VfB Stuttgart

Schindelmeiser: "Die Preise sind teilweise surreal"

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VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser: „Nicht nur auf der Innenverteidigerposition ist das Angebot relativ schmal und die Nachfrage groß." © Danny Galm

Stuttgart.
Am Rande des Testspiels gegen die Stuttgarter Kickers äußerte sich VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser zu Neuzugang Chadrac Akolo, den Verhandlungen mit dem FC Sion und der überhitzten Situation auf dem Transfermarkt.

Sportvorstand Jan Schindelmeiser über…

…Neuzugang Chadrac Akolo: „Über Peter Zeidler (ehem. VfB-Jugendtrainer, Anm.d.Red.) hatten wir aus erster Quelle eine ziemlich präzise Beschreibung. Chadrac hat Entwicklungspotential und deshalb haben wir ihn auch verpflichtet. Er kann hier bei uns in Deutschland den nächsten Schritt machen. Das ist ein Entwicklungsprozess und dafür bringt er sehr gute Voraussetzungen mit. Mit seiner Verpflichtung sind unsere Bemühungen, was die Offensive betrifft, voraussichtlich abgeschlossen.“

…das weitere Vorgehen auf dem Transfermarkt: „Wir sind im Plan und wissen, dass wir das eine oder andere Mal noch einen Umweg nehmen müssen. Das hängt letztendlich immer an mehreren Faktoren. Wir wollen den Kader natürlich zeitnah komplett haben - aber nicht um den Preis, dass es nicht funktioniert oder wir Phantasiepreise zahlen müssen. Das tun wir nicht. Die Mittel, die wir zur Verfügung haben, müssen wir sorgfältig einsetzen. Das sind wir auch unseren Mitgliedern schuldig.“  

…die Verhandlungen mit dem FC Sion: „Es waren normale Verhandlungen. Beide Vereine sind aufeinander zugegangen. Die Zahlen, die ursprünglich genannt wurden, waren schon sehr ambitioniert. Aber es waren gute Gespräche. Auf beiden Seiten war die Bereitschaft da die Verhandlungen erfolgreich abzuschließen. Chadrac wollte unbedingt zu uns kommen – das hat natürlich geholfen.“

…die überhitzte Situation auf dem Transfermarkt: „Nicht nur auf der Innenverteidigerposition ist das Angebot relativ schmal und die Nachfrage groß. Es gibt wenig Spieler mit hoher Qualität und das führt dazu, dass die Preise teilweise surreal sind – das hat mit der Realität nichts mehr zu tun. Irgendwann sind dann nur noch Vereine im Gespräch, bei denen die Wirklichkeit keine Rolle mehr spielt.“

…Phantasiepreise auf dem Markt: „Wir können uns aus dem Markt nicht ausklinken. Dann bekommen wir die Spieler nicht. Wir müssen immer Kompromisse finden und deshalb ist auch das Timing immer von besonderer Bedeutung. Ein Transfer darf nicht daran scheitern, dass man am Ende zwei oder drei Wochen länger warten muss. Notfalls muss man halt auch mal auf einen Transfer verzichten.“