VfB Stuttgart

Simon Terodde: Das Phänomen

VfB Stuttgart gegen 1.FC Union Berlin VfB Stuttgart gewann 3:1 in der Mercedes Benz Arena in Stuttgart_0
Simon Terodde hat mittlerweile genauso oft getroffen, wie die gesamte Mannschaft des KSC in 32 Saisonspielen. © Danny Galm

Stuttgart.
Simon Terodde ist ein Phänomen. „Wir haben dank einer Mannschaftsleistung hinten die Null gehalten und vorne ist Simon ein Phänomen und immer da, wenn wir ihn brauchen“, erklärte Innenverteidiger Timo Baumgartl nach dem wichtigen Heimsieg gegen Aue.

Terodes 5. Doppelpack in dieser Saison

Seine Mannschaft hatte Torjäger Terodde beim 3:0-Erfolg über den FC Erzgebirge mit zwei Treffern (14. und 69.) auf die Siegesstraße gebracht. Mal wieder. Die Treffer gegen die „Veilchen“ waren Teroddes Saisontore Nummer 22 und 23 – und sein 5. Doppelpack in dieser Saison.

Kleines Schmankerl am Rande: Stuttgarts Mittelstürmer hat mittlerweile genauso oft getroffen, wie die gesamte Mannschaft des KSC in 32 Saisonspielen.

Bereits im Vorjahr 25 Tore für den VfL Bochum

Der 29-Jährige ist auf dem besten Weg sich zum zweiten Mal in Folge die Torjäger-Kanone zu sichern. Bereits letztes Jahr hatte Terodde für den VfL Bochum 25 Tore erzielt und sich so den inoffiziellen Titel gesichert.

Sollte der Torjäger der Schwaben erneut der beste Knipser der Liga werden, dann wäre Terodde erst der dritte Spieler in der Geschichte der eingleisigen 2. Bundesliga nach Angelo Vier (1997 für Rot-Weiß Essen, 1998 FC Gütersloh) und Artur Wichniarek (2001 und 2002 für Arminia Bielefeld), der sich zum zweiten Mal hintereinander die Torjäger-Kanone sichern konnte.

Die „schwerstmöglichen Auswärtspartie der Saison“

Doch nicht nur aufgrund seiner starken Treffer-Quote (30 Spiele/23 Tore) ist der 1,92 Meter große Mittelstürmer enorm wichtig fürs Stuttgarter Kollektiv, sondern auch wegen seiner Spielweise: Der Stürmer scheut keinen Zweikampf und ackert offensiv wie defensive 90 Minuten mit vollem Einsatz. Bezeichnend, dass er seinen Treffer zum 2:0 gegen Aue durch einen Ballgewinn im Mittelfeld überhaupt erst möglich machte.

Auf seinen ärgsten Verfolger im Rennen um die Torjäger-Kanone trifft Stuttgarts Torjäger vom Dienst am Sonntag bei der „schwerstmöglichen Auswärtspartie der Saison“ (Wolf) in Hannover am Sonntag (15:30 Uhr/ZVW-Liveticker). Dort ist der ehemalige VfB-Stürmer Martin Harnik mit 17 Treffern erfolgreichster Torschütze. 

„Simon ist ein Vorbild für uns alle“

In der ewigen Torschützenliste der 2. Liga rangiert Terodde mittlerweile mit 87 Treffern in 185 Spielen auf dem 10. Platz. Was dem gebürtigen Bocholter bislang verwehrt blieb, ist ein Treffer im Fußball-Oberhaus. Zwar stand Terodde für den 1. FC Köln in der Saison 2010/11 32. Minuten in der Bundesliga auf dem Platz, einen Treffer erzielte er dabei allerdings nicht.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Beim VfB besitzt Terodde einen bis 2019 gültigen Vertrag und die Zeichen stehen für den VfB voll auf Bundesliga-Rückkehr. „Simon ist ein Vorbild für uns alle“, erklärte Hannes Wolf nach dem Aue-Spiel. Und ganz vorbildlich schob Terodde hinterher: "Wir genießen jetzt den Moment, wissen aber, dass wir noch Punkte benötigen, um unser Ziel endgültig zu erreichen. Nächste Woche wollen wir den endgültigen Schritt zum Aufstieg machen.“

Eine Torjägerkanone aus dem Internet:

Simon Terodde kam zu Saisonbeginn als amtierender Torschützenkönig der zweiten Liga vom VfL Bochum an den Neckar. Eine Kanone, wie im Fußball-Oberhaus üblich, bekam er für seine 25 Treffer im Dress der Bochumer allerdings nicht überreicht. Da musste schon Ehefrau Laura, die er im letzten Sommer still und leise geheiratet hat, kreativ werden: "Sie hat eine Torjäger-Kanone bei Ebay bestellt und dann mit Namen und der Anzahl meiner Tore verziert. Wenn ich in 20 Jahren dann im Partykeller sitze, kann ich stolz darauf schauen."