DFB-Pokal

«Der Betze wird brennen»: Freiburg erwartet Tanz in Lautern

Fußball
Spielbälle liegen auf dem Rasen. © Swen Pförtner

Freiburg (dpa/lsw) - Das DFB-Pokal-Finale im Mai ist beim SC Freiburg trotz der Niederlage gegen RB Leipzig noch in guter Erinnerung. Und die wurde vor dem ersten Spiel in der neuen Runde des Wettbewerbs am Sonntag (15.31 Uhr/Sky) beim 1. FC Kaiserslautern von der Social-Media-Abteilung der Badener nochmal aufgefrischt. Auch Kapitän Christian Günter hat sich die kleine Video-Dokumentation des Trips in die Hauptstadt angesehen und auf Instagram geteilt. «Die zwei Tage in Berlin wird man ein Leben lang nicht vergessen», sagte der Außenverteidiger, auch wenn «ein bisschen weinendes Auge» dabei sei. «Hoffentlich kann man es noch mal erleben.»

Günters Mannschaftskollege Vincenzo Grifo hatte schon beim Empfang des Fußball-Bundesligisten nach der Rückkehr aus Berlin den mehr als 7000 Fans in Freiburg etwas großmundig versprochen: «Im nächsten Jahr sind wir wieder da und rocken das Ding.» Nun, unmittelbar vor dem Start der neuen Saison, räumt der 29-Jährige ein, dass es «schwierig wird, das nochmal so hinzubekommen» wie in der vergangenen Spielzeit.

Zumal sein Club gleich eines der wohl schwierigsten Lose für eine Erstrunden-Partie erwischt hat. «Ein volles Stadion und viel Tradition, ich habe da schon einige Spiele absolviert und weiß, dass es unangenehm sein kann», sagte Grifo vor der Reise zum pfälzischen Zweitliga-Rückkehrer. «Aber mit solchen Situationen sind wir letztes Jahr gut zurecht gekommen, und ich hoffe, dass uns das wieder gelingt», so der Offensivmann weiter.

SC-Trainer Christian Streich freut sich darüber, «dass die Jungs so hungrig sind», und hofft, dass sie auf dem berühmten Betzenberg «von der ersten Minute an präsent sind». Denn «der Betze wird brennen, wie es so schön heißt», warnte er. «Sie wollen eine richtige Überraschung schaffen und uns rauswerfen, daran wird sich jeder Fan beteiligen», sagte Freiburgs Coach über die Lauterer, die bereits zwei Liga-Spiele bestritten haben und demnach schon im Wettkampfrhythmus sind. «Wir müssen cool bleiben, aber dürfen nicht unterkühlt sein.»

Wie ein Bundesliga-Spiel müssten die Breisgauer die Partie angehen, forderte Vizekapitän Jonathan Schmid. «Und in einem vollen Stadion, bei guter Stimmung» werde das auch «Spaß machen.» Außer den Offensivkräften Lucas Höler (Mittelfußbruch) und Kevin Schade (Bauchmuskel-OP) sind bei den Gästen alle Spieler einsatzbereit.

Für die erste Runde ist es normal, dass der Bundesligist auswärts antreten muss. In der vergangenen Pokal-Saison hatte der SC aber nicht ein einziges Spiel im eigenen Stadion. Deswegen lebt bei den Freiburgern nicht nur der Traum von einem weiteren Endspiel, sie würden auch gerne mal wieder als Heimteam aus dem Lostopf gezogen werden. Erste Voraussetzung dafür ist, in Kaiserslautern zu bestehen.