2. Liga

Bielefeld mit neuem Trainer weiter sieglos - Fürth patzt

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Daniel Scherning
Arminia Bielfeld kam beim Trainer-Debüt von Daniel Scherning (r) in Heidenheim zu einem Remis. © Stefan Puchner
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Auswärtssieg
Die Kaiserslauterner bejubeln den Torschützen Mike Wunderlich (M) nach seinem Treffer zum 2:1. © Daniel Löb
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Zweikampf
Rostocks Damian Roßbach (M) versucht St. Paulis Igor Matanovic vom Ball zu trennen. © Sebastian Heger

Düsseldorf (dpa) - Neuer Trainer, alte Sorgen. Auch mit Daniel Scherning, dem Nachfolger des am Mittwoch entlassenen Vorgängers Uli Forte, bleibt Arminia Bielefeld in der 2. Fußball-Bundesliga weiterhin sieglos und steckt im Tabellenkeller fest.

Immerhin erreichten die Ostwestfalen mit ihrem neuen Chefcoach beim heimstarken 1. FC Heidenheim nach dem Platzverweis von Frederik Jäkel (75. Minute) in Unterzahl noch ein glückliches 1:1 (1:1). Ohne ihren verletzten Kapitän Fabian Klos reichte es am Sonntag nur zum sehenswerten Ausgleichstreffer von Robin Hack aus 30 Metern und großer kämpferischer Gegenwehr.

Scherning: «Mannschaft mit positiver Reaktion»

«Ich bin froh, dass wir etwas mitgenommen haben, das ist in unserer Situation viel wert. Es war eine absolute Willensleistung von uns und die Mannschaft hat eine positive Reaktion nach dem Rückstand gezeigt», befand der neue Bielefelder Trainer, der mit seinem Team am nächsten Freitag im Kellerduell auf Eintracht Braunschweig trifft.

Der zweite noch sieglose Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth musste nach zuletzt zwei Unentschieden wieder einen Rückschlag hinnehmen und unterlag Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern trotz früher 1:0-Führung durch Tobias Raschl (13.) mit 1:3 (1:0).

Beim Hochrisikospiel im Ostseestadion zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli, wo es in der Vergangenheit häufiger zu Ausschreitungen gekommen war, stand die sportliche Auseinandersetzung im Blickpunkt. Dabei feierten die Gastgeber mit dem 2:0 (2:0)-Erfolg ihren dritten Saisonsieg und verbesserten sich durch die Treffer von Kai Pröger 84.) und John Verhoek (17.) auf den sechsten Rang.

An der Tabellenspitze haben sich die Offensivkünstler des SC Paderborn und der Vorjahresvierte SV Darmstadt 98 mit jeweils vier Siegen aus fünf Spielen festgesetzt. Darmstadt ist auf dem Weg, sich in der Spitzengruppe zu etablieren. «Wir wissen aber, vernünftig damit umzugehen», sagte Darmstadts Keeper Marcel Schuhen nach dem 2:1-Sieg beim Hamburger SV am Freitagabend in einem hektischen Spiel mit vier Platzverweisen. Für den ambitionierten HSV war es bereits die zweite Saisonniederlage.

Kwasniok: «Gut ist nicht sehr gut»

Auch Paderborns Trainer Lukas Kwasniok blieb nach dem bislang torreichsten Spiel der Saison beim 7:2 gegen Holstein Kiel realistisch und wollte sein Team nicht als Aufstiegskandidaten bezeichnen. «Ich habe gesagt, dass die Mannschaft gut ist, aber gut ist nicht sehr gut. Wir wollen immer einen Tick besser werden», sagte er. Mit bislang 18 Treffern zeigt seine Elf viel Offensivpower.

Mit dem höchsten Auswärtssieg seiner Zweitligageschichte hat der Karlsruher SC beim 6:0-Erfolg bei Jahn Regensburg seinen verschlafenen Saisonstart vergessen gemacht. «Es hat alles gepasst», befand KSC-Coach Christian Eichner, der mit seinem Team nun drei Spiele unbesiegt ist. Neben dem HSV verpasste auch Fortuna Düsseldorf mit dem 2:2 bei Aufsteiger Braunschweig einen Sprung nach vorn. «Wir haben nach zwei Spielen sechs Punkte gehabt und haben jetzt acht. So gut ist der Start nicht», sagte Fortunas Kapitän Andre Hoffmann. Für die Eintracht war es der erste Punktgewinn der Saison.