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2:2 nach 2:0: Remis in Regensburg für KSC «ärgerlich»

Jahn Regensburg - Karlsruher SC
Benedikt Gimber von Regensburg (l) und Christoph Kobald von Karlsruhe kämpfen um den Ball. Foto: Armin Weigel/dpa © Armin Weigel

Regensburg (dpa/lsw) - Dass es nicht für einen Sieg reichte, wurmte Christian Eichner auch noch am Sonntag. «Es wird sich noch ein oder zwei Tage schlecht anfühlen. Es ist die Art und Weise, wie wir es aus der Hand gegeben haben», sagte der Trainer des Karlsruher SC der Deutschen Presse-Agentur zum 2:2 beim Überraschungsteam SSV Jahn Regensburg. «Wenn man alles zusammennimmt, fühlt es sich vielleicht für manchen in Ordnung an. Man darf es mir aber nicht verübeln, dass ich so nicht fühle», meinte der 38-Jährige.

Mit 2:0 hatte der badische Fußball-Zweitligist am Samstag geführt, weil Marvin Wanitzek (14. Minute) und Marco Thiede (51.) vor 8790 Zuschauern für die lange spielbestimmenden Karlsruher getroffen hatten. Knackpunkt war dann eine Entscheidung des Video-Schiedsrichters. KSC-Verteidiger Christoph Kobald bekam den Ball im Strafraum an die Hand. Der Video-Referee entschied auf Elfmeter. Andreas Albers (56.) verwandelte den Strafstoß. Und kurz danach traf Gimber (58.) für die spät aufgewachten Oberpfälzer.

In den ersten 45 Minuten waren die aktuellen Höhenflieger aus Regensburg komplett neben der Spur gewesen. Die Karlsruher ließen sie mit cleverem Pressing nicht zur Entfaltung kommen.

«Es ist natürlich ärgerlich», haderte Mittelfeldspieler Wanitzek mit dem Remis: «Ich glaube, wenn man hier 2:0 führt nach 50 Minuten, eigentlich alles im Griff hat, bist auf der Siegerstraße und dann kommen fünf Minuten, in denen man das Spiel herschenkt, fühlt sich das am Ende natürlich bitter an.» In der Schlussphase musste der KSC gar um einen Punkt fürchten. Schiedsrichter Deniz Aytekin nahm seine Elfmeter-Entscheidung aber zurück.

Die Badener verpassten den greifbaren vierten Saisonsieg. Zufrieden war Eichner aber damit, dass seine Elf nach dem schwachen 1:3 gegen den FC St. Pauli «eine richtige Antwort» gegeben habe. «Die haben wir auch eingefordert. Es war schon eine kleine Prüfung», erklärte der Coach, der die Saison bisher «so in Ordnung» findet.

Nach der Länderspielpause ist Abstiegskandidat FC Erzgebirge Aue der nächste Gegner. Dann können die Karlsruher vermutlich wieder auf Robin Bormuth zurückgreifen. Der Verteidiger war in Regensburg für die Startelf vorgesehen, hatte aber kurzfristig passen müssen.

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