

„Ehrenamtliche, die sich für geflüchtete Menschen einsetzen, leisten einen großen Beitrag zur Integrationsarbeit im Rems-Murr-Kreis“, mit diesen Worten drückt das Landratsamt seine Wertschätzung aus, und nicht nur das: Ehrenamtsförderer laden auf Mittwoch, 5. Oktober, Engagierte ins Bürgerhaus Rommelshausen ein. Mit diesem „Spätsommertreff“ möchten sich die Ehrenamtsförderer vom Landratsamt, der Caritas, dem Roten Kreuz und dem Kreisdiakonieverband bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihr außerordentliches und unverzichtbares Engagement bedanken.

Zugleich dient der Treff dazu, über ehrenamtliche Arbeit zu informieren und Ehrenamtlichen eine Plattform zum persönlichen Austausch zu geben. Ferner ist am 5. Oktober ein Podiumsgespräch vorgesehen, bei dem Personen mit Fluchthintergrund über das Thema „Gelingendes Ankommen in Deutschland“ sprechen. Moderiert wird das Gespräch von Monika Miller, Fachleitung Soziale Hilfen bei der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 21. September an Sandra Kreb wenden (Telefonnummer und Mailadresse siehe oben im Text).

Ohne die Unterstützung ehrenamtlich engagierter Menschen wäre das alles nicht möglich: Der Rems-Murr-Kreis muss aktuell außerordentlich viele geflüchtete Menschen aufnehmen. Ein Großteil der Menschen kommt aus der Ukraine, doch auch die Zahl der Asylsuchenden aus Ländern wie Syrien oder der Türkei steigt momentan stark an.

Kommunen im Kreis signalisieren: Belastungsgrenze bald erreicht

Im Herbst kommen, so die Erfahrung aus früheren Jahren, nochmals mehr Menschen in

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