Handball im Rems-Murr-Kreis

31:22 - Klare Sache für die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen

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Caren Hammer ging mit einer starken Leistung vorneweg beim klaren Sieg des VfL, der konzentriert und geschlossen auftrat gegen die SG 09 Kirchhof. © Ralph Steinemann Pressefoto

Mit viel Zuversicht war die SG 09 Kirchhof eine Woche nach dem 22:22-Unentschieden gegen die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen zum „Rückspiel“ in Staufer-Halle angereist. Schließlich hatte die SG die Partie in Melsungen eine Dreiviertelstunde lang bestimmt. Doch als Kirchhofs Trainer Martin Denk nach nur sechs Minuten beim von 4:1 für den VfL die erste Auszeit nahm, deutete es sich bereits an, dass der Plan für einen Auswärtssieg in Waiblingen wenig Aussicht auf Erfolg haben sollte. Der VfL gewann souverän mit 31:22 (15:10).

Andere Körpersprache

Denn die Waiblingerinnen knüpften vom Anpfiff weg nahtlos an die starke Schlussviertelstunde vom vergangenen Samstag an. Aus einer kompakten Abwehr heraus baute der VfL mit viel Tempo und variablem Angriffsspiel enormen Druck auf. Caren Hammer sprühte vor Einsatzwillen und Durchsetzungskraft und stand damit stellvertretend für die ganze Mannschaft, die mit einer ganz anderen Körpersprache auftrat. Dass der VfL so fulminant starten würde und sein Team hingegen im Angriff wenig zustande brachte, sorgten beim Gästetrainer schon früh für hörbaren Ärger.

Einzig die mangelnde Chancenverwertung und die überragende Kirchhofer Torhüterin Frederikke Siggaard verhinderten schon zu diesem Zeitpunkt eine höhere Führung des Gastgebers. Dies und die frühe Auszeit der SG brachten den VfL jedoch nicht aus dem Konzept. Das 9:3 in der 17. Minute durch Tanja Padutsch, die von Rechtsaußen einlaufend die Gästeabwehr mehrmals überrumpelte, sollte die höchste Waiblinger Führung im ersten Durchgang bleiben. Denn der VfL leistete sich danach in der Abwehr ein paar kleinere Durchhänger und vorne weitere Fehlwürfe aus aussichtsreichen Positionen – inklusive vom Siebenmeterstrich. Doch der Flurschaden blieb aus, da Kirchhof im Angriff weiterhin wenig Ideen gegen die zupackende VfL-Abwehr hatte und auch häufiger am Tor vorbei zielte. So ging es mit einer 15:10-Führung für Waiblingen in die Pause.

Thomas Zeitz in Quarantäne

Nach dem Seitenwechsel wurde es nur einmal beim Stand von 17:14 (35.) wieder etwas enger für den Gastgeber, der von acht Strafwürfen vier nicht im Gästetor unterbrachte und weitere freie Chancen ausließ. Doch die VfL-Abwehr engte weiterhin erfolgreich die Kreise von Diana Sabljak und Mariel Breugels ein. Mit einem 4:0-Lauf zum 21:14 stellten die Waiblingerinnen endgültig die Weichen auf Sieg. Am Ende leuchte ein verdientes 31:22 auf der Anzeigetafel auf.

Auch wenn es bei einer konsequenteren Chancenverwertung gut und gerne 40 Waiblinger Treffer fast schon hätten werden müssen, war darüber beim VfL keiner traurig – und die SG mit dem Endstand noch gut bedient.

Die Ein- und Auswechslungen durch Co-Trainer Adrian Müller, der den sich aufgrund der Corona-Erkrankung seiner Partnerin in Quarantäne befindlichen Thomas Zeitz als Chefcoach vertrat, passten ebenfalls. Alle Waiblingerinnen waren einsatzfreudig und hochmotiviert, es gab keine Brüche im VfL-Spiel.

Klasse Mannschaftsleistung

Müller war dementsprechend auch sehr zufrieden: „Die Mädels haben das richtig gut umgesetzt und von Beginn an Tempo und Druck gemacht“, sagte er. „Das war eine klasse Mannschaftsleistung von allen Spielerinnen.“ Das beweist auch die Torschützenliste des VfL Waiblingen: Gleich zwölf verschiedene Spielerinnen trafen ins Kirchhofer Gehäuse. Ein ebenfalls zufriedener Waiblinger Torwarttrainer Fabian König ergänzte: „Das war die richtige Reaktion der Mannschaft auf das recht schwache Auftreten im Hinspiel bis zur 45. Minute.“

VfL Waiblingen: Zec, Meißner; Tietjen (2), Nagler (3/2), Teixeira da Silva (1), Schraml (2), Hagen (4/1), Klingler, Hammer (4), Smits (3/1), Padutsch (4), Berisha (2), Kristmann (1), Ridder (1), Jäger (4).

SG 09 Kirchhof: Siggaard, Jurcevic; Özcelik (2),Schaffrick (2), Harder, Evjen (8/7), van der Linden, Koltschenko, Sabjak (2), Beugels (3), Immelnkämper (1), Kavaliauskaite (3), Schlegel, Prauss (1), Spatz.

Mit viel Zuversicht war die SG 09 Kirchhof eine Woche nach dem 22:22-Unentschieden gegen die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen zum „Rückspiel“ in Staufer-Halle angereist. Schließlich hatte die SG die Partie in Melsungen eine Dreiviertelstunde lang bestimmt. Doch als Kirchhofs Trainer Martin Denk nach nur sechs Minuten beim von 4:1 für den VfL die erste Auszeit nahm, deutete es sich bereits an, dass der Plan für einen Auswärtssieg in Waiblingen wenig Aussicht auf Erfolg haben

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