Handball

Bundestrainer Gislason sorgt sich um Nationalspieler

Alfred Gislason
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason macht sich wegen des engen Spielplans große Sorgen um die Gesundheit seiner Spieler. Foto: Federico Gambarini/dpa © Federico Gambarini

Solingen (dpa) - Handball-Bundestrainer Alfred Gislason macht sich angesichts des vollen Terminkalenders in der bevorstehenden Saison große Sorgen um die Gesundheit der stark belasteten Nationalspieler.

«Der Spielplan ist extrem eng, die Verletzungsgefahr sehr groß. Die Spieler werden sehr viele Spiele in den Knochen haben, wenn sie Anfang November zur Nationalmannschaft kommen», sagte der 61 Jahre alte Isländer am Freitag bei einem Pressegespräch in Solingen. «Ich hoffe, dass sich keine wichtigen Spieler verletzen.»

Für Gislason war es der erste öffentliche Auftritt seit Anfang März. Seither befindet sich der Bundestrainer, der im Februar die Nachfolge von Christian Prokop angetreten hatte, im Corona-Wartestand. «Die Zeit war extrem frustrierend. Es war sehr schwierig, die Füße still zu halten. Erst fiel das Länderspiel gegen die Niederlande aus, dann die Olympia-Qualifikation und schließlich auch die WM-Ausscheidung. Ich hoffe, dass wir nicht noch einmal durch Corona gestoppt werden», sagte Gislason.

Sein Debüt als Bundestrainer gibt er nun am 5. November beim EM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina. Für die Partie in Düsseldorf plant der Deutsche Handballbund momentan mit Zuschauern. Erster Höhepunkt der Saison ist die WM vom 13. bis 31. Januar 2021 in Ägypten. «Natürlich wollen wir dort so weit wie möglich kommen. Eine konkrete Prognose ist derzeit aber schwierig», sagte Gislason.

© dpa-infocom, dpa:200925-99-705934/2