Schwabenpark

Der Schwabenpark wird 45

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Die Schiffschaukel rauscht vorbei, die neueste Attraktion im Schwabenpark von Guido, Pascal, Thomas und André Hudelmaier (von links). © Alexandra Palmizi
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Alte Fotos: Hier eine affenstarke Familie. © ZVW/Alexandra Palmizi
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Ein altes Foto eines Dompteurs im Park. © Alexandra Palmizi / ZVW
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Kamel und Zebra gab es in Kaisersbach auch schon. © Alexandra Palmizi / ZVW
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Die Attraktionen im Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Die Attraktionen im Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Die Attraktionen im Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Die Attraktionen im Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Die Attraktionen im Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Die Attraktionen im Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Der Schwabenpark von oben - vor ca. 20 Jahren © Christine Tantschinez
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Der Schwabenpark von oben - vor ca. 20 Jahren © Christine Tantschinez
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Der Schwabenpark von oben - vor ca. 20 Jahren © Christine Tantschinez
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Auch das war mal Schwabenpark © Christine Tantschinez
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Auch das war mal Schwabenpark © Christine Tantschinez

Kaisersbach. Der Schwabenpark feiert am Samstag, 17.Juni, seinen 45.Geburtstag. Das Brüderpaar Thomas und Guido Hudelmaier leitet seit einigen Jahren den Freizeitpark. Der ging aus dem Safaripark hervor, den Vater Sieghard Hudelmaier 1972 gegründet hatte, als er mal mit einem Löwen nach Hause kam, wie Geschäftsführer Thomas Hudelmaier sich schmunzelnd erinnert. Stolz verkünden die beiden Väter, dass in naher Zukunft ihre Söhne in ihre Fußstapfen treten wollen. Die dritte Generation Hudelmaier steht bereit.

Video: Die neueste Attraktion 2017, Schwarzlichtgolfen

„Meine Zukunft sehe ich im Schwabenpark“, sagt André, Sohn von Thomas Hudelmaier, selbstbewusst. „Ich will den Park weiterführen.“ Vater und Sohn sitzen im Büro des Schwabenparks. Nur ein leiser Teil der Geräuschkulisse eines Freizeitparks dringt durch die Fensterscheiben. Das hat ein bisschen Symbolcharakter, denn dieser Park dominiert das Leben von Familie Hudelmaier seit 45 Jahren, egal wo sich die Hudelmaiers gerade aufhalten – vor allem, seit er zu einem Freizeitpark für Familien ausgebaut wurde. Er ist immer da, immer im Hinterkopf. André und Pascal Hudelmaier, der Sohn von Guido Hudelmaier macht 2018 sein Abitur, sind bereits in die Geschäfte involviert. Das würden sie bewusst so handhaben, sagt Thomas Hudelmaier, denn (Groß-)Vater Sieghard konnte nicht so gut loslassen, erinnert sich der Geschäftsführer. „Der Park war sein Hobby“, sagt er, obwohl vor 45 Jahren noch niemand, auch nicht Sieghard Hudelmaier, an einen so großen Freizeitpark gedacht hatte, zu dem sich der Familienpark entwickelt hat. „Wir haben ganz klein angefangen“, blickt Thomas Hudelmaier zurück.

Bis zu 400 Tiere sorgten vor 40 Jahren für rund 20 000 Besucher jährlich

Die Geschichte wurde schon oft erzählt. Hier folgt die Kurzfassung: Sieghard Hudelmaier betrieb eine Geflügelzucht und eine Brüterei, belieferte unter anderem Zoos. Und eines Tages kam der tierliebe Mann aus Gmeinweiler mit einem Löwen nach Hause. Zu diesem Löwen gesellten sich später die Schimpansen, ein Kamel, ein Nilpferd und sogar ein Zirkus-Eisbär, den sein Vater eher aus Mitleid gekauft hatte, um das mitgenommene Tier wieder aufzupäppeln. Nach und nach kamen Besucher nach Gmeinweiler, um sich diese illustre tierische Sammlung, 400 Tiere, anzuschauen. 20 000 Menschen besuchten pro Jahr den Park, wundert sich Thomas Hudelmaier rückblickend. Nun kauften sie Karussells. Zwischen 1986 und 1990 wurde der Safari- zum Freizeitpark umgebaut, den sie 1985 in Schwabenpark umbenannten.

