Nach Chemotherapie

BVB-Profi Haller: «Die Symptome waren unangenehm»

Sébastien Haller
Sébastien Haller ist beim BVB-Trainingslager wieder dabei. © David Inderlied

Dortmund (dpa) - Der an Hodenkrebs erkrankte Dortmunder Fußballprofi Sébastien Haller hat Einblicke in die Zeit während seiner vier Chemotherapie-Zyklen gewährt.

«Jedes Mal musste ich mehrere Tage im Krankenhaus und im Bett verbringen. Die Symptome waren unangenehm. Ich habe jedes Mal viel Flüssigkeit verloren, habe dadurch auch einige Kilo weniger gewogen. Ich hatte Schluckauf und Magenprobleme, das Essen konnte ich eine Zeit lang nicht richtig schmecken», sagte der 28 Jahre alte Stürmer in einem Interview der «Bild». Der Neuzugang von Ajax Amsterdam hatte vor Saisonbeginn die Diagnose Hodenkrebs erhalten und konnte deshalb noch kein Pflichtspiel für den BVB absolvieren.

Vor allem seine Familie habe ihm nach der Krebs-Diagnose geholfen, erklärte Haller. «Als ich nach Hause gekommen bin, hatte meine Frau ein paar kleine Plakate vorbereitet mit den Nachrichten meiner Familie. Mama, Papa, Bruder, Schwester. Das war eigentlich das emotionalste.» Aus der Fußballwelt habe er viele aufbauende Nachrichten erhalten. «Auch die Frankfurter Büffel-Bande mit Luka Jovic und Ante Rebic hat mir geschrieben, das hat mich gefreut», sagte Haller, der zwischen 2017 und 2019 für die Eintracht spielte.

Derzeit bereitet sich Haller mit Borussia Dortmund im spanischen Marbella auf die Bundesliga-Fortsetzung am 22. Januar gegen den FC Augsburg vor. Sein Ziel sei es, dann erstmals für den BVB vor der berühmten Südtribüne aufzulaufen. «Dieser Moment spielt sich seit Tag 1 regelmäßig in meinen Gedanken ab. Dafür spielt man bei dem Verein.»