Weniger Angst vor Corona

Sorge der Deutschen vor Armut wächst

Symbolbild Armut
Einer Umfrage zufolge rückt die Angst vor Armut derzeit stärker als andere Themen ins Bewusstsein der Deutschen. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa © Sebastian Willnow

Berlin (dpa) - Den Deutschen bereiten Armut und soziale Ungleichheit mittlerweile mehr Sorgen als das Coronavirus. 40 Prozent (+7) geben an, dass die soziale Frage derzeit ihre Hauptsorge sei.

Über das Coronavirus machen sich 36 Prozent der Deutschen am meisten Gedanken - im April waren es noch 61 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos in 27 Ländern weltweit hervor, die laut Ipsos in 17 Ländern - darunter Deutschland - repräsentativ war. Demnach führt die Pandemie mit 43 Prozent global gesehen das Sorgenfeld an.

Mit einem Zuwachs von 10 Prozentpunkten (29 Prozent) liegt die Angst vor Kriminalität und Gewalt aktuell auf Platz drei in Deutschland. Auch Sorgen über die Einwanderungskontrolle (25 Prozent) und den Klimawandel (24 Prozent) treiben die Deutschen an und damit deutlich mehr Menschen als im weltweiten Vergleich (10 bzw. 11 Prozent).

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