Handball im Rems-Murr-Kreis

15 fahrige Minuten rauben Waiblinger Handballerinnen alle Chancen

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So frei wie hier Vivien Jäger kam der VfL Waiblingen selten zum Abschluss gegen den SV Union Halle-Neustadt (links Edita Nukovic, rechts Helena Mikkelsen). Der Aufsteiger leistete sich zu viele Fehler und hatte letztlich beim 22:34 keine Chance. © Ralph Steinemann Pressefoto

Die Erstliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen sind auch nach sieben Spielen noch ohne Punkt. Die 22:34-Niederlage (12:15) gegen den SV Union Halle-Neustadt in der heimischen Rundsporthalle ist schmerzhaft gewesen. Beim 14:15 nach 32 Minuten schien die Chance auf das erste Erfolgserlebnis so groß wie nie zuvor in der noch jungen Saison. Dann nutzte der Vorjahresachte eine fahrige Phase des Neulings und sorgte mit einem 10:2-Lauf für klare Verhältnisse.

Der Blick auf die Anzeigetafel nach 60 Minuten sorgte für kollektiven Frust bei den enttäuschten VfL-Spielerinnen. Wieder einmal hatte der Aufsteiger einen großen Kampf geboten, und wieder einmal musste er eine hohe Niederlage einstecken. Dabei war der Plan des VfL-Trainers Thomas Zeitz, den Gegner zu stressen und dadurch zu Fehlern zu verleiten, aufgegangen. Allerdings nur 32 Minuten.

Starker Start nach der Pause

Nach dem 12:15-Rückstand zur Pause kam der VfL fulminant aus der Kabine zurück. Binnen 23 Sekunden brachten Caren Hammer und Samira Brand ihr Team auf einen Treffer heran. Verdientermaßen, schließlich hatten die Waiblingerinnen in den ersten 30 Minuten mit einigen Widrigkeiten fertigwerden müssen. Verkraften mussten sie den Ausfall der erkrankten Torhüterin Branka Zec. Ausgerechnet, denn die 36-Jährige befindet sich derzeit in sehr guter Form. Bei der Europameisterschaft überzeugte sie im Trikot der slowenischen Nationalmannschaft ebenso wie bei der jüngsten Niederlage des VfL in Leverkusen.

Nun hat der VfL mit Celina Meißner und Svenja Wunsch weitere gute Keeperinnen im Kader, doch am Samstag gewannen die Gästetorhüterinnen Anica Gudelj und Lara-Sophie Lepschi dieses Duell klar. Wobei die beiden häufig auch vor keine allzu schwierigen Aufgaben gestellt wurden. Der VfL startete nervös, beim 2:6 nach zwölf Minuten sah sich der Trainer Thomas Zeitz zur Auszeit gezwungen. Mit der Einwechslung von Lara Eckhardt gewann der Rückraum an Körperlichkeit, beim 5:7 (15.) war das Heimteam wieder dran. Ein Problem indes blieb: Während die Defensive gut und aggressiv arbeitete, fehlte es im Angriff an Durchschlagskraft und Tiefe – und den Würfen die Präzision und Wucht. Obgleich sich der VfL im ersten Spielabschnitt elf Fehlwürfe leistete, war er zur Halbzeit im Spiel.

Und er witterte nach dem schnellen Anschluss in Minute 32 die Chance, zum ersten Mal in dieser Saison etwas mitzunehmen. Diese Hoffnung schwand indes rasch: Nach drei technischen Fehlern und einem Fehlwurf gerieten die Waiblingerinnen binnen drei Minuten mit 14:19 ins Hintertreffen und kamen auch nach einer Auszeit nicht mehr in die Spur. Im Übereifer leistete sich der VfL weiterhin etliche leichte Fehler, Union Halle-Neustadt hingegen wurde immer sicherer. Beim 16:25 war die Partie zwölf Minuten vor dem Ende entschieden. Der VfL versuchte es mit der siebten Feldspielerin und einer offensiveren Deckung – ohne Erfolg. Es funktionierte nur noch wenig, der Gast zog bis zum für den Aufsteiger deprimierenden 34:22-Endstand davon.

Für den VfL steht am kommenden Samstag, 17. Dezember (19 Uhr), die nächste schwere Aufgabe an beim deutschen Vizemeister und Tabellenführer Borussia Dortmund.

VfL Waiblingen: Wunsch, Meißner; Nagler (5), Probst (1/1), Ehlert (2), Klingler (1), Brand (3), Hammer (1), Hertha (4), Gisa (1), Henkel (1), Jäger (1), Pollakowski, Eckhardt (2).

SV Union Halle-Neustadt: A. Gudelj, Lepschi; Nukovic (4), Woch (2), Fischer (1), Tietjen, Östlund (4), Woller (7), Mikkelsen (5), Reuthal (1), Lundström (1), Niewiasomska (4/3), Dierks (1), M. Gudelj (4).

Die Erstliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen sind auch nach sieben Spielen noch ohne Punkt. Die 22:34-Niederlage (12:15) gegen den SV Union Halle-Neustadt in der heimischen Rundsporthalle ist schmerzhaft gewesen. Beim 14:15 nach 32 Minuten schien die Chance auf das erste Erfolgserlebnis so groß wie nie zuvor in der noch jungen Saison. Dann nutzte der Vorjahresachte eine fahrige Phase des Neulings und sorgte mit einem 10:2-Lauf für klare Verhältnisse.

Der Blick auf die Anzeigetafel

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