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Derby gegen Herrenberg: Handball-Zweitligist Waiblingen hat was gutzumachen

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Rückschlag für Waiblingen: Louisa De Bellis, hier im Heimspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath (von links Lara Karathanassis, Carina Senel und VfL-Spielerin Vivien Jäger), fällt wohl bis zum Ende der Saison aus. © Ralph Steinemann

Vor dem Zweitligaderby ist die Spannung hoch: In der Vorrunde hätten die Handballerinnen des VfL Waiblingen bei der SG H2Ku Herrenberg gewinnen müssen, unterlagen aber 23:25. Nun will der VfL Revanche. Es gibt einen weiteren Grund, warum das Team hoch motiviert sein sollte.

VfL Waiblingen (6. Platz, 20:16 Punkte) – SG H2Ku Herrenberg (3. Platz, 30:8 Punkte, Samstag, 18 Uhr). Vier Siege nacheinander – es hätte so schön weitergehen können. Doch am Wochenende wurde der Lauf jäh gestoppt. Der VfL kassierte beim HSV Solingen-Gräfrath, den er in heimischer Halle bezwungen hatte, nach ungenügender Leistung eine 23:33-Schlappe. „Das war ein Tag, an dem nichts ging“, sagt Thomas Zeitz. „Wir waren kollektiv nicht gut.“

Zwar weist der Trainer darauf hin, das Team habe auf der Hinfahrt zwei Stunden im Stau gestanden und sei erst kurz vor Spielbeginn in der Halle eingetroffen. „Aber ich mag das immer nicht so, das als Ausrede zu benutzen.“ Schließlich habe die Mannschaft ja 60 Minuten Zeit gehabt, um in die Partie zu finden.

Die Waiblinger Aufholjagd blieb aus

Und die erste Hälfte war auch noch nicht so dramatisch verlaufen: Zur Pause lag Waiblingen mit 12:16 zurück. „Vier Tore sind im Handball gar nichts.“ Doch der VfL blies danach nicht zur Aufholjagd, sondern musste immer weiter abreißen lassen.

Wie geht man angesichts des Wissens, dass das Team in dieser Saison schon mehrmals verunsichert wirkte, mit einer solchen Niederlage um? Zeitz versucht es mit einem alten Trainertrick: die Partie als Ausrutscher bezeichnen, Mund abputzen, weitermachen.

Er rechne nicht damit, dass die Mannschaft in ein Loch fällt. Denn Waiblingen habe sich in Solingen durchaus ans taktische Konzept gehalten, nur eben mit zu wenig Dampf und zu langsam agiert.

Mit dem nächsten Gegner ist eine Rechnung offen

Ein bisschen Druck macht der Trainer, auch da ist er Profi, seiner Mannschaft allerdings schon: Sie muss nun „auch bestätigen, dass es nur ein Ausrutscher war“. Das wollen die Spielerinnen freilich selbst. Zumal mit dem nächsten Gegner noch eine Rechnung offen ist: In der heimischen Stauferhalle kommt es zum Derby gegen den Tabellendritten SG H2Ku Herrenberg.

An das Spiel aus der Vorrunde denken die Waiblingerinnen und ihr Trainer mit knirschenden Zähnen zurück. „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft“, sagt Zeitz. Die Punkte waren quasi eingesackt, doch am Ende schenkte der VfL beide her. Diesmal will es das Team unbedingt besser machen. „Wir haben genug Ansatzpunkte, motiviert zu sein, um am Samstag ein Feuerwerk an Leidenschaft und Einsatz abzurufen.“

Auch für Herrenberg gab's eine Klatsche

Das gilt indes auch für Herrenberg. Zum einen, weil es ein Derby ist, zum anderen, weil die SG zuletzt ebenfalls unter die Räder geriet. Allerdings gegen den Tabellenführer: Mit 22:37 ging der Gastgeber gegen den BSV Sachsen Zwickau unter.

Grundsätzlich ist Thomas Zeitz aber begeistert von der Herrenberger Mannschaft. Zwar spiele sie am Leistungslimit und habe sicher selbst nicht mit einer so herausragenden Saison gerechnet. „Aber Trainer Mike Leibssle und Co machen einen hervorragenden Job.“

Auf SG-Neuzugang Annika Blanke muss geachtet werden

Früher sei der Erfolg oft von der Leistung Lea Neubranders abhängig gewesen. Heuer dagegen „macht das Kollektiv Herrenberg so stark“. Die vom Erstligisten FA Göppingen geholte Rückraumspielerin Annika Blanke sei mit ihrer Erfahrung eine „super Ergänzung“. Besonders achten müssen die Waiblingerinnen außerdem auf die ebenfalls treffsichere Kerstin Foth.

Personell gibt es vor dem Derby eine schlechte Nachricht für Waiblingen: Louisa De Bellis ist am Schienbein operiert worden und fällt laut Zeitz wohl bis zum Rundenende aus. Angeschlagen ist vor der Partie gegen die Herrenbergerinnen Altina Berisha. Der Trainer geht aber davon aus, dass sie spielen kann.

Vor dem Zweitligaderby ist die Spannung hoch: In der Vorrunde hätten die Handballerinnen des VfL Waiblingen bei der SG H2Ku Herrenberg gewinnen müssen, unterlagen aber 23:25. Nun will der VfL Revanche. Es gibt einen weiteren Grund, warum das Team hoch motiviert sein sollte.

VfL Waiblingen (6. Platz, 20:16 Punkte) – SG H2Ku Herrenberg (3. Platz, 30:8 Punkte, Samstag, 18 Uhr). Vier Siege nacheinander – es hätte so schön weitergehen können. Doch am Wochenende wurde der

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