18. Spieltag

Darüber spricht die Liga: Corona, Auftakt, Abstiegskampf

Domenico Tedesco
RB-Trainer Domenico Tedesco steht mit den Leipzigern vor Start der Bundesliga-Rückrunde unter erheblichem Druck. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa © Jan Woitas

Berlin (dpa) - Die Fußball-Bundesliga startet in die Rückrunde. Und es geht insbesondere wieder um Corona. Etliche Clubs haben bereits positive Tests vermeldet. Noch ist kein Spiel verschoben worden. Sportlich müssen die Verlierer der Hinrunde liefern.

Corona: Leere Stadien, aber volle Corona-Listen. Das Virus hat den Fußball mal wieder fest im Griff. Kaum ein Verein ist aktuell von Spielerausfällen wegen positiver Corona-Tests verschont geblieben. Am schlimmsten hat es den FC Bayern München erwischt, der mit einer Rumpfmannschaft den Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach bestreiten muss. Nahezu gleiche Bedingungen gibt es in Sachen Zuschauer. Die Clubs müssen sich größtenteils auf Geisterspiele einstellen.

Meisterschaft: Neun Punkte beträgt das Polster von Herbstmeister FC Bayern auf Verfolger Borussia Dortmund - inklusive Tordifferenz sind es im Grunde sogar zehn. Die Luft scheint raus aus dem Titelkampf - mal wieder. Oder bringt die aktuelle Corona-Welle die Münchner aus dem Tritt? Das Eröffnungsspiel der Rückrunde gegen Gladbach könnte die Antwort geben. Julian Nagelsmann findet es aus Trainersicht «total reizvoll», nach allein neun Corona-Ausfällen eine Elf auf den Platz zu bringen, die immer noch ein Siegerteam ist. Die Konkurrenz, nicht nur aus Dortmund, wird an den TV-Geräten gespannt zuschauen. «Wir haben neun Punkte Vorsprung, darüber sind wir glücklich in der Situation», sagte Nagelsmann zur Ausgangslage vor dem Start 2022.

Abstiegskampf: Die SpVgg Greuther Fürth scheint mit nur fünf Punkten auf der Habenseite bereits abgeschlagen zu sein. Aber ansonsten verspricht der Abstiegskampf große Spannung. Zwischen dem Zehnten RB Leipzig, der eigentlich andere Ambitionen hat, und dem Tabellen-17. Arminia Bielefeld liegen gerade einmal sechs Zähler. So könnten wieder prominente Clubs am Ende den unerwarteten Gang in Liga zwei antreten.

Verlierer: Der auf Platz zehn abgestürzte Vizemeister RB Leipzig darf sich für die erneute Qualifikation zur Champions League kaum noch Ausrutscher erlauben. Für so einen war Gegner FSV Mainz 05 jedoch gleich zum Saisonauftakt gut, als der durch zahlreiche Corona-Ausfälle geschwächte Außenseiter Leipzig überraschte. Am Samstag werden nun bei Leipzig mindestens drei Stammspieler fehlen. «Solche Phasen gibt es gerade in der Pandemiezeit immer wieder. Das müssen wir akzeptieren», sagte der neue Trainer Domenico Tedesco. Noch düsterer sieht es bei Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg aus. Gladbach ist seit fünf Spielen sieglos und liegt nur noch drei Punkte vor einem Abstiegsrang. Beim VfL ist der Trainerwechsel zu Florian Kohfeldt zuletzt komplett verpufft und man kassierte allein in der Liga fünf Pleiten nacheinander.

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