Kaisersbach

Wilde Hilde: Eröffnung erst 2019

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Hoch hinaus geht es bei der Wilden Hilde. Die Testfahrten laufen allerdings noch ohne Menschen. © Marcel Bender

Kaisersbach. Für diesen Sommer war die offizielle Eröffnung geplant, doch daraus wurde nichts. Wie der Schwaben Park auf Anfrage mitgeteilt hat, geht die neue Achterbahn Wilde Hilde in diesem Jahr nur in den Probebetrieb, die offizielle Eröffnung wurde aufs nächste Jahr verschoben. Die Besucher werden um Verständnis gebeten. Noch für den Herbst ist ein Probebetrieb geplant.

Bereits seit Mitte August laufen die ersten Testfahren bei der Wilden Hilde. Inzwischen hat die neue Achterbahn laut Schwaben Park bereits mehr als 2000 Fahrten hinter sich – allerdings reine Leerfahrten, also ohne Menschen.

Die Anlage wird laut dem Pressesprecher des Schwaben Parks Marcel Bender seit Wochen auf Herz und Nieren getestet, jede neue Einstellung und Justierung wird dokumentiert und ausgiebig getestet.

„Wir können die Enttäuschung unserer Gäste gut verstehen“, so die Geschäftsführer Thomas und Guido Hudelmaier. „Dennoch hoffen und bitten wir um Verständnis, da es sich um einen Prototypen handelt.“ Es gebe weltweit keine vergleichbare Anlage. Bis ein neues Auto marktreif sei, dauere es auch mehrere Jahre. Die Verantwortlichen setzen weiter alle Hebel in Bewegung, um noch im Herbst ein „Soft Opening“ zu starten. Das sind „Testfahrten“ mit Besuchern unter realen Bedingungen. Das kann zur Folge haben, dass die Attraktion für weitere Einstellungen für einen gewissen Zeitraum geschlossen werden muss. Dieses Kennenlernen zwischen Mensch und Maschine sei für das Gesamterlebnis enorm wichtig, betont der Schwaben Park in einer Pressemitteilung.

Viele Einstellungen müssen überprüft werden

Viktor Mazzoleni – Projektleiter von Ride Engineers Switzerland erklärt: „Für das perfekte und familienfreundliche Fahrgefühl müssen bestimmte Einstellungen vorgenommen werden, diese nehmen extrem viel Zeit in Anspruch. Fährt die Gondel zu schnell oder wird zu stark abgebremst, wirken zu hohe Belastungen auf den Körper. Genau das ist bei dieser Familien-Attraktion nicht erwünscht.“ Immerhin möchte der Schwaben Park mit der Wilden Hilde auch das junge Publikum begeistern. Ride Engineers Switzerland ist laut Schwaben Park ein erfahrener Attraktions-Hersteller aus der Schweiz. Er entwickelte und baute die weltweit einmalige Achterbahn.

Und was ist so einmalig an dieser neuen Achterbahn? Die Gondel fährt nicht auf der Schiene, sondern hängt seitlich an den Schienen. Wie bei einer Murmelbahn geht es auf fast 25 Meter Höhe und dann mit Freifall-Elementen im Zickzack-Kurs nach unten. Dabei schwingen die Gondeln und sollen so für ein einmaliges Fahrgefühl sorgen.

Der Schwaben Park möchte diese Attraktion auch seinem jungen Publikum zur Verfügung stellen. Wenn alle Feinjustierungen abgeschlossen sind, kann die Anlage von Kindern ab fünf Jahren und einer Mindestgröße von 110 Zentimeter in Begleitung von Erwachsenen genutzt werden und wird dann auch so vom TÜV freigegeben, betont Pressesprecher Marcel Bender.


Info

Noch bis 4. November 2018 hat der Schwaben Park geöffnet. Bitte Schließtage im Oktober beachten. Ab 12. Oktober 2018 gilt der „Herbst-Spaß-Preis“ von nur 17,50 Euro pro Person an der Tageskasse. Vom 19. Oktober bis 4. November gibt es den kinderfreundlichen Geisterspaß im Schwaben Park. Im parkeigenen Feriendorf gibt es noch einige freie Häuser, Übernachtungsgäste haben mindestens zwei Tage Eintritt inklusive. Informationen zu den Öffnungstagen und zum Schwaben-Dorf gibt es unter www.schwabenpark.de.