Die Brüder Thomas und Guido waren immer dabei. André und Pascal sind neben und im Park aufgewachsen. Toll, denkt man sich: jeden Tag Achterbahn fahren! „Ich bin letztes Jahr einmal Achterbahn gefahren“, sagt André, 21 Jahre alt, „ich bin zufrieden, wenn andere fahren.“

Video: Grimms Märchen im Schwabenpark (2016)

Bei allem Spaß erinnert sich Pascal auch daran, dass die Väter – und in vielen Angelegenheiten auch die Mütter – in den Sommermonaten von früh bis spät, und das sieben Tage die Woche, im Park gearbeitet haben – und das noch immer tun. Das sei der Nachteil, wenn man in einem Park groß werde. Früh wurden sie miteinbezogen, saßen im Kassenhäuschen oder übernahmen viele andere Aufgaben im Park. Das prägt.

Vor ein paar Jahren war für Pascal noch nicht genau klar, dass er mal die Geschicke des Parks mit Vater, Onkel und Cousin bestimmen will. Andere Berufe kamen ihm in den Sinn. Doch je älter er werde, umso mehr habe ihn der Freizeitpark in Familienbesitz in seinen Bann gezogen. „Es macht einfach Spaß“, sagt der Schüler. Anderen Menschen Freude zu bereiten, damit diese ihre Sorgen für einen Tag vergessen könnten, das reize ihn. Wenn sie das schaffen, damit Geld verdienen können, „dann haben wir alles richtig gemacht“, schaut er in die Zukunft. Einen technischen Beruf will er erlernen und sein Wissen dann in den Dienst des Parks stellen, mit seinem Cousin, Mechatroniker, dann irgendwann auch ohne Väter die Geschicke des Parks leiten.

Auch die dritte Generation setzt auf einen Familienpark

Was blüht ihnen? Ein langer Arbeitstag, deutet Thomas Hudelmaier an, der die Jungs vielleicht manchmal noch bremsen will. André schaut schon, wie sie den Park entwickeln können, besucht andere Parks, informiert sich im Internet und auf Messen. Das alles gab es vor 45 Jahren nicht, erinnert sich Thomas Hudelmaier. Da fuhren sie in den ersten Jahren in andere Parks, wo es eine Attraktion zu kaufen gab. Netzwerken war damals schon angesagt. Doch immer noch gelte die Devise: Was das Team des Schwabenparks in Eigenregie erledigen kann, wird auch gemacht.

Video: Saisonstart im Schwabenpark 2016 

Man werde ein Familienpark für Kinder bis etwa zwölf Jahre bleiben, betont André Hudelmaier; ein kleiner Park mit einem gezielten Angebot für junge Familien. Mit dem Europa-Park könnten sie sich nicht vergleichen, wollen sie auch nicht. Kann der Park noch wachsen? Zwei Hektar haben sie gekauft, sagt Thomas Hudelmaier. Sie arbeiten daran. Auch ein kleiner Park könne sehr erfolgreich sein, sagt André und verweist auf das Fantasialand. Man müsse eben immer modernisieren, ergänzt Pascal.

Die jungen Leute wollen sich weiter fortbilden, um dann irgendwann das Geschäft von ihren Vätern zu übernehmen. Rente mit 65? Na ja. Das kann sich Thomas Hudelmaier noch nicht so recht vorstellen. Denkt er manchmal, er hätte doch lieber einen normalen Beruf erlernen sollen? Der Geschäftsführer, kein Mann der großen Worte, bringt es auf den Punkt: „Nein!“

Video: Unterwegs im Schwabenpark (2013)

Am Samstag, 17. Juni, wird das 45-jährige Jubiläum gefeiert. Der Freizeitpark lädt zu einer Geburtstagsfeier mit Youtube-Star „Miley“ und der Welzheimer Stadtkapelle ein.

Alle, die 1972 geboren wurden, erhalten an diesem Tag, gegen Vorlage des Personalausweises, freien Eintritt.

Zum 45. Geburtstag habe ihr Park mehr als zwei Millionen Euro in neue Attraktionen und die ersten eigenen Übernachtungsunterkünfte investiert. In neuen Blockhäusern können Familien nun übernachten. Als Stargast hat der Schwabenpark die bei Kindern sehr beliebte Youtuberin Miley von „Mileys Welt“ inklusive Familie eingeladen.

Miley wird das erste Mal auf einer großen Showbühne stehen und ihren Hit „Der Affe ist los“ und ihren neuen Titel „Pelikan“ mit dem jüngsten Kindermusiker Deutschland Felix W. zusammen singen. Für die Veranstaltung am Samstag gibt es im Online-Shop Jubiläums-Tickets, die um 19,72 Prozent reduziert sind.