Bundesliga

Das war der Samstag, das bringt der Sonntag

Verheerender Schalker-Saisonstart
Schalkes Trainer Manuel Baum (l) spricht an der Seitenlinie zu seinen Spielern. Schalke 04 steht nach drei Bundesligaspielen bei null Punkten und 1:15 Toren. Foto: Michael Sohn/AP/dpa © Michael Sohn

Berlin (dpa) - Torjäger, die treffen, aber nicht unbedingt siegen. Zwei Mannschaften, die seit langem schon nicht mehr gewonnen haben. Ein Rückblick auf die Samstagsspiele der Fußball-Bundesliga und auf das, was am heutigen Sonntag noch kommt.

NEUER TRAINER, ALTES LEID: Generell ist die Aufgabe schon schwer, die Rettungsmission des FC Schalke bei RB Leipzig zu starten, machte die Herausforderung noch größer für Manuel Baum. 0:3 nach 45 Minuten, dann auch noch ein Torwartwechsel, 0:4 am Ende. Die Königsblauen müssen nun auch in der Länderspielpause den Blick auf die Tabelle ertragen, in der sie auf dem letzten Platz liegen: mit null Punkten und 1:15 Toren.

TRAINER ZIEMLICH BEDIENT: Peter Bosz hielt sich nicht zurück. Drittes Remis nacheinander, damit weiter sieglos. Zu wenig für den Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen. Und dann auch noch das: Karim Bellarabi ließ sich zu einer unnötigen Aktion hinreißen, als er seinem Gegenspieler ins Gesicht griff. Gelb gab's, Rot hätte es sein können. «Ich glaube, dass das doof war», kommentierte Bosz. Auch die Mitspieler gifteten: «Das war scheiße und er weiß das selbst», sagte Keeper Lukas Hradecky.

NOCH EIN TRAINER IM BLICKPUNKT: Sportchef Horst Heldt polterte schon vor dem Spiel. Allerdings über den seiner Meinung nach nicht sinnigen saisonübergreifenden Bilanzvergleich des 1. FC Köln. Man habe erst zwei Spieltage, nicht zwölf, meinte er mit Blick auf die Serie von zwölf Spielen ohne Sieg. Gegen Borussia Mönchengladbach setzte es danach ein 1:3. «Wir haben uns dazu entschieden, weiter zusammenzuarbeiten, wir wissen aber auch, was auf uns zukommt in dieser Saison und dass dann so ein Start nicht gerade förderlich ist», sagte Trainer Markus Gisdol: «Aber es wird die ganze Saison so sein, dass wir um den Klassenerhalt kämpfen und da musst du dir auch bewusst sein, dass es schwierige Phasen gibt, in denen die Ergebnisse nicht da sind.»

DIE UNTERSCHIEDLICHE GEFÜHLSWELT VON TORJÄGERN: Tor Nummer sechs im dritten Ligaspiel dieser Saison konnte Andrej Kramaric nicht glücklich machen. Sein Treffer reichte der TSG 1899 Hoffenheim beim 1:2 gegen Eintracht Frankfurt nicht. Ganz anders dagegen Erling Haaland bei Borussia Dortmund. Zwei Tore und noch eines vorbereitet beim 4:0 über den SC Freiburg. «Er ist unser Mittelstürmer, von daher wird er natürlich dafür bezahlt, Tore zu schießen, aber wenn er vorm Tor ist, dann ist er schon eiskalt», lobte BVB-Kapitän Marco Reus. Und Haaland selbst? Seine Torbilanz sei nicht schlecht, es hätten aber mehr sein können, meinte er.

DER TITELVERTEIDIGER IST GEFORDERT: Ein Tag mehr Pause nach dem Supercup als der BVB. Nun gilt's für die Münchner Titelsammler: Das 1:4 gegen Hoffenheim ist passé. Für die Bayern geht es daheim gegen Hertha BSC (18.00 Uhr). Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick will weiter siegen. Vorher (15.30 Uhr) kann der FC Augsburg allerdings mit einem Erfolg beim VfL Wolfsburg dorthin, wo eigentlich die Bayern meist stehen: An die Tabellenspitze.

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