Rems-Murr-Kreis

Zugverkehr im Rems-Murr-Kreis: Geplante Fahrt-Ausfälle gegen das Bahn-Chaos?

Go Ahead
Go-Ahead bedient die Remsbahn. © Benjamin Büttner

„Dass das so nicht weitergehen kann, ist allen klar“, räumt nun auch ein Sprecher des Verkehrsministeriums ein – das Land will die Ärgernisse und Nöte auf Murr- und Remsbahn beseitigen. Zunächst wird das aber womöglich eher auf eine Verschlimmbesserung als auf eine Verbesserung rauslaufen ...

Bestandsaufnahme Remsbahn, Murrbahn: Die Not ist jetzt offiziell

„Manche Fahrgäste werden derzeit auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Aufgrund hoher Krankheitsausfälle, Infrastruktureinschränkungen und hitzebedingter Materialschäden haben die Verkehrsbetriebe im Land damit zu kämpfen, den Fahrplan in der gewohnten Qualität zu bedienen." Wohl wahr - siehe hier. "Erschwerend kommt hinzu, dass aktuell mehr Fahrgäste als üblich unterwegs sind“, sagt Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium. Auch wieder wahr - siehe hier.

Zu den besonders von Störungen gebeutelten Strecken gehören ausdrücklich auch die von Go-Ahead bedienten Remsbahn und Murrbahn – neben Bodenseegürtelbahn, Brenzbahn (Ulm-Aalen), Filstalbahn, Gäubahn (Stuttgart-Singen), Schwarzwaldbahn (Offenburg-Villingen), Rheintalbahn (Karlsruhe-Offenburg-Konstanz) und Südbahn (Ulm-Friedrichshafen).

Kurzfristige Lösung: Zugausfälle demnächst fahrplankonform ...

„Deswegen“, so Frieß weiter, „haben wir kurzfristig gegengesteuert und mit den Verkehrsunternehmen Maßnahmen erarbeitet, um die Engpässe und Störungen in den Griff zu bekommen“: Auf Linien mit hohem Krankenstand wird der Fahrplan – nein, nicht verbessert, sondern „gezielt für zunächst maximal einen Zwei-Wochen-Zeitraum ausgedünnt. So stabilisieren wir den Fahrplan und wirken den unkontrollierten Ausfällen entgegen. Damit wird das Reisen für die Fahrgäste wieder planbarer.“

Mit anderen Worten: Was bislang planlos und überraschend ausfiel, fällt dann künftig im Idealfall planvoll und angekündigt aus.

Mittelfristige Lösung: Mehr Personal im Herbst

Ab Herbst soll es dann wirklich besser werden: Das Land und die Verkehrsunternehmen beginnen schon jetzt, „das Personal bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen aufzustocken. So wird einer möglichen Herbstwelle mit erneut hohen Krankheitsständen vorgebeugt.“

Die reduzierten Fahrpläne werden demnächst in den Bahnhöfen ausgehängt und via Webseiten und Apps kundgetan.

Richtig schön wird es dann aber 2026, 2027 oder auch etwas später - siehe hier ...

„Dass das so nicht weitergehen kann, ist allen klar“, räumt nun auch ein Sprecher des Verkehrsministeriums ein – das Land will die Ärgernisse und Nöte auf Murr- und Remsbahn beseitigen. Zunächst wird das aber womöglich eher auf eine Verschlimmbesserung als auf eine Verbesserung rauslaufen ...

Bestandsaufnahme Remsbahn, Murrbahn: Die Not ist jetzt offiziell

„Manche Fahrgäste werden derzeit auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Aufgrund hoher Krankheitsausfälle,

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