VfB Stuttgart

Ron-Robert Zieler soll für Stabilität sorgen

Fußball Hertha BSC Berlin vs. VfB Stuttgart_0
Torhüter Ron-Robert Zieler will das Vertrauen seines Trainers mit guten Leistungen auf dem Platz zurückzahlen. © Danny Galm

Stuttgart.
Seine Rückkehr auf die große Bundesliga-Bühne hatte sich Ron-Robert Zieler sicherlich anders vorgestellt. Dennoch war der 28-jährige Torhüter nach der 0:2-Niederlage in Berlin mit seiner Leistung nicht unzufrieden: „Ich finde, dass meine Souveränität Stück für Stück zurückkommt“, erklärte Zieler nach dem Spiel gegenüber der Bild. Seinen Ärger über die Niederlage und die beiden Gegentreffer konnte er trotzdem nicht verbergen: „Da wäre mehr drin gewesen." 

„Für Mitch ist es eine Scheißsituation“

Ron-Robert Zieler ist Stuttgarts neue Nummer eins. Der Neuzugang von Leicester City hat sich in der Vorbereitung gegen seinen Konkurrenten Mitch Langerak durchgesetzt. Mit dem Australier kann der Weltmeister von 2014 mitfühlen. „Für Mitch ist es eine Scheißsituation. Aber es kann eben nur einer spielen“, so Zieler in der Bild

Zieler kam nach Stuttgart, um zu spielen. Das hat er geschafft. Er ist der neue Stammkeeper und steht in Pokal und Liga zwischen den Pfosten. Cheftrainer Hannes Wolf vertraut seiner neuen Nummer eins und dieses Vertrauen möchte der Torhüter nun mit guten Leistungen auf dem Platz zurückzahlen.

Zieler soll für Sicherheit und Stabilität sorgen

Wolf erwartet von seinem Keeper Sicherheit und Stabilität. Zieler soll mit seiner Erfahrung von 186 Bundesliga-Spielen und sechs Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft eine wichtige Stütze der jungen Stuttgarter Mannschaft werden. Der erfahrene Torhüter soll vorangehen und auf und neben dem Platz ein Vorbild sein.

Auch der ehemalige Sportvorstand Jan Schindelmeiser, der Zieler von Leicester City zum VfB lotste, bezeichnete den 28-Jährigen bei seiner Vorstellung als "Stabilitätsfaktor, der den jungen Spielern Halt geben kann.“

Undankbares Debüt im VfB-Tor

Gegen die Hertha konnte der Torhüter sein Können kaum unter Beweis stellen. Im ersten Durchgang schossen die Berliner einmal aufs Tor und Zieler packte sicher zu. In Hälfte zwei gab die Hertha zwei Torschüsse ab, die der VfB-Keeper beide ohne Abwehrchance passieren lassen musste. Ein undankbares Debüt.

Dennoch konnte Zieler im Olympiastadion durch sein sicheres Passspiel und seine Präsenz viel Sicherheit und Ruhe ausstrahlen - das tat der jungen Defensive merklich gut. Nach dem Spiel stellte er sich zusammen mit Kapitän Gentner sofort den Reportern und schimpfte: "In der Bundesliga werden einfache Fehler knallhart bestraft. Wir müssen sie abstellen, nicht nur in der Defensive – im ganzen Mannschaftsverbund."

Nationalmannschaft? "Das Thema ist für mich noch nicht abgehakt“

Beim VfB Stuttgart möchte er beweisen, dass er auch aus seiner schwierigen Zeit bei Leicester City, wo er hinter Kasper Schmeichel nur die Nummer zwei war, etwas mitgenommen hat und nichts von seiner früheren Klasse verloren hat. 

Ziel ist es sich mittelfristig auch wieder in den Fokus der Nationalmannschaft zurückzuspielen. "Das Thema ist für mich noch nicht abgehakt - warum auch?", sagte Zieler im Trainingslager in Grassau, betonte aber auch, dass er jetzt „erst mal wieder Schritt für Schritt schauen" müsse. Der Kontakt zu Bundestorwarttrainer Andreas Köpke sei auf jeden Fall nie abgerissen.

Doch eine Rückkehr in die Nationalmannschaft liegt momentan noch in weiter Ferne. Zunächst einmal gilt es in Stuttgart anzukommen und dem jungen Team durch konstant gute Leistungen Halt zu geben.