WM in Katar

Das bringt der Tag bei der Fußball-WM

Lionel Messi
Argentiniens Lionel Messi gestikuliert. © Tom Weller

Doha (dpa) - Zwei Fußball-Nationen kämpfen um das erste Endspielticket, bei zwei anderen steigt das Halbfinal-Fieber - und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beschäftigt sich in der Heimat weiter mit den Aufräumarbeiten nach dem WM-Debakel. Das bringt der Dienstag rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar:

Halbfinale: Argentinien - Kroatien

Die beiden Altstars Lionel Messi aus Argentinien und Kroatiens Luka Modric kämpfen mit ihren Nationalmannschaften um den Finaleinzug. Es ist das wohl letzte WM-Turnier der beiden Anführer. Während Modric schon bei der letzten WM in Russland mit Kroatien im Finale stand, schaffte es Argentinien vor acht Jahren zum bislang letzten Mal ins Endspiel. Und wieder mal ruhen die Hoffnungen auf Messi. «Er ist unser Kapitän, unser Leader, er geht mit seiner Leidenschaft voran. Zu wissen, dass wir Messi im Team haben, gibt uns einen großen Push», sagte Abwehrspieler Nicolas Tagliafico.

Vize-Weltmeister Kroatien setzte sich in den beiden K.o.-Runden jeweils im Elfmeterschießen gegen Japan und Brasilien durch. Die Argentinier, bei denen Marcos Acuna und Gonzalo Montiel Gelbsperren absitzen müssen, bezwangen im Achtelfinale Australien in der regulären Spielzeit und in der Runde der letzten Acht die Niederlande im Elfmeterschießen. 

Vorbereitungen auf Frankreich - Marokko

Abschlusstraining und Pressekonferenz - bei den Franzosen und Marokkanern dürften die Aktivitäten am Dienstag die Vorfreude auf ihr Halbfinal-Duell nochmals steigern. Die französische Auswahl steht kurz davor, nach 1998, 2006 und 2018 zum vierten Mal in ein WM-Endspiel einzuziehen - zumal die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps am Mittwoch gegen Marokko klar favorisiert ist. «Wir sollten nicht in die Falle tappen und denken, wir seien die Favoriten», warnte indes Abwehrspieler Raphaël Varane. «Marokko steht im Halbfinale, das war nicht nur Glück.»

Pressekonferenz von Bernd Neuendorf

Elf Tage nach der Rückkehr aus Katar wird sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf erstmals in Deutschland öffentlich zum Scheitern der Nationalmannschaft äußern. Der 61-Jährige spricht an diesem Dienstag (12.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz im Frankfurter Campus des Deutschen Fußball-Bundes. 

Laut Einladung soll es um eine Bilanz des Jahres 2022 gehen - aber natürlich stehen nach dem Vorrunden-K.o. der DFB-Auswahl die anschließende Trennung von Geschäftsführer Oliver Bierhoff und die notwendige Neuausrichtung für die Heim-EM 2024 im Mittelpunkt.