VfB Stuttgart

Schiedsrichter Winkmann räumt Fehler ein

Fußball Bundesliga Hamburger SV vs. VfB Stuttgar_0
Wirkungsloser Protest: Burnic, Beck und Ginczek protestieren bei Schiedsrichter Winkmann gegen die Gelb-Rote Karte. © Danny Galm

Hamburg.
Ein strittiger Platzverweis für Mittelfeldspieler Dzenis Burnic ebnete dem Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart den Weg zu seinem 500. Bundesliga-Heimsieg. Der 19-Jährige hatte bereits in der 5. Minute nach einem Foulspiel (hohes Bein) gegen Hamburgs Jann-Fiete Arp eine Gelbe Karte gesehen und war dann nur wenige Minuten später unglücklich von hinten in Aaron Hunt hineingerutscht.

Schiedsrichter Guido Winkmann wertete die Szene als gelbwürdiges Vergehen und stellte den deutschen U 20-Nationalspieler vom Platz. Eine Fehlentscheidung, wie der Unparteiische nach Abpfiff am Sky-Mikrofon einräumte: „Nach meiner Wahrnehmung auf dem Platz ist der Spieler rücksichtslos eingestiegen. Die Fernsehbilder geben das aber nicht her. Es war ein Fehler von mir und dazu stehe ich.“

Doch warum griff dann Videoschiedsrichter Günter Perl nicht ein? Einfache Antwort: Der Videobeweis ist nur bei einer Roten Karte zulässig, nicht aber wenn es um eine zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot geht. „Würde man die Berechtigung der zweiten Gelben Karte überprüfen, müsste man dies zwangsläufig auch schon bei der ersten tun“, so der Leiter der DFB-Schiedsrichter-Abteilung Hellmut Krug.


Hintergrund: Bei welchen Situationen kann der Video-Assistent eingreifen?

Diese Möglichkeit gibt es in vier Fällen:

  • Torerzielung (Foul, Handspiel, Abseits und andere Regelwidrigkeiten)
  • Strafstoß/Elfmeter (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
  • Rote Karte (nicht oder falsch geahndete Vergehen)
  • Verwechslung eines Spielers (bei Roter, Gelb-Roter oder Gelber Karte)

Voraussetzung für ein Eingreifen des Video-Assistenten ist jeweils, dass nach seiner Einschätzung ein offensichtlicher Fehler des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt. Ist eine solche, klar falsche Wahrnehmung des Schiedsrichters auf dem Platz nicht gegeben, darf der Video-Assistent nicht eingreifen. 

(Quelle: DFL.de)