Rems-Murr-Sport

Auch Favoriten verlieren: Keine Punkte für Handball-Württembergligisten Waiblingen und Alfdorf

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Aufgrund ihrer viel zu schwachen Offensive unterlagen die Schwaikheimer (mit Ball Simon Lorenz gegen links Nico Isenberg und rechts Christoph Hönig) zu Hause dem auch nicht gerade treffsicheren SV Leonberg/Eltingen. © Ralph Steinemann Pressefoto

(sch/pm). Damit war nicht zu rechnen: Zum Württembergliga-Auftakt haben die als einer der Topfavoriten gehandelten Handballer des VfL Waiblingen einen Dämpfer verpasst bekommen. Auch den ebenfalls hoch eingeschätzten Alfdorfern ging’s nicht besser. Und die Frauen der SV Remshalden zeigten sich nach Abgang der Leistungsträgerinnen deutlich überfordert. In der Verbandsliga dagegen überzeugten die Männer der SG Weinstadt mit einem Kantersieg.

Württembergliga, Männer

Könner wie der langjährige Bundesligaspieler Simon Baumgarten und Rückkehrer Axel Steffens als Neuzugänge, dazu ein eingespieltes Team, das in der vergangenen Saison nur mit Pech am Aufstieg gescheitert war: Der VfL Waiblingen ist in dieser Runde einer der Topfavoriten, auch Coach Tim Baumgart träumt von der Oberliga. Allerdings warnt er vor Unwägbarkeiten, ein Aufstieg ist nicht planbar. Und prompt ist das Auftaktspiel verloren gegangen – 25:26 beim TSV Deizisau.

Die Waiblinger haderten mit den Schiedsrichtern – aber vor allem auch mit der eigenen Leistung besonders in Hälfte eins. Nach 17 Minuten hatte Deizisau 11:6 geführt, bis zur Halbzeit kam der VfL auf 12:15 heran.

Mit der Einwechslung des angeschlagenen Steffens kam neuer Schwung ins Angriffsspiel, der zehnfache Torschütze Mark Leinhos erzielte das 20:20. Als Joakim Schwarz zum 25:26 traf, waren noch 90 Sekunden zu absolvieren. Zur Verzweiflung der Gäste durfte Deizisau den letzten Angriff bis sieben Sekunden vor dem Ende ausspielen, was die Niederlage des VfL quasi besiegelte.

Aolfdorfer geschwächt und ohne Biss

Ebenfalls eine dicke Enttäuschung gegeben hat’s für den TSV Alfdorf/Lorch und seinen neuen Coach Pascal Morgant. Das Heimspiel gegen den TV Neuhausen/Erms endete 21:25 (12:11).

Zwar waren mit Adrian Pfahl, Jan Spindler, Shane Lauber und dem Langzeitverletzten Armin Bauer gleich vier Spieler außer Gefecht gewesen. Daran allein lag es jedoch nicht, dass die Gäste beide Punkte aus der Lorcher Schäfersfeldhalle mit nach Hause nahmen. Insbesondere in der zweiten Hälfte spielte die Mannschaft von Morgant ohne Biss. Auch weil sie zu viele technische Fehler beging, unterlag sie verdient. 

Vor der Pause hatte es besser ausgesehen. Die Rote Karte gegen Robert Rinker nach einer unglücklichen Abwehraktion (29.) schwächte das Team aber zusätzlich.

SF Schwaikheim viel zu schwach im Angriff 

Ein Spieltag zum Vergessen war’s auch für den Dritten im Bunde, die SF Schwaikheim . In einer torarmen Partie unterlag das Team von Trainer Heiko Burmeister in der heimischen Fritz-Ulrich-Halle dem als gleichwertig eingeschätzten SV Leonberg/Eltingen mit 17:20 (10:11).  Besonders schwach war – wen wundert’s – die Angriffsleistung, hinzu kam eine Latte an technischen Fehlern.

Bis zur 7:5-Führung hatte es noch gut ausgesehen, danach jedoch herrschte in der Offensive Funkstille. Schwaikheim blieb nach der Pause 15 Minuten ohne Feldtor und war nur zweimal per Siebenmeter erfolgreich. Und die Abwehr? Agierte durchwachsen.

Torhüter-Legende Stefan Doll war zwar gut aufgelegt, doch seine Vorderleute bekamen den Leonberger Lars Neuffer, der zehn Tore erzielte, vor allem zu Anfang der Begegnung nicht in den Griff. Zu allem Überfluss sah der starke Schwaikheimer Chris Hellerich in der 50. Minute für eine Notbremse zurecht glatt die Rote Karte.

