Europameisterschaft

Basketballer mit großem Respekt vor Polen: «Eine Wundertüte»

Alle fit
Das Spiel um Platz drei gegen Polen kann Deutschland in Bestbesetzung angehen. © Federico Gambarini

Berlin (dpa) - Deutschlands Basketballer gehen mit großem Respekt vor Gegner Polen in das Spiel um Platz drei bei der EM in Berlin.

«Das ist eine Wundertüte. Sie können sehr guten Basketball spielen, gestern gegen Frankreich haben sie das nicht gezeigt. Das Finale wäre für sie schon etwas sehr, sehr Großes gewesen. Für uns ist es eine Riesenmöglichkeit», sagte Johannes Thiemann am Samstag im Teamhotel in Berlin. Am Sonntag (17.15 Uhr/RTL und Magentasport) geht es gegen den Außenseiter um die Bronzemedaille.

«Die sind gefährlich. Wir müssen da wirklich konzentriert reingehen», warnte Thiemann. Polen hat zwar bei der EM mit einem Sieg über Titelverteidiger Slowenien überrascht, kassierte aber auch schon drei Niederlagen mit mehr als 25 Punkten Unterschied. Darunter auch das 54:95 im Halbfinale gegen Frankreich.

Niemand hat Polen unter den letzten Vier erwartet

Bundestrainer Gordon Herbert sagte: «Wir hatten zwei sehr enge Spiele in der WM-Qualifikation. Wir haben zweimal gewonnen, aber es war knapp. Es ist ein großartiges Team.» Niemand habe Polen unter den letzten Vier erwartet, stellte der 63 Jahre alte Chefcoach klar.

Das Spiel um Platz drei kann Deutschland in Bestbesetzung angehen. «Es sieht so aus, als ob jeder bereit wäre. Es ist gut, dass die Jungs enttäuscht sind», sagte Bundestrainer Gordon Herbert. Franz Wagner (Knöchel), Nick Weiler-Babb (Schulter) und Johannes Voigtmann (krank) waren noch in dieser Woche angeschlagen, sind aber auch nach den kräftezehrenden Spielen gegen Griechenland und Spanien auch gegen Polen einsatzfähig.

Am Tag nach dem 91:96 gegen Weltmeister Spanien zeigte sich Herbert selbstkritisch. «Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Ich bin auch von mir enttäuscht», sagte der 63-Jährige. Konkret erklärte Herbert, er habe einzelne Spieler zu lange auf dem Parkett gelassen, weshalb diese in der Schlussphase nicht mehr fit und spritzig genug gewesen seien. «Es ist nicht das Ende der Welt. Spanien ist Spanien. Wenn du so weit kommst, gibt es aber keine zweiten Chancen», sagte Herbert.