Handball im Rems-Murr-Kreis

Bärenstarke Angriffsleistung: VfL Waiblingen feiert einen Kantersieg zum Jahresabschluss

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Sinah Hagen (mit Ball) war von der Solinger Abwehr (von links Mandy Reinartz, Carina Senel und Cassandra Nanfack) nicht zu halten. © Ralph Steinemann Pressefoto

Einen besseren Jahresabschluss hätten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen sich selbst und ihren Anhängern nicht bescheren können: Mit einer bärenstarken Angriffsleistung und der guten Torhüterin Celina Meißner zerlegten die Waiblingerinnen den Tabellenvierten HSV Solingen-Gräfrath überraschend deutlich mit 38:24 (19:9).

Dabei hatte es anfangs gar nicht nach einem Kantersieg vor den leeren Rängen der Rundsporthalle ausgesehen. Waiblingen traf vier Mal in Folge nur das Gebälk des Solinger Kastens, die Gäste hingegen legten bis zur siebten Minute die 3:0-Führung vor. Erst der Doppelpack der erneut als Spielgestalterin und Torschützin überragenden Sinah Hagen zum 2:3 rüttelte die Heimmannschaft wach. Die VfL-Abwehr stand nun sattelfest und ließ Solingens Rückraum-Ass Vanessa Brandt kaum zur Entfaltung kommen. Zudem erwischte VfL-Keeperin Celina Meißner einen Sahnetag und machte beste Chancen des HSV zunichte. Keine fünf Minuten waren seit dem Treffer zum 0:3 vergangen, da führte Waiblingen mit 5:3. Gästetrainerin Kerstin Reckenthälerin nahm schon nach elf Minuten die erste Auszeit. Ohne Erfolg: Denn der Waiblinger Rückraum mit Hagen, Caren Hammer und Jule Schraml war von der HSV-Abwehr nicht zu bremsen. Entweder traf eine aus dem Trio selbst oder setzte die ebenfalls überzeugende Kreisläuferin Vivien Jäger erfolgreich in Szene. Auch Lulu De Bellis, die zeitweise auf der ungewohnten Linksaußenposition spielte, sprühte vor Einsatzwillen und Durchsetzungskraft.

Zur Pause führte der VfL mit 19:9

Nach knapp 17 Minuten führte der VfL mit 11:5. Zwei Tore von Brandt brachten die Gäste zwar auf vier Treffer heran, doch dann wurden der HSV förmlich überrollt. Der Angriff lief auf Hochtouren. Auch, weil die auf Halblinks eingewechselte Mariel Wulf mit ihren knallharten Würfen Gästekeeperin Natascha Krückemaier keine Chance ließ. Mit einem 8:2-Lauf in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs schraubte der VfL das Ergebnis zum 19:9-Pausenstand.

Nur acht Sekunden nach Wiederanpfiff netzte Hammer zum 20:9 ein und setzte damit ein klares Zeichen, dass sich ihr Team dieses Mal keinen Einbruch leisten will. Trotz eines zwischenzeitlichen Durchhängers aufgrund von Auswechslungen und Zeitstrafen kam Solingen-Gräfrath nur bis auf sechs Tore heran (18:24/43.). Danach beherrschte Waiblingen wieder klar das Spiel. Auch die VfL-Außenspielerinnen Alina Ridder und Judith Tietjen steuerten sehenswerte Treffer bei. Lena Klingler, die in ihrem ersten Saisonspiel für den VfL gleich im ersten Wurfversuch traf, erzielte die höchste VfL-Führung in der Partie (35:21). Am Ende stand der 38:24-Erfolg. Gleich zwölf verschiedene Waiblinger Spielerinnen hatten sich dabei in die Torschützenliste eingetragen.

Trainer Thomas Zeitz: "Genau der richtige Jahresabschluss"

Der höchst zufriedene Waiblinger Trainer Thomas Zeitz strahlte: „Das war genau der richtige Jahresabschluss mit einem klaren Erfolg, nach einer bislang schwierigen Saison“, sagte er. „Der durch Corona bedingte ungewohnte Spielrhythmus mit zwei ausgefallen Partien ist sehr herausfordernd. Umso mehr freut es mich, dass die Mannschaft so überzeugend aufgetreten ist.“

Waiblingens Zweitligateam verabschiedete sich also nicht nur erfolgreich aus dem Handballjahr 2020, sondern auch für unbestimmte Zeit von ihrer Heimspiel- und Trainingsstätte. Denn wie der VfL erst am Mittwoch erfuhr, wird die Rundsporthalle zum Kreis-Impfzentrum für den Rems-Murr-Kreis umfunktioniert.

VfL Waiblingen: Meißner, Ionita; Tietjen (3), Teixeira da Silva, Schraml (5), Zeba (1), Hagen (6), Klingler (1), Wulf (5), Hammer (5), Smits (1/1), Padutsch (1), De Bellis (4), Ridder (2), Jäger (4).

HSV Solingen-Gräfrath: Krückemeier, Fahnenbruck; Senel (2), Clauberg (2), Winkelhoch, Karathansassis, Nafack (5), Reinarz (3), Tesche, Bongarz (1), Müller (3), Penz (3), Brandt (5/1).

Einen besseren Jahresabschluss hätten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen sich selbst und ihren Anhängern nicht bescheren können: Mit einer bärenstarken Angriffsleistung und der guten Torhüterin Celina Meißner zerlegten die Waiblingerinnen den Tabellenvierten HSV Solingen-Gräfrath überraschend deutlich mit 38:24 (19:9).

Dabei hatte es anfangs gar nicht nach einem Kantersieg vor den leeren Rängen der Rundsporthalle ausgesehen. Waiblingen traf vier Mal in Folge nur das

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