Pandemie

RKI verschärft Empfehlung zu Corona-Mutanten

Furcht vor Coronavirus-Mutanten
Die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Mutanten ist groß: In Hamm riegelte die Polizei nach einem bestätigten Fall mehrere Wohnhäuser ab. Foto: Bernd Thissen/dpa © Bernd Thissen

Berlin (dpa) - Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte.

Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

Am Freitag hatten die Gesundheitsämter dem RKI 9997 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen 24 Stunden 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Freitagmorgen hatte es zunächst Verwirrung um auffallend hohe Werte auf Landkreisebene gegeben. Die Datenseite des RKI wurde dann korrigiert und stand am späteren Vormittag wieder zur Verfügung.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen laut RKI bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch 94,4 betragen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

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