VfB Stuttgart

„Sag niemals nie – vor allem nicht im Fußball“

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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © Büttner / ZVW
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister: Fußball-Profi Sami Khedira hatte am Montagnachmittag zahlreiche aufmerksame Zuhörer in der Festhalle in Schmiden. © ZVW/Danny Galm
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Ein Heimspiel für den Weltmeister.

Fellbach. Monatelang mussten die Schülerinnen und Schüler auf diesen Augenblick warten. Dementsprechend still und ehrfürchtig empfingen sie den Fußball-Weltmeister Sami Khedira in der Festhalle in Schmiden. Dort hat der Weltmeister von 2014 am Montag ein Bildungsprojekt seiner Stiftung vorgestellt - und wurde anschließend von den Jugendlichen mit Fragen bombardiert.  

Mathe-Nachhilfe statt Bolzplatz: Von April 2017 bis zum Ende des Schuljahres lief an insgesamt vier Schulen im Großraum Stuttgart ein von der Sami-Khedira-Stiftung ins Leben gerufenes Nachhilfe-Programm. Im Fokus standen die Fächer Mathematik und Englisch.

„Bildung ist der wichtigste Schlüssel zum Erfolg“, sagt Sami Khedira, der sich allerdings nicht sicher war, ob die weltmeisterliche Mathe-Nachhilfe bei den Jugendlichen auch gut ankommen wird. „Das Feedback aber war großartig“, freute sich der 31-jährige Fußball-Profi, der aktuell beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin unter Vertrag steht.

Über 120 Jugendliche haben im Schuljahres-Endspurt außerhalb der regulären Unterrichtszeiten gebüffelt, um ihre zuvor selbst gesteckten Ziele zu erreichen. In Zusammenarbeit mit dem Kolping-Bildungswerk und den vier beteiligten Schulen (Hermann-Hesse Realschule in Fellbach-Schmiden, Zollberg-Realschule in Esslingen, evangelische Mörike-Realschule in Stuttgart und Riegelhof-Realschule in Nellingen) wurden die Nachhilfestunden ermöglicht. Um das Finanzielle kümmerte sich Sami Khedira, der in Fellbach-Oeffingen groß wurde und selbst bis zur 8. Klasse auf die Hermann-Hesse-Realschule in Schmiden ging.

„Ich wollte Fußball spielen und jeden Tag zum Training gehen“, berichtete er seinen aufmerksamen Zuhörern, „aber ich durfte erst auf den Bolzplatz gehen, wenn ich meine Hausaufgaben erledigt hatte. Dafür haben meine Eltern gesorgt.“ Der Sohn einer Deutschen und eines Tunesiers wechselte 1995 im Alter von acht Jahren von seinem Jugendverein TV Oeffingen zum VfB Stuttgart.

Khedira über das WM-Aus: "Ein Nackenschlag, eine Delle, aber kein Totalschaden“

Bei den Schwaben durchlief der Mittelfeldspieler alle Nachwuchsmannschaften, wurde als Kapitän Deutscher B- und A-Jugendmeister und feierte 2007 auch mit den Profis die Deutsche Meisterschaft. 2010 folgte der Wechsel zu Real Madrid. In Spanien gewann er eine Meisterschaft (2012), zwei Pokalsiege (2011 und 2014) und 2014 die Champions League. Im gleichen Jahr holte er mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien den WM-Titel, und auch 2018 beim Aus in der Vorrunde war der defensive Mittelfeldspieler mit dabei.

Mit Rückschlägen umzugehen sei nicht nur im Sport von großer Bedeutung, so Khedira: „Ich habe noch nie eine Karriere gesehen, wo es nur steil bergauf geht. Das WM-Aus war ein Nackenschlag, eine Delle, aber kein Totalschaden.“ Wie denn anschließend die Stimmung in der Kabine gewesen sei, wollte ein Schüler wissen und bekam eine ehrliche Antwort: „Die war natürlich scheiße. Wir alle waren enttäuscht und traurig.“

Eine Rückkehr zum VfB Stuttgart? "Sag niemals nie"

Mit seiner offenen und sympathischen Art nahm der 31-Jährige den Achtklässlern die anfängliche Furcht, und das Fragen-Bombardement begann: Wie es sei, mit Cristiano Ronaldo in einer Mannschaft zu spielen? „Dass er sich für Juventus entschieden hat, macht mich glücklich. Er ist ein sehr angenehmer Mensch.“

Wann er denn endlich zum VfB zurückkehrt? Hier musste der Medienprofi kurz innehalten. „Stuttgart ist meine Heimat. Hier leben meine Familie und meine Freunde.“ Ein Wechsel sei aktuell aber kein ernsthaftes Thema, sagte Khedira. Mit einem Lächeln auf den Lippen fügte er aber hinzu: „Sag niemals nie – vor allem nicht im Fußball.“


Khedira über seine Zukunft im DFB-Team

  • Khedira, der wegen einer leichten Verletzung im Training bei Juventus Turin nach eigenen Angaben einige Tage lang nicht voll belastbar ist, machte sein letztes von bislang 77 Länderspielen bei der WM in Russland. Seither hat ihn Joachim Löw nicht mehr in den Kader berufen. "Wir haben einmal gesprochen nach der Weltmeisterschaft, das war ein längeres Gespräch", sagte Khedira über den letzten Kontakt mit dem Bundestrainer. "Momentan hat er viel zu tun, ich viel zu tun und deswegen haben wir momentan keinen Kontakt."
  • Khedira sagte, er stehe zu seiner Aussage, dass er in guter Form wieder für die Nationalmannschaft spielen wolle. (dpa)

Die Sami-Khedira-Stiftung

  • Mit seiner Sami-Khedira-Stiftung unterstützt der Fußball-Profi seit 2014 Projekte zugunsten benachteiligter Kinder und Jugendlicher.
  • Khedira: „Das muss nicht zwingend immer im Stuttgarter Raum sein, aber hier werde ich meinen Fokus behalten.“