VfB Stuttgart

Spitzenspiel gegen den Hamburger SV: Wer ersetzt VfB-Spielmacher Daniel Didavi?

Fußball  2.Bundesliga Holstein Kiel vs. VfB Stuttgart
Flog in Kiel vom Platz: Mittelfeldspieler Daniel Didavi. © Pressefoto Baumann

Es ist das Aufeinandertreffen der Zweitliga-Schwergewichte: Am Donnerstagabend (ab 20.30 Uhr im ZVW-Liveticker) kommt es in der Mercedes-Benz-Arena zum wegweisenden Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo kann mit einem Heimsieg den jüngsten Negativlauf stoppen und den zweiten Tabellenplatz zurückerobern. Im Falle einer Stuttgarter Niederlage droht hingegen eine Vorentscheidung im Rennen um die beiden direkten Aufstiegsplätze. Einen Tag vor dem Spitzenspiel hat sich Coach Matarazzo am Mittwochnachmittag auf einer virtuellen Pressekonferenz zu Wort gemeldet. Die wichtigsten Themen kompakt zusammengefasst:

Die Personalsituation: Verzichten muss Matarazzo auf die gesperrten Atakan Karazor (fünfte Gelbe Karte) und Daniel Didavi (Gelb-Rote Karte) sowie auf die verletzten Maxime Awoudja (Achillessehnenriss) und Borna Sosa (Knieprobleme). Vor allem der Ausfall von Spielmacher Didavi beschäftigt den Stuttgarter Coach, der zwei Optionen hat: „Entweder wir ersetzen die Position Eins-zu-eins oder wir verändern die Offensiv-Struktur.“

Die Ausgangslage: Den Restart in die Restsaison haben die Schwaben mit den Auswärtsniederlagen in Wiesbaden (1:2) und Kiel (2:3) verpatzt. Vor der Corona-Zwangspause gab es eine Pleite in Fürth und ein Remis gegen Bielefeld. „Wir haben die Möglichkeit, die letzten vier Spieltage wiedergutzumachen, alles wieder zu richten“, sagt Matarazzo. Mit 45 Punkten steht der VfB vor dem 28. Spieltag auf dem Relegationsplatz, kann diesen aber – sollte am Mittwochabend der 1. FC Heidenheim gegen St. Pauli gewinnen - verlieren. Der HSV reist mit einem Punkt Vorsprung auf den VfB ins Schwabenland.

Der Gegner: Die Hamburger kommen mit einem 2:2 in Fürth und einem torlosen Remis gegen Bielefeld im Gepäck nach Stuttgart. „Hamburg wird die Partie mit nicht so viel Risiko eingehen und kompakt stehen“, so Matarazzo. Die Marschrichtung für seine Mannschaft ist klar: „Wir wollen unseren Platz zwei wieder zurückerobern. Mit der notwendigen Geduld und Disziplin.“ Das Spiel gehe man „mit einem brutalen Optimismus und Feuer an.“

Die Vertragsverlängerung: Das ursprünglich bis 2021 gültige Arbeitspapier von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo wurde vorzeitig um ein Jahr verlängert. Das gab der Verein einen Tag vor dem HSV-Spiel bekannt. Der Trainer will den Vertrauensbeweis der sportlichen Führung allerdings nicht als Signal an die zuletzt enttäuschende Mannschaft wissen, sondern „vielmehr als eine Bestätigung dafür, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, der richtige ist.“

Das Hinspiel: Im Hinrunden-Duell wurden die Schwaben Ende Oktober 2019 im Hamburger Volksparkstadion am Nasenring durch die Manege geführt. Nach turbulenten 90 Minuten stand es 6:2 für den HSV. Eine mächtige Watschn für die Stuttgarter. Das Duell drei Tage später im DFB-Pokal konnte der VfB hingegen nach Verlängerung mit 2:1 für sich entscheiden. 

Die Bilanz: Der VfB und der Hamburger SV trafen bisher in 111 Pflichtspielen aufeinander. Die Bilanz ist mit 43 Siegen, 23 Unentschieden und 45 Niederlagen nahezu ausgeglichen. Mit 104 Duellen in der Bundesliga ist die Begegnung eine der traditionsreichsten in der Geschichte der Liga. Dagegen war das Hinrundenspiel diese Saison das erste Aufeinandertreffen beider Teams in der 2. Liga.