VfB Stuttgart

So hat Nico Willig seine Bundesliga-Premiere erlebt

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27. April 2019: Willig startet mit einem 1:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach, der Verein schöpft nach dem engagierten und leidenschaftlichen Auftritt wieder Hoffnung im Abstiegskampf. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Es war ein artistischer Luftsprung, den VfB-Interimstrainer Nico Willig nach dem erlösenden und letztlich siegbringenden Treffer von Anastasios Donis vollführte. Mit 1:0 siegten die Stuttgarter am Samstagabend bei der Bundesliga-Premiere des 38-Jährigen und auf der Pressekonferenz nach dem Spiel berichtete der Debütant von seinen ersten 90 Minuten auf der großen Bühne Bundesliga: „Im Hotel war ich noch relativ entspannt. Je näher es dann aber ans Stadion kam, sind bei mir doch die einen oder anderen Schweißtropfen gelaufen.“

Sonderlob für VfB-Torhüter Zieler

Als die Partie dann lief, war für den ausgebildeten Fußballlehrer alles beim Alten. Lautstark dirigierte der ehemalige und zukünftige U-19-Trainer der Stuttgarter den VfB zu einem wichtigen Heimsieg im knochenharten Bundesliga-Abstiegskampf. Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Bundesliga-Neuling rundum zufrieden: „Es war ein intensives Spiel. Entweder wir haben sehr, sehr hoch attackiert oder wir mussten sehr, sehr tief verteidigen. Die Jungs haben alles reingehauen und ich bin sehr stolz auf sie.“

Ein Sonderlob gab es für Torhüter Ron-Robert Zieler, der seine Mannschaft in der vierten Minute mit einer starken Fußabwehr vor einem frühen Rückstand bewahrte: „Ron hat ein tolles Signal an die Mannschaft gesendet. Das hat uns nach vorne gepusht.“

Ganz anders war die Gemütslage bei Willigs Gegenüber, dem scheidenden Borussen-Coach Dieter Hecking. Den Gladbachern geht im Schlussspurt die Puste aus und das Ziel Champions League gerät arg ins Wanken. „Ich muss heute aufpassen, was ich sage. Lange genug habe ich ein Schutzschild vor meine Mannschaft gehalten, aber das muss ich jetzt wegnehmen“, grollte der erfahrene Coach. „Wenn du seit Wochen davon redest, dass du in der Champions-League spielen möchtest, dann musst du ganz anders auftreten.“ 

Fünf Wechsel in der Startelf und eine Systemumstellung

Bei all dem Ärger über die schwache Darbietung seiner Elf, fand der 54-Jährige aber auch noch lobende Worte für den Gegner: „Wir hatten Probleme im Spielaufbau, was daran gelegen hat, dass der VfB sehr viel investiert hat, kompakt gespielt und auf die Schnelligkeit seiner beiden Spitzen gesetzt hat.“

Mit fünf Veränderungen in der Startelf und einem Systemwechsel - von 5-3-2 auf ein 4-4-2 mit Raute - waren die abstiegsbedrohten Stuttgarter in die Partie gegangen. Zudem stellte Nico Willig seinen Kapitän Andreas Beck nicht als Rechtsverteidiger, sondern im zentralen Mittelfeld auf. „Andy ist ein Signalspieler. Wir wollten in den Räumen Signale setzen und dann ist Andy dort besser aufgehoben als draußen an der Linie“, erklärte Willig seinen Schachzug nach der Partie, „das hat heute sehr gut funktioniert und war ein wichtiger Punkt.“ 

Spurlos ging der Einstand im Oberhaus aber auch an Nico Willig nicht vorbei: „Was mich heute Körner gekostet hat, ist, dass ich verbal meine Spieler nicht so erreicht habe wie im Jugendbereich.“


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