Olympia in Tokio

Algerischer Judoka zieht vor Kampf gegen Israeli zurück

Olympische Spiele
Ein algerischer Judoka hat bei den Olympischen Spielen für einen Skandal gesorgt. Foto: Vesa Moilanen/Lehtikuva/dpa © Vesa Moilanen

Tokio (dpa) - Der algerische Judoka Fethi Nourine hat bei den Olympischen Spielen in Tokio seinen Auftakt-Kampf gegen einen Israeli verweigert und auf eine Teilnahme verzichtet.

Der Internationale Judo-Verband nahm daraufhin Ermittlungen gegen den 30 Jahre alten Sportler und dessen Trainer auf. Beide seien vorläufig suspendiert worden, eine Disziplinarkommission solle nun über weitere Folgen entscheiden, teilte der Weltverband IJF mit.

Nourine hätte in Tokio in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm am Montag in seinem ersten Kampf gegen den Israeli Tohar Butbul antreten sollen. Daraufhin äußerten sowohl der Athlet als auch der Trainer in algerischen Medien die Absicht, bei den Spielen nicht anzutreten und begründeten dies damit, nicht gegen einen Israeli kämpfen zu wollen.

Das Olympische Komitee Algeriens entschied laut IJF, das Duo nach Hause zu schicken und will ebenfalls Sanktionen prüfen. Der Weltverband erklärte, die Aussagen von Nourine und seinem Coach stünden «in totalem Gegensatz zur Philosophie» des Judo-Verbandes. Judo basiere auf Solidarität, Respekt und Freundschaft, jede Form der Diskriminierung könne daher nicht toleriert werden.

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