VfB Stuttgart

„So wird uns der Wiederaufstieg nicht gelingen“

VfB PK vor KSC_0
VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser: "Wir brauchen mehr Winnermentalität" © Danny Galm

Stuttgart. Einem Tag nach dem desolaten 0:3 gegen die Würzburger Kickers sieht Sportvorstand Jan Schindelmeiser das große Ziel des Vereins, die Rückkehr in die erste Fußball-Bundesliga, gefährdet. Und gibt klar zu verstehen, dass sich während der Winterpause das Personal-Karussell etwas schneller drehen dürfte.

Der Sportvorstand, ohnehin ein Freund klarer Ansagen, verliert beim Pressegespräch keine Zeit. „Es geht hier darum, die Rückkehr in die Bundesliga zu sichern. Aber so wie gestern wird uns das nicht gelingen, das ist klar“. So wie gestern, damit meint er den schier katastrophalen Auftritt des VfB beim FC Würzburger Kickers. Ein „gruseliges Spiel“ hatte Trainer Hannes Wolf die Partie genannt, die den Stuttgarter Club auf dem dritten Platz in die Winterpause hinken lässt - statt mit den erwarteten und durchaus möglichen 35 Punkten.  Ein Trend, der dem Sportvorstand zu denken gibt und den er gerne aufhalten möchte.

Vergangene Erfolge zählen nicht

„Einfach laufen lassen ist keine Option“ stellt Schindelmeiser klar. „Es wird Veränderungen geben müssen. Auch personelle. Der ein oder andere Spieler wird dazukommen. Und der ein oder andere Spieler wird auch gehen.“

Konkrete Namen nennt Schindelmeiser nicht. Wichtig sei ihm aber, dass es eine Winnermentalität bei den Spielern geben müsse. „Wir brauchen jetzt und in Zukunft, Spieler, die über die fußballerische Qualität verfügen, aber auch über die entsprechenden Persönlichkeitsmerkmale, nach ganz oben zu wollen. Ich möchte das Gefühl haben bei der Mannschaft, auch wenn sie schlecht spielt, dass sie das Ding versucht zu gewinnen. Dass keiner einen Zweifel daran hat."

Vorangegangene Erfolge, ob die des Vereins oder einzelner Spieler, seien für das große Ziel Wiederaufstieg völlig egal.  „Als Spieler müssen wir die sportliche Leistung bewerten. Und zwar die aktuelle und die zukünftige. Nicht die vergangene.“

Auch in der Nachwuchsarbeit gibt es Veränderungen

Für die Personalentscheidungen gäbe es Handlungsspielraum. „Die Ressourcen sind begrenzt, aber wir sind handlungsfähig. Was wir aber vermeiden wollen sind halbgare Lösungen oder Symbolkäufe, nur damit wir etwas getan haben. „

Allerdings: Wunder sollte man sich von Neuzugängen nicht versprechen. Wintertransfers seien schwieriger.  Es bleibe weniger Zeit für die Eingliederung neuer Spieler in die Truppe – und um in der verbleibenden Spielzeit Punkte zu sammeln.

Die Zwischenbilanz zur Vorrunde fehlt  dennoch verhalten optimistisch aus. „Mit 32 Punkten – vor dem Hintergrund der erreichten Punktzahl können wir mehr oder weniger zufrieden sein.“

Auch Veränderungen im Nachwuchsbereich kündigte er an. Momentan gäbe es keine Spieler aus der U19 und U23, die im Profi-Kader auflaufen könnten. Und der Tabellenstand der U-Mannschaften ärgert ihn auch. „Auch hier müssen wir uns immer fragen, wie und wo können wir uns noch weiter verbessern?“

Andi Hinkel übernimmt nach Winterpause die U23, Heiko Gerber darf mit seinem frisch erworbenen Trainerschein die U19 führen, Kai Oswald wird Trainer der U16.

Weitere Termine des VfB Stuttgart:

Bis zum 03.Januar 2017 haben die Spieler frei.

Am 4. und 5. Januar steht die Leistungsdiagnostik an.

Das erste Mannschaftstraining ist am Freitag, 06. Januar um 11 Uhr.

Am 11.Januar steht ein Testspiel gegen den 1. FC Köln an, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wir werden davon live berichten.

Vom 13. bis zum 20.Januar weilt der VfB in Lagos, Portugal, im Trainingslager. Der ZVW wird ebenfalls vor Ort sein. 

Am 15.Januar gibt es dort ein weiteres Testspiel gegen den MSV Duisburg.