10. Spieltag

Silas Wamangituka trifft und provoziert - wie Pellegrino Matarazzo und Florian Kohfeldt die Szene einordnen

Werder Bremen - VfB Stuttgart
Tanguy Coulibaly (M) und Sasa Kalajdzic (l) jubeln mit Silas Wamangituka, welcher per Elfmeter für die 1:0-Führung des VfB gesorgt hat. Foto: Carmen Jaspersen/dpa © Carmen Jaspersen

Zwei Tore, aber auch eine provokante Aktion: Silas Wamangituka steht im Mittelpunkt beim 2:1 des VfB Stuttgart bei Werder. Die Bremer sind sauer über die entscheidende Szene, Davie Selke knöpfte sich Matchwinner Silas Wamangituka vor und fand deutliche Worte.

"Ich glaube, dass es respektlos war. Da brauchen wir nicht drumherum reden. Der Junge macht ein super Spiel. Dann soll er den Ball einfach reinhauen und nicht so rumlaufen", sagte Selke nach dem 1:2 (0:1) von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga.

Erzürnt hatte den Bremer Stürmer die provokante Aktion des VfB-Profis, der Torhüter Jiri Pavlenka in der turbulenten Schlussphase den Ball abgeluchst hatte und aufreizend lässig Richtung Torlinie spaziert war, ehe er ihn zum 2:0 über die Linie drosch.

Die Aktion, für die Wamangituka die Gelbe Karte sah, hätte er sich sparen können. Auch so stand er im Mittelpunkt des ersten VfB-Sieges in Bremen seit 14 Jahren. Der Stürmer war der überragende Spieler und erzielte auch den Führungstreffer per Foulelfmeter (31.) für den Aufsteiger, der in der Tabelle deutlich näher an den Europacup-Plätzen liegt als an den Abstiegsrängen. Das Bremer Anschlusstor von Davie Selke kam zu spät (90.+3).

Werder-Coach Kohfeldt wollte die Szene "nicht überdramatisieren"

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo nahm seinen Angreifer in Schutz. "Wennn man Silas kennt, weiß man, dass er ein schüchterner Junge und nicht arrogant ist", sagte der Coach und fügte hinzu: "Das Erste, was ich empfunden habe, war, dass er auf Zeit spielt, wie wenn man zur Eckfahne geht." Er habe aber auch Verständnis für die Bremer Reaktionen.

Werder-Coach Florian Kohfeldt wollte die Szene "nicht überdramatisieren" und richtete nach der zweiten Niederlage in Serie mahnende Worte an sein Team: "Es kann schnell gehen. das haben wir letztes Jahr erlebt. Noch ist der Abstand groß genug, aber wir müssen wachsam sein. Keiner darf diese Situation unterschätzen." Die Bremer haben nun sieben Spiele nacheinander nicht gewonnen. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt vier Punkte.