TSV Deizisau – VfL Waiblingen 26:25 (15:12). VfL Waiblingen: Seeger, Keller; Gühne, Westner, Leinhos (10/6), Mayer, Ader (1), Stöhr (1), Laurenz (6), S. Baumgarten (2), Steffens, Schwarz (2), L. Baumgarten (1), Hellmann (2). TSV Alfdorf/Lorch – TV Neuhausen/Erms 21:25 (12:11). TSV Alfdorf/Lorch: Jerković, S. Bareiß (2), Schuster (2), Sos (2), S. Röhrle (1), Plaschke, M. Bareiß (4), B. Röhrle (4), Reu, Rauch, Rinker (3) Neumaier (3), Salja, Spindler. SF Schwaikheim – SV Leonberg/Eltingen 17:20 (10:11). SF Schwaikheim: Doll, Kellner; Karcher (1), Eckstein (1/1), Müller, Schindlbeck, Schulz (2), Würtele, Hellerich (3), Gabriel (7/3), Klöpfer, Weber (1), Lorenz (1), Schweikhardt (1).

Frauen

Während die hoch gehandelten SF Schwaikheim und VfL Waiblingen II noch frei hatten, haben sich die Befürchtungen von Trainerin Silke Zindorf von der SV Remshalden bestätigt: Es wird eine sehr schwere Saison. Die Abgänge der routinierten Leistungsträgerinnen kann die SVR zumindest momentan noch nicht mal ansatzweise kompensieren.

Mit 20:37 ging das Team bei der SG H2Ku Herrenberg II unter. Zwar erwartet Zindorf die Herrenbergerinnen im oberen Drittel der Tabelle, doch eine so heftige Schlappe gibt dann doch zu denken. Schon zur Pause lag Remshalden 9:19 zurück, weil das Team in der Abwehr laut Trainerin viel zu brav agierte. Die guten Torhüterinnen verhinderten eine noch niederschmetterndere Niederlage.

Verbandsliga, Männer

Anders als in den nun eingleisigen Württembergligen haben die abgestiegenen Teams in der neu eingeführten Verbandsliga Erfolge gefeiert. Ein Kantersieg gelang der SG Weinstadt . Sie gewann beim Mitabsteiger HSG Schönbuch mit 33:23 (15:12).

Nur in der Anfangsphase hatten die Gäste Schwierigkeiten gehabt. Nach einer Auszeit von Ralf Volz in seinem ersten Punktspiel als Weinstädter Coach stand die Defensive besser, die SG nahm einen Drei-Tore-Vorsprung mit in die Pause.

Im zweiten Durchgang ließen die Gäste nichts mehr anbrennen: Nach 36 Minuten war das Spiel beim 20:13 bereits zugunsten von Weinstadt entschieden.

Nach der Pause dreht Remshalden das Spiel

Ebenfalls zwei Auswärtspunkte nahm die SV Remshalden mit. Sie bezwang die SG Ober-/Unterhausen mit 32:29. Zur Pause war das Team noch 14:15 zurückgelegen. Doch vom 20:19 durch Niklas Pesch an (43.) lagen die Gäste stets in Führung. Das 30:25 durch Kenneth Eckstein war in der 57. Minute die Entscheidung. Beste Remshaldener Torschützen waren Alex Fellmeth (7) und Robin Lehner, der alle seine fünf Siebenmeter verwandelte und einmal aus dem Feld heraus erfolgreich war.

HSG Schönbuch – SG Weinstadt 23:33 (12:15). SG Weinstadt: Gantner, Schwegler; Wilhelm, Linsenmaier (3), Volz (2), Meyer (4), Widmann (1), Lederer (5), Tutsch (5), Baireuther (1), Gammerdinger, Stäudle (3), Kuhnle (6), Köngeter (3).

SG Ober-/Unterhausen – SV Remshalden 29:32 (15:14). SV Remshalden: Klemm, Neuhäuser; Eckstein (2), Böhringer (3), Fellmeth (7), Pesch (3), Rosner, Cesar (3), Nonnenmann, Hämmer (3), Klingler (1), Lehner (6/5), Hertel (3), Palmer (1).

(sch/pm). Damit war nicht zu rechnen: Zum Württembergliga-Auftakt haben die als einer der Topfavoriten gehandelten Handballer des VfL Waiblingen einen Dämpfer verpasst bekommen. Auch den ebenfalls hoch eingeschätzten Alfdorfern ging’s nicht besser. Und die Frauen der SV Remshalden zeigten sich nach Abgang der Leistungsträgerinnen deutlich überfordert. In der Verbandsliga dagegen überzeugten die Männer der SG Weinstadt mit einem Kantersieg.

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