Auszeichnungen

Deutscher Lokaljournalistenpreis für den Zeitungsverlag

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So sehen Sieger aus: Die Redaktionsmitglieder und die Geschäftsführung des Zeitungsverlages Waiblingen. © Habermann / ZVW

Der Zeitungsverlag Waiblingen hat die wohl wichtigste Auszeichnung für lokale und regionale Tageszeitungen erhalten: den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.

„Die vier zum Verlag gehörenden Tageszeitungen (Waiblinger Kreiszeitung, Schorndorfer Nachrichten, Winnender Zeitung, Welzheimer Zeitung) haben die Jury mit einem Konzept überzeugt, das sehr bewusst und gezielt Schwerpunkte setzt. So hat die Redaktion im vergangenen Jahr 223 Extraseiten zu einer Vielzahl von Themen gestaltet, zu bundespolitischen Ereignissen, die lokal heruntergebrochen wurden, zu Gedenktagen, Großveranstaltungen und wichtigen Themen der Kommunalpolitik“, heißt es in einer Stellungnahme der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Jury hatte rund 500 Artikel, Serien und Konzepte zu bewerten, die von Zeitungen aus ganz Deutschland eingereicht wurden.

Preisverleihung im Waiblinger Bürgerzentrum

Der zweite Preis geht an den Leseranwalt der Main-Post, eine wöchentliche Kolumne, in welcher der Autor Anton Sahlender Konflikte zwischen Lesern und Redaktion aufarbeitet. Den dritten Preis teilen sich mit ihren zukunftsorientierten Serien die Braunschweiger Zeitung („Wie leben wir morgen?“) und die Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung („Zukunft hier“).

Fünf Sonderpreise gehen in diesem Jahr an den Berliner Tagesspiegel, die Mendener Zeitung, die Zeitungsgruppe Lahn-Dill, die Süddeutsche Zeitung und das Hamburger Abendblatt. Die Preisverleihung findet am 27. August im Waiblinger Bürgerzentrum statt.

Bürgernahe Redaktionskonzepte

Lokaljournalisten stellen den größten Anteil unter den Redakteuren an deutschen Tageszeitungen. An sie richtet sich der Preis, der seit 1980 auf die herausragende Bedeutung und die Leistungen des Berufsstandes hinweist. Preiswürdig sind dabei kontinuierliche Berichterstattung über lokale Brennpunkte, bürgernahe Redaktionskonzepte und engagierter Leserservice.

Zweite Auszeichnung für den ZVW

Der Zeitungsverlag Waiblingen hat den Deutschen Lokaljournalistenpreis bereits zum zweiten Mal gewonnen. 1985 wurde die Redaktion für eine Serie über das Waldsterben unter dem Titel „Wälder warten nicht auf Wunder“ ausgezeichnet. 1998 gab es einen Sonderpreis für das Konzept unserer Jugendseite.

„Das Schöne am Preis für das Jahr 2006 ist, dass die gesamte Redaktion an der Erstellung der 223 Extra-Seiten mitgewirkt hat. Das ist eine Auszeichnung für tolle Teamarbeit“, freuen sich Ullrich Villinger und Bernd Schwer, die Geschäftsführer des Zeitungsverlages Waiblingen.

Extraseiten und Serien

Die Extra-Seiten in Ihrer Tageszeitung, die Sie an dem dicken blauen Balken im Seitenkopf erkennen (mittlerweile in rot), gibt es seit 1988. Als „Väter der Extra-Seite“ gelten unsere Redakteure Werner Müller und Martin Winterling, die damals über den anstehenden Verkauf von Bauknecht an den US-Konzern Whirlpool berichteten. Der Titel „Extra“ zur Kennzeichnung einer Themenseite entstand ganz spontan auf Zuruf in der Kreisredaktion.

Die Zahl der Extra-Seiten, die seitdem erschienen sind, hat niemand gezählt. Im vergangenen Jahr sind aber besonders viele Extra-Seiten in allen Redaktionen des Zeitungsverlages entstanden. Das Themenspektrum ist weit und reicht von einer Sommertour zu den Wassertieren im Waiblinger Wald bis zu unserer Serie gegen den Rechtsextremismus.

Und der Preis ist natürlich auch eine Verpflichtung unseren Leserinnen und Lesern gegenüber, weiter viele gute Artikel und interessante Extra-Seiten zu produzieren.