Schwabenpark

Saisoneröffnung im Schwaben Park

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Alle zwei Jahre muss die Achterbahn überprüft werden. Hudelmaiers beeilen sich, damit die beliebte Attraktion bald wieder rollt. © Habermann / ZVW
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Ein neugieriger Bewohner des Streichelzoos. © Habermann / ZVW
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Neue Attraktion: Bootsrundfahrt. © Habermann / ZVW
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In ähnlichen Blockhäusern sollen bald Besucher übernachten können, erläutert Thomas Hudelmaier. © Habermann / ZVW
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Die Bootsrundfahrt ist noch eine Baustelle, da sich dort der Abbau der Achterbahn verzögert hatte. © Habermann / ZVW

Kaisersbach. Auswechslung im Schwaben Park: Die alte Himalaya-Achterbahn hat ausgedient und macht der Bootsfahrt-Attraktion Platz. Dieses Fahrgeschäft haben die Kaisersbacher im Heide Park in Soltau abgebaut. Die Achterbahn hat ein Schausteller aus Hannover gekauft. Im Sommer werden fünf Blockhäuser aufgebaut, in denen Gäste und Familien übernachten können, berichtet Geschäftsführer Thomas Hudelmaier vom Schwaben Park.

Dicke Holzbalken prägen den rustikalen Bau. Ein Musterhaus steht neben dem Parkplatz im Stile eines Kanadischen Naturstamm-Blockhauses. Insgesamt fünf Häuser dieser Art sollen im Sommer gebaut werden. Hudelmaiers planen ein kleines Urlaubsdorf für Familien. Zwei Schlafzimmer, Badezimmer und Küche auf knapp 40 Quadratmetern sollen dafür sorgen, dass die Besucher bald neben dem Freizeitpark übernachten können. Ein Grill- und ein Spielplatz sind geplant. Jedes Haus erhält eine Terrasse. Das Areal soll eingezäunt werden. Frühstück gibt es am Sonntag vom Schwaben Park-Team. Ansonsten sind die Blockhaus-Mieter Selbstversorger, schildert Geschäftsführer Thomas Hudelmaier.

Jedes Jahr wollen sie den Besuchern mindestens eine neue Attraktion bieten. Die Ferienhäuser sind aber eher für die folgende Saison vorgesehen. „Die sehen super aus“, stellt Hudelmaier fest, als er das Musterhaus aus den dicken Douglasie-Stämmen betrachtet. Die geplanten Häuser werden aus Weißtanne gebaut. So ein Blockhaus sei teurer, „aber das soll auch ein Erlebnis sein und etwas darstellen“, findet Hudelmaier. Derlei Übernachtungsmöglichkeiten neben Parks kämen gut an – auch außerhalb der Saison. Das sei in den vergangenen Jahren deutlich geworden und das wollen Hudelmaiers nun auch in Kaisersbach versuchen. Eine Fußbodenheizung soll im Winter für Wärme sorgen. Auch die geplante Innenausstattung ist rustikal.

Die neue Attraktion stammt aus dem Heide Park in Soltau

Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) erhalten Hudelmaiers rund 48 000 Euro, „um Projekte von Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden zu fördern“, wie das Land mitteilt. Der Ländliche Raum habe Priorität. Man setze sich dafür ein, dass er auch weiterhin ein attraktiver und zukunftsfähiger Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt“, heißt es aus dem Umweltministerium.

Diesen Anspruch haben Hudelmaiers auch für ihren Freizeitpark. Im Garten liegen die Einzelteile der neuen Bootsrundfahrt. Die haben Mitarbeiter vom Schwaben Park im vergangenen Jahr im Heide Park abgebaut. Haben die Bagger die neuen Kanäle auf dem Bereich der ehemaligen kleinen Achterbahn präpariert, können Familien dort wohl ab Mai mit Booten durch die Gegend schippern. Eher eine ruhige Attraktion. Der Bau habe sich verzögert, da die Achterbahn erst im Dezember abgebaut werden konnte. Der Käufer wollte dabei sein, um zu sehen, wie er seine neue Jahrmarkt-Attraktion zukünftig richtig ab- und aufbauen kann. Die Bahn war rund 40 Jahre alt. 27 Jahre stand sie im Schwaben Park. Nun geht sie wieder auf Reisen. Ein Verkauf habe Sinn gemacht, da die Investitionen sonst immer umfangreicher geworden wären. Dann lieber neue Attraktionen anbieten. Die Anschaffungen aus dem letzten Jahr haben sich rentiert.

