108. Frankreich-Rundfahrt

Das bringt der Tag bei der Tour de France

Mark Cavendish
Kann Mark Cavendish nach der 13. Etappe sich für seinen 34. Tour-Etappensieg feiern lassen?. Foto: David Stockman/BELGA/dpa © David Stockman

Nimes (dpa) - In Nimes erlöste Nils Politt die deutschen Radprofis, in Carcassonne gibt es bei der Tour de France wohl eine weitere Chance für alle Sprinter.

Bevor es am Wochenende mit Volldampf Richtung Pyrenäen geht, werden heute - unweit vom Mittelmeer - 219,9 flache Kilometer von Nimes nach Carcassonne absolviert. Für Belgiens Radsport-Legende Eddy Merckx geht es bei der 108. Ausgabe um besonders viel, sein Uralt-Rekord wird von Mark Cavendish attackiert.

STRECKE: Einer Flachetappe folgt das Massenfinale? Nicht immer. Tour-Chef Christian Prudhomme wies explizit darauf hin, dass «eine Zieleinfahrt zu Füßen der Türme von Carcassonne noch nie im Massensprint entschieden wurde.» Diesmal werden die Sprinterteams darauf drängen, ein großes Finale herbeizuführen - schon alleine deshalb, weil es auf dem weiteren Weg nach Paris kaum noch Chancen für die endschnellen Männer gibt.

FAVORITEN: Cavendish, Cavendish, Cavendish. Nach drei Siegen gilt der 36 Jahre alte Altstar natürlich auch auf dem 13. Teilstück als Favorit. Sein Rennstall Deceuninck-Quick-Step wird alles geben, damit «King Cav» den Merckx-Rekord von 34 Tagessiegen schon bei dieser Tour knackt. Er steht derzeit bei 33.

GELBES TRIKOT: Der Vorsprung von Tadej Pogacar beträgt über fünf Minuten, das Profil bietet keine großen Schwierigkeiten. Wahrscheinlich dürften die Herausforderer um Rigoberto Uran und Jonas Vingegaard erst am Sonntag in den Pyrenäen den nächsten Angriff wagen. Am Mittwoch war Pogacar von Jonas Vingegaard am Mont Ventoux erstmals abgehängt worden, holte den Rückstand in der Abfahrt nach Malaucène aber wieder auf.

DEUTSCHE: André Greipel stellte zuletzt eine immer bessere Formkurve unter Beweis, wurde am Dienstag Achter und war am Donnerstag in einer Ausreißergruppe präsent. In Carcassonne könnte sich tatsächlich noch mal die Chance auf einen Podiumsplatz bieten, das Sprinterfeld ist nach mehreren Ausfällen stark reduziert. Tagessieger Politt hat seinen Coup erstmal geschafft und dürfte den Tag zum Verschnaufen nutzen.

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