Fußball im Rems-Murr-Kreis

Das ZVW-Topspiel der Woche schon am Freitagabend:  SG Schorndorf  - SV Unterweissach

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Bei der Niederlage in Waiblingen haben die Schorndorfer Spieler zu oft das Nachsehen gehabt (hier gegen Jan Demmler). Das soll am Freitagabend (2. Oktober) im Spitzenspiel gegen den SV Unterweissach anders werden. © Ralph Steinemann Pressefoto

Der sechste Spieltag in den Rems-Murr-Ligen wird mit einem Kracher eröffnet: Am Freitagabend um 19:30 Uhr empfängt die SG Schorndorf den SV Unterweissach. Das Flutlichtspiel zwischen dem Dritten und dem Ersten der Bezirksliga verspricht Einiges.

Zurück in der Erfolgsspur

Bereits vor drei Wochen stand die SG Schorndorf bei uns im Fokus: Am dritten Spieltag traf sie im Spitzenspiel auf den damaligen Tabellenführer FSV Waiblingen, wo sie überraschend mit 1:6 unterging. "Waiblingen hat es an diesem Tag richtig, richtig gut gemacht. Allerdings haben wir uns auch unter Wert verkauft", ordnet SG-Trainer Zoran Cutura die Niederlage im Nachhinein ein. Von der Klatsche scheint sich Schorndorf recht schnell erholt zu haben.

In den letzten beiden Spielen ließ sie zwei deutliche Siege folgen: ein 5:0 zu Hause gegen den VfR Murrhardt und ein 4:1 beim KTSV Hößlinswart. Keineswegs überraschend für Cutura: "Der Auftritt in Waiblingen hat nicht zu dem gepasst, was die Mannschaft in den sieben, acht Wochen davor geleistet hat." Mit zwölf Punkten aus fünf Spielen steht die SG aktuell auf dem dritten Platz, womit man in Schorndorf sehr zufrieden sei, so Cutura.

 Nur der Trainer ist neu

Eine der beiden Mannschaften, die bisher noch besser abgeschnitten haben, steht der SG Schorndorf am Freitagabend gegenüber: der Tabellenerste SV Unterweissach. Fünf Siege aus fünf Spielen lautet dessen bisherige Bilanz. Dabei gewann er nicht nur gegen Teams, die eher im hinteren Tabellenbereich einzuordnen sind, sondern auch mitunter gegen die hochgehandelten SV Remshalden und TSV Nellmersbach.

Dass der SV Unterweissach nach fünf Spieltagen ganz vorne steht, ist zwar etwas überraschend, dass er vorne mitmischt, war aber zu erwarten. Das sieht auch der gegnerische Trainer Cutura so, immerhin hatten die Unterweissacher "in den letzten zwei, drei Jahren bereits gute Ergebnisse erzielt." Nach dem fünften Platz aus der Vorsaison blieb die Mannschaft weitestgehend zusammen. Die einzig neue Personalie ist die des Trainers: Auf Giuseppe Iorfida, der den Landesligisten TV Echterdingen übernahm, folgte der in Unterweissach bestens bekannte Nobert Gundelsweiler.

Auf die Frage, warum er nach sechs Jahren ohne Trainertätigkeit wieder zurück sei, antwortet er, er habe "wieder Lust verspürt". Lust, die bei diesem Saisonstart definitiv auf sein Team übergesprungen sein muss. Dass sich eine Euphorie entfalte, möchte Gundelsweiler aber tunlichst vermeiden: "Wir haben fünf von 30 Spielen gespielt und bei uns ist noch lange nicht alles perfekt." Damit meine er vor allem das Spiel gegen den Ball: "Acht Gegentore in fünf Spielen sind einfach zu viele." Dagegen nichts zu bemängeln hat Gundelsweiler an der Torausbeute seiner Mannschaft: 25 Tore in fünf Spielen, Bestwert in der Liga.

 Eine gesunde Mischung aus Jung und Alt

Die bisherige Bilanz sei allerdings nur ein eindrücklicher Beweis für das wirklich Wesentliche: "Ich will mit der jungen Mannschaft einen attraktiven Fußball spielen", so der SVU-Trainer. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp 23 Jahren (Quelle: fupa.net) gehört seine Mannschaft definitiv zu den jüngsten in der Bezirksliga.

Trotz des jungen Durchschnittsalters stimmt die Balance zwischen jüngeren und älteren Spielern bei Unterweissach: Neben den vielen talentierten, jungen Spielern, die oftmals aus der eigenen Jugend stammen, komplettieren erfahrene Spieler wie die beiden Spielertrainer Andreas Grimmer und Maximilian Höfer sowie Kapitän Mike Böhret den Kader. Wie reif die Mannschaft von Gundelsweiler tatsächlich schon ist, darf sie heute Abend in Schorndorf unter Beweis stellen.

 Top-Spiel ohne wirklichen Favoriten

Dass Unterweissach eine "junge, spritzige" Mannschaft hat, ist auch bei SG-Trainer Cutura nicht unbemerkt geblieben. Gundelsweiler auf der Gegenseite kennt vor allem einen Spieler bei seinem Gegner SG Schorndorf: Sokol Kacani, wen auch sonst. Mit acht Toren steht er - mal wieder - an der Spitze der Torjägerliste. Auf ihn wird Unterweissach sicherlich besonders achtgeben. Eine wirklich tragende Rolle bei der Spielvorbereitung habe der Gegner aber nicht gespielt, auch nicht bei einem solchen Top-Spiel, so beide Trainer übereinstimmend: "Wir versuchen, unsere eigenen Stärken auszuspielen."

Bei der Bestimmung der Favoritenrolle sind sich die beiden Cheftrainer weniger einig. Gekonnt spielen sie sich diese gegenseitig zu. Cutura sehe Unterweissach "aufgrund der bisherigen Ergebnisse" etwas im Vorteil, Gundelsweiler dagegen Schorndorf: "Die haben ein Heimspiel", lautet seine Argumentation. Auch von außen betrachtet, ist kein klarer Favorit auszumachen. Ausschlaggebend könnte wohl wieder einmal die berühmt-berüchtigte Tagesform sein.

Favoritenrolle hin oder her, beide Teams freuen sich auf den bevorstehenden Kracher. In Cuturas Worten: "Erster gegen Dritter an einem Freitagabend unter Flutlicht. Für einen Fußballer gibt es nichts Geileres." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Der sechste Spieltag in den Rems-Murr-Ligen wird mit einem Kracher eröffnet: Am Freitagabend um 19:30 Uhr empfängt die SG Schorndorf den SV Unterweissach. Das Flutlichtspiel zwischen dem Dritten und dem Ersten der Bezirksliga verspricht Einiges.

Zurück in der Erfolgsspur

Bereits vor drei Wochen stand die SG Schorndorf bei uns im Fokus: Am dritten Spieltag traf sie im Spitzenspiel auf den damaligen Tabellenführer FSV Waiblingen, wo sie überraschend mit 1:6 unterging.

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