An der Softball-Anlage holen Kinder für ihre Eltern die Bälle

Vor dem Laser-Tunnel hätten sich regelmäßig Schlangen gebildet, freut sich Hudelmaier. Und wer wartet, hat Zeit. Da der Souvenir-Laden neben dem Laser-Tunnel liegt, hätte man im vergangenen Jahr dort mehr verkauft. Ähnlich gut sei die Softball-Anlage angekommen: Zwei Parteien können sich auf einer Burg mit Bällen aus Kanonen abschießen. „Das lief erstaunlich gut“, ordnet Hudelmaier ein. Es sei „immer lustig, wenn die Eltern schießen und die Kinder die Bälle sammeln müssten“. Die Parkbesitzer würden sich austauschen. So würde sich herumsprechen, welche Attraktionen gut ankommen.

Neue Attraktionen sorgen daher für Abwechslung. In den Wintermonaten herrscht hingegen überwiegend Routine. Die Attraktionen müssen überprüft werden. Die Wagen aus der Achterbahn werden alle zwei Jahre unter die Lupe genommen. Ein Kran steht dort und setzt die generalüberholten Wagen wieder auf die Schienen, damit die Besucher dort bald wieder vor Freude kreischen können. Gärtner kümmern sich um die Wege, und die Fahrgeschäfte werden wieder auf Vordermann gebracht.

Thomas Hudelmaier kann sich dann seiner Leidenschaft widmen und neue Show-Einlagen mit den Schimpansen einüben und den Nachwuchs miteinbeziehen. Die jungen Affen haben nun unter anderem gelernt, ein Dreirad zu lenken.

Das können die Ziegen nicht. Dafür lassen sie sich gerne streicheln und flirten mit der Kamera (siehe oben). Sie sorgen dafür, dass der Freizeitpark in den kalten Monaten nicht völlig in einen Winterschlaf verfällt. Der ist aber kürzer als sonst, da Ostern bereits Ende März gefeiert wird. Also musste es dieses Jahr etwas schneller gehen. Das freut die beiden Brüder Thomas und Guido Hudelmaier, die auf gutes Wetter hoffen. Die Aussichten sind womöglich aber nicht so rosig. „Mein Vater hat immer gesagt, im Schaltjahr ist das Wetter nicht so gut. Das hatte sich 2012 bewahrheitet“, weiß Thomas Hudelmaier. Aber wie heißt es so schön: Man sollte nicht abergläubisch sein. Das bringt Pech.

Abonnenten sparen

Im Durchschnitt kommen 180 000 bis 200 000 Besucher pro Saison. 2015 sei gut gelaufen. Der Spitzentag war während der Sommerferien: 4000 Besucher haben Hudelmeiers gezählt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Schwaben Parks musste eine zusätzliche Kasse aufgebaut werden. Einige Aushilfen mussten einspringen, damit alle Besucher versorgt werden konnten.

Um 50 Cent haben Hudelmaiers den Preis für das Freitags-Ticket (16 Euro) erhöht. Die übrigen Preise bleiben gleich. Kinder zwischen vier und elf Jahren und Senioren ab 60 zahlen 17 und Kinder ab zwölf Jahren und Erwachsene zahlen 20 Euro. Geburtstagskinder haben an ihrem Ehrentag freien Eintritt.

Gruppenpreise (ab 20 Personen): Kinder (ab zwölf) und Erwachsene zahlen 14, Kinder (vier bis elf Jahre) zahlen 11,50, Senioren (ab 60) zahlen 9 und Schulklassen mit Kindern sind mit 10,50 Euro dabei. Kindergartenkinder (ab 15 Personen) zahlen 8 Euro pro Person. Jahreskarten kosten 49 beziehungsweise 45 Euro.

Geöffnet hat der Park täglich von 9 bis 18 Uhr. Informationen gibt’s auf: www.schwabenpark.de.

Gute Karten haben unsere Zeitungsabonnenten. Unsere Leserinnen und Leser sparen kräftig: Erwachsene zahlen zum Beispiel bloß 17 Euro Eintritt, Kinder und Senioren 14 und das Freitagsticket kostet 13,50 Euro. Auch die Jahreskarten gibt’s ermäßigt. Infos auf www.zvw-shop.de. Rufen Sie unseren Kartenservice an: Tel. 0 71 51 /566